Was ich noch sagen wollte zum… Sieg von Lena Meyer-Landrut beim European Song Contest

Das Lied Satel­lite war schon seit Wochen eines der erfol­gre­ich­sten YouTube-Videos deutsch­er Herkun­ft. Aber das alleine, resp. der Ein­satz von Medi­en, wird den Sieg von Lena beim Euro­pean Song Con­test nicht erk­lären kön­nen. Schließlich haben 120 Mil­lio­nen Zuschauer zuge­se­hen und einige Mil­lio­nen wer­den schon angerufen haben, da wer­den 10 Mil­lio­nen nicht unbe­d­ingt reichen, denke ich.

Nun wird die Inter¬≠pre¬≠ta¬≠tion¬≠s¬≠maschiner¬≠ie ansprin¬≠gen, um dem The¬≠ma so lange wie m√∂glich irgen¬≠det¬≠was abzugewin¬≠nen. Das Lied selb¬≠st, das mich eigentlich schon seit Wochen eher nervt als begeis¬≠tert, wird daf√ľr nicht auss¬≠re¬≠ichen: Es ist schlicht zu schnell abgenudelt.

Was die Mach¬≠er hin¬≠ter dem Lied, damit seine mal Raab, Mey¬≠er-Lan¬≠drut und wer sich son¬≠st eingeschal¬≠tet hat gemeint, allerd¬≠ings erre¬≠icht haben, ist, dass mit Kreativ¬≠it√§t diesem Lied und dieser S√§n¬≠gerin eine all¬≠ge¬≠mein akzep¬≠tierte B√ľh¬≠nen¬≠pr√§senz ver¬≠liehen wurde. Dazu wurde am Auftritt gefeilt, das kurze Schwarze wurde nie einge¬≠mot¬≠tet, Back¬≠ground¬≠s√§n¬≠gerin¬≠nen wur¬≠den hinzugenom¬≠men und dies und das andere mehr noch. Zum Erfolg war dann sich¬≠er auch zure¬≠ichend, dass die Konkur¬≠renz keine der¬≠ar¬≠tige k√ľn¬≠st¬≠lerische Akzep¬≠tanz √ľber ihre Lieder erre¬≠icht hat. Knapp war der Erfolg jeden¬≠falls nicht.

Damit m√∂chte ich aber mal auf das abzie¬≠len, was diese Ver¬≠anstal¬≠tung f√ľr Medi¬≠en-Deutsch¬≠land sein kann: Ein Appel f√ľr die Kreativ¬≠it√§t von K√ľn¬≠stlern. Dieser Erfolg war ohne Bild und RTL m√∂glich, ohne Super¬≠star, ohne alt¬≠be¬≠w√§hrte Songschreiber, die Hits am Bande liefern. Auss¬≠chlaggebend waren Kreative, die auf ihren per¬≠s√∂n¬≠lichen Input gebaut haben.

Solchen Leuten wieder eine B√ľhne zu geben, sollte die Auf¬≠forderung an alle Medi¬≠en¬≠mach¬≠er in Deutsch¬≠land sein, die ihr Pub¬≠likum mit Super¬≠stars, Hirn¬≠tot¬≠mod¬≠els, Big Pornobroth¬≠er, Hartz-4-Doku-Soaps, aber auch Soko Din¬≠gen¬≠skirchen, Forsthaus Groschen¬≠ro¬≠man, Irgen¬≠dein¬≠Vor¬≠name sucht den Weg zum Gl√ľck fortw√§hrend belei¬≠di¬≠gen und wirk¬≠lich kreativ¬≠en Beitr√§¬≠gen, die auf der H√∂he der Zeit sind, das Wass¬≠er abgraben. Kreativ¬≠it√§t l√§sst sich nicht in Wirtschaftlichkeit umrech¬≠nen. Und aus Wirtschaftlichkeit entste¬≠ht keine Kreativ¬≠it√§t, son¬≠dern nur die Retorte davon.

