Gute Nacht

Jan Hahn ist gestor­ben. Ich schauer zwar schon lange kein Sat1 und kein Früh­stücks­fernse­hen mehr, erin­nere mich aber noch gut an seinen Witz, seine gute Laune und sein geerdetes Wesen, was einem früher einen beschwingten Start in den Tag ver­schafft hat.

Die Zeit schleud­ert Olaf Scholz ein irri­tiertes Kämpf doch mal! ent­ge­gen. Die Mei­n­ung, wer nicht CDU wählt, wählt ja dann SPD, ist wohl unz­er­stör­bar. Vielle­icht kann da Pro7 in ein paar Tagen für etwas Moder­nität sor­gen, aber bitte nicht klatschen.

Don­ald Trump ist unter die Blog­ger gegan­gen. Sein Blog lädt dazu ein, Beiträge direkt auf Twit­ter und Face­book zu teilen. Da wun­dert man sich schon, wieso da kein­er drauf gekom­men ist, als er auf Twit­ter ges­per­rt wurde.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird Trump das Bloggen diskred­i­tieren? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Ausgedachte Probleme

Leo Fis­ch­er haut auf Ober­schichtige in der Coro­n­a­pan­demie und das kön­nte man fast direkt in Stein meißeln:

Während die Krankheit Fam­i­lien zer­stört und Mil­lio­nen ins Elend taucht, will die deutsche Ober­schicht vor allem wieder in die Oper gehen. […] Es ist die Empörung ein­er ganzen Klasse, die nicht ein­sieht, dass für sie noch Regeln gel­ten. Maß­nah­men kön­nen ihretwe­gen getrof­fen wer­den, aber nicht für sie — sie wollen weit­er­ma­chen wie bish­er. Über­haupt von Geset­zen betrof­fen zu sein, sich nicht rauskaufen kön­nen, behan­delt zu wer­den wie Hartz-IVler, bei denen sie aber keinen Gedanken an Frei­heit­en und Grun­drechte ver­schwen­den, ist schon der ganze Grund der Empörung.

Fis­ch­er bezieht sich damit auf ein Inter­view mit Juli Zeh, Daniel Kehlmann und Thea Dorn in der Zeit, in dem gnaden­los unun­ter­baut in Sachar­gu­menten über das Vorge­hen der Poli­tik im Pros­em­i­narplaud­er­ton mit Buzz­wörtern und Name­drop­ping geschwurbelt wird. Sowas, was man nach dem Studi­um am Wenig­sten vermisst. 

Ich erin­nere mich an einen Dozen­ten, der bei solcher­lei Mei­n­ungs­beiträ­gen diese mit “Das ist ein inter­es­san­ter Gedanke, den Sie da haben” ver­sah, dann aber über etwas vol­lkom­men anderes weit­erre­dete, wom­it er den Sprechen­den in der Mei­n­ung, er habe tat­säch­lich etwas Sin­nvolles gesagt, hinterließ. 

Man kann Leuten nur schw­er helfen, die belehren, aber nicht belehrt wer­den wollen. Etwa das, was Fis­ch­er auch meint.

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Gute Nacht

Die Superli­ga ste­ht ja bei Fußballinter­essierten ger­ade sehr im Fokus. David Bad­diel lässt da ger­ade derbe die Luft raus. Es käme zu der irrwitzi­gen Sit­u­a­tion, dass sich Zweitvertre­tun­gen von

Man­ches­ter Unit­ed, Man­ches­ter City, Tot­ten­ham Hot­spurs und Arse­nal Lon­don in der zweit­en Hälfte der englis­chen Pre­mier League tum­melten, während die anderen Clubs sich bekämpften, um an ein­er Liga mit Man­ches­ter Unit­ed, Chelsea, Man­ches­ter City, FC Liv­er­pool, Tot­ten­ham Hot­spur und Arse­nal Lon­don teil­nehmen zu können.

Es kön­nte noch ein halb­wegs his­torisch­er Abend wer­den, an dem die Kan­zlerkan­di­dat­en der Grü­nen und der CDU/CSU benan­nt wurden.

Kann man sich nicht aus­denken: Bei Bur­da meint man, mit sein­er Satirezeitschrift sei Jan Böh­mer­mann zu weit gegan­gen.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat man überse­hen, wie ver­strahlt die Leute bei Bur­da sind? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Moin

Gott macht keine Über­stun­den: In Lev­erkusen sind bis Ende Juni die Ter­mine für das Aus­treten aus der Katholis­chen Kirche aus­ge­bucht.

Die Clear­ing­stelle Urhe­ber­reecht hat die Domain canna.to bei eini­gen Inter­net­providern sper­ren lassen. Die Sub­do­main uu.canna.to, über die die eigentlichen ille­galen Down­loads laufen, aber nicht. Alles Profis da.

Psy­choter­ror durch Recht­sex­treme, kein leicht­es Leben.