Continue Reading

Edo Reents: Peter Kruse ‚Äď Der Vollweise

Die FAZ hat inzwis­chen Edo Reents’ Schmähar­tikel auf Peter Kruse frei zugänglich gemacht. Und so kann nun jed­er kosten­los nachvol­lziehen, wie Reents aus der nicht unberechtigten Analyse, dass Kruse pop­ulär­wis­senschaftlich daherkommt, die Grund­stim­mung zu erzeu­gen ver­sucht, Kruse sei ein intellek­tueller Hochsta­pler.
Dabei out­et Reents sich allerd­ings deut­lich selb­st als vorurteils­be­hafteter Laie:

Es ist Kruse, der die bei¬≠den Lager aufeinan¬≠der losl√§sst, und zwar auf zweifel¬≠hafter Grund¬≠lage: Nur 191 Per¬≠so¬≠n¬≠en wur¬≠den dazu befragt. Fachkreise begeg¬≠nen den daraus abgeleit¬≠eten The¬≠sen skep¬≠tisch. J√ľr¬≠gen Kuri, stel¬≠lvertre¬≠tender Chefredak¬≠teur des IT-Mag¬≠a¬≠zins ‚Äěc‚Äôt‚Äú, h√§lt das f√ľr ‚Äěeine sta¬≠tis¬≠tisch wenig aus¬≠sagekr√§ftige Grund¬≠lage und wis¬≠senschaftlich nicht halt¬≠bar‚Äú.

Herr Reents, die c‚Äôt ist doch kein Fachkreis f√ľr wis¬≠senschaftliche Stu¬≠di¬≠en.
Auch andere Analy­sen Reents sind kaum ver­ständlich:

Doch die G√ľte und die Geduld des Weltweisen [Kruse] k√∂n¬≠nen schnell umschla¬≠gen in belehren¬≠den Zorn √ľber den Unver¬≠stand der¬≠er, die auch mitre¬≠den wollen. Das war am Rande der Re:publica w√§hrend eines Inter¬≠views zu erleben, das Alexan¬≠der Kluges Sender dctp mit ihm f√ľhrte. Schon die Ein¬≠stiegs¬≠frage nach den Net¬≠zw¬≠erken, die er benutze, war ihm nicht gut genug: ‚ÄěJet¬≠zt m√ľssen wir gle¬≠ich schon anfan¬≠gen, the¬≠o¬≠retisch zu wer¬≠den‚Äú, sagte er kopf¬≠sch√ľt¬≠tel¬≠nd: ‚ÄěWelche Net¬≠zw¬≠erke meinen Sie?‚Äú Damit hat¬≠te er den Mod¬≠er¬≠a¬≠tor so weit, die her¬≠ablassende Lek¬≠tion schlie√ülich mit Demut zu quit¬≠tieren: ‚ÄěImmer wieder inspiri¬≠erend, mit Ihnen zu reden!‚Äú

Das ver¬≠ste¬≠he ich nun √ľber¬≠haupt nicht: Wie kann denn die Einzel¬≠frage, welch¬≠es Net¬≠zw¬≠erk von mehreren, in ein¬≠er bes¬≠timmten Frage in Frage kom¬≠men, einem Fragesteller gegen√ľber dem√ľti¬≠gend sein?
Reents sieht sich unbeir­rt selb­st als Aufk­lär­er, als Ent­larv­er des Flöten­spiel­er von Hameln, was er dann aber doch lieber andere sagen lässt:

Einige durch¬≠schauen ihn aber auch. ‚ÄěDa ste¬≠ht er nun und gener¬≠iert Mehrheit¬≠en der schlicht¬≠en Art‚Äú, sagte Diet¬≠mar Moews von der Piraten¬≠partei. Blog¬≠ger und Inter¬≠netkom¬≠men¬≠ta¬≠toren √§u√üern sich unverbl√ľmt: ‚ÄěKruse ist der Hyper-Schwobler des Inter¬≠nets, ver¬≠gle¬≠ich¬≠bar nur mit Franz Beck¬≠en¬≠bauer im Fu√üball oder mit Peter Slo¬≠ter¬≠dijk im Lit¬≠er¬≠aturbe¬≠trieb. Mit sein¬≠er Brachial¬≠rhetorik, sein¬≠er enorm schnellen Sprechgeschwindigkeit, welche dem Zuh√∂r¬≠er keine Chance zu einem klaren Gedanken l√§sst, ver¬≠mit¬≠telt er die Illu¬≠sion, er h√§tte unglaublich Bedeu¬≠ten¬≠des und Weg¬≠weisendes mitzuteilen.‚Äú