Und während ich mir die Frage stelle: Was ist am Recht­sex­trem­is­mus bei all den aus­bleiben­den Erfol­gen noch attrak­tiv? hole ich mir erst­mal noch einen Tee.

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Sauerkrauteintopf

Jet­zt in der kalten Jahreszeit sind ja Ein­töpfe auch ein The­ma, ger­ade wenn man sich auf ein paar Gerichte in der heimis­chen Küche fest­gelegt hat und mal ohne großen Aufwand was anderes auf den Teller zaubern will. Ein Sauer­krautein­topf wäre eine schöne Wahl. Man macht ihn so:

Rezept 1 Kg mehlige oder fes­tkochende Kartof­feln, 200 g ungeräuchert­er Speck, 500g Sauer­kraut, 400ml Milch, 2 Teelöf­fel But­ter, Salz und Pfeffer

Die geschäl­ten Kartof­feln wer­den mit etwas Salz 20 Minuten gekocht, das Sauer­kraut in einem seper­at­en Topf aufgewärmt. Während­dessen den Speck mit einem Teelöf­fel But­ter anbrat­en. Danach das Kartof­fel­wass­er abgießen, die Milch hinzugeben und alles zer­stampfen. Dann das Sauer­kraut und den Speck hinzugeben. Nach Belieben salzen und pfeffern.

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Gute Nacht

Die CO₂-Fußab­druck-Geschichte ist übri­gens eine PR-Aktion von BP zur Ver­schleierung, wer tat­säch­lich wie schädlich ist.

Wer richtig Zeit hat am Woch­enende, der kann sich mal diese Geschichte um tat­säch­lich nach der Geburt ver­tauschte Babys durchlesen.

Klaus Stuttmans aktueller Com­ic ist so nah dran, dass er schon nicht mehr lustig ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer­den die poitisch Ver­ant­wortlichen von dieser Pan­demie je wieder erholen? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Guten Morgen

Jet­zt mal zu den guten Nachricht­en in Zeit­en von Coro­na: Das zakk wird wohl nicht unterge­hen.

Hin­rich Lührssen verkauft seine AfD-Mitar­beit als Under­cov­er-Aktion. Ein­mal Spi­on sein, peng peng.

Thomas Lück­erath meint, Unter Fre­un­den stirbt man nicht sei als Ausstrahlung bei Vox ver­schenkt wor­den. Mich hat ja eher die x‑te Vari­ante von Immer Ärg­er mit Bernie nicht gereizt.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat das Stream­ing den Lin­ear­fernsehstar gekillt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Gute Nacht

Vor ein paar Jahren habe ich ja aufge­hört, Google News anzus­teuern, weil mir irgend­wie unge­heuer war, denen dauernd Infor­ma­tio­nen über mein Klick­ver­hal­ten zu geben. Die Alter­na­tive nachrichten.de ist inzwis­chen allerd­ings platt. Dafür gibt es jet­zt immer­hin etwas, das zumin­d­est beim Aufruf keine Dat­en an Google schickt.

Das Coro­n­a­ho­tel in Mal­lor­ca ist bis­lang zweimal gebucht wor­den. Man darf mit Infizierung nicht von der Insel fliegen. Dass man sich testen muss, find­et diese Dame nicht so gut.

Chez Krömer mit Torsten Sträter soll wohl sehr gut gewe­sen sein.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann gibt es die ersten Last-Minute-Imp­furlaube? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Guten Morgen

Seit so drei Wochen habe ich unter­schiedliche Apps für Club­house auf meinem Mobil­tele­fon instal­liert und offiziell bin ich da. Inof­fiziell habe ich noch drei weit­ere Zugänge, weil ich keine Lust habe, auf unter­schiedlichen Geräten mich immer wieder an und ab zu melden. Meist schaue ich da die Beze­ich­nun­gen der Cha­träume an, eher weniger lausche ich dauer­haft dem Gerede. Aber einige ver­brin­gen da schon erstaunlich viel Zeit täglich auf der Plat­tform, einige meinen, wertvolle Men­schen dort ken­nen gel­ernt zu haben, viel gel­ernt zu haben. Das sehe ich mit Erstaunen, weil mir sowas irgend­wie nicht begeg­net. Ein gewiss­es Poten­tial sehe ich in der Tech­nik, sehe aber auch, dass deut­lich weniger Leute da auf­schla­gen als vor zwei Wochen. Die Alter­na­tive Twit­ter Spaces kriegt mich dafür nicht, weil man keine gute Über­sicht von Räu­men und Zeit­en für Diskus­sio­nen bekommt.

Kon­stan­tin Klein hat sein Weblog auf Pub­lii umgestellt und das Design ken­nt man von blu­dit.

Was ich ja auch nicht ver­ste­he ist, dass CDUler über­rascht tun, wenn sie darauf gestoßen wer­den, dass für einige CDU-Par­la­men­tari­er ihr Bun­destags­man­dat finanziell gese­hen eine Neben­tätigkeit ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es schon eine Weißwaschstrate­gie für die CDU? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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