Wer Aufk¬≠l√§rung aber der¬≠art polemisch in Angriff nimmt, der dro¬≠ht zu scheit¬≠ern. Und eben dies passiert dem Ger¬≠man¬≠is¬≠ten Reents nach all diesem unqual¬≠i¬≠fizierten Rum¬≠spsy¬≠chol¬≠o¬≠gisieren √ľber die Per¬≠son Krus¬≠es am Ende des Textes noch ein¬≠mal:

In der Regel wer¬≠den von Nextprac¬≠tice weniger als zwei¬≠hun¬≠dert Per¬≠so¬≠n¬≠en befragt; daf√ľr wird das mit dem Attrib¬≠ut ‚Äěqual¬≠i¬≠ta¬≠tives Inter¬≠view‚Äú verse¬≠hen ‚ÄĒ als h√§t¬≠ten alle anderen Inter¬≠views keine Qual¬≠it√§t. Auf den Anspruch auf wis¬≠senschaftliche Seriosit√§t, darauf, etwas Rel¬≠e¬≠vantes √ľber unsere Gesellschaft auszusagen und sie √ľber Beratung auch zu bee¬≠in¬≠flussen, reagiert man in Fachkreisen mit Gel√§chter. Ursu¬≠la Dehm, die beim ZDF seit vie¬≠len Jahren Medi¬≠en¬≠forschung betreibt, kriegt sich gar nicht wieder ein: ‚ÄěDa dreht sich einem das Empirik¬≠er-Herz um. Das ist quirliger Non¬≠sens.‚Äú

Was in Fachkreisen ein qual¬≠i¬≠ta¬≠tives Inter¬≠view genan¬≠nt wird, und wieviele Ver¬≠suchsper¬≠so¬≠n¬≠en f√ľr eine wis¬≠senschaftliche akzep¬≠tierte Analyse ben√∂tigt wer¬≠den, das ist Reents v√∂l¬≠lig unbekan¬≠nt. Auch dass Reents bei Fachkreisen f√ľr wis¬≠senschaftliche Stu¬≠di¬≠en nur die c‚Äôt und das ZDF ein¬≠fall¬≠en, erzeugt eine gewisse Irri¬≠ta¬≠tion. Aber er ist anf√§l¬≠lig f√ľr Leute, die lachen, soviel ver¬≠ste¬≠ht der Leser.
Nun mag Kruse pop¬≠ul√§r¬≠wis¬≠senschaftlich und f√ľr einige platt daherkom¬≠men, das √§ndert nichts daran, dass eine wis¬≠senschaftliche Analyse nicht dadurch falsch wird, dass ein Laie wie Reents sie nicht ver¬≠ste¬≠ht. W√§re Reents der Aufk¬≠l√§r¬≠er des Ph√§nomens Kruse, er h√§tte wis¬≠senschaftlich auf der H√∂he sein m√ľssen, dies sach¬≠lich ver¬≠st√§ndlich begr√ľn¬≠den zu k√∂n¬≠nen. So aber ist er genau der unwis¬≠senschaftliche, vorurteilsver¬≠haftete Wind¬≠m√ľh¬≠le¬≠n¬≠an¬≠a¬≠lyst, den er in Kruse zu erken¬≠nen glaubt.
Mehr
Bei Gun­nar­sohn sind Reak­tio­nen auf den Text ver­sam­melt.

Continue Reading

Was ich noch sagen wollte zu… Volker Becks Demokratieverständnis


Bei den Gr√ľ¬≠nen hat sich MdB Volk¬≠er Beck auf Twit¬≠ter zu Wort gemeldet, der sich von den Pirat¬≠en ver¬≠rat¬≠en f√ľhlt. F√ľr diese √Ąu√üerung wird er von der Bun¬≠des¬≠gesch√§fts¬≠f√ľhrerin Stef¬≠fi Lemke gedeck¬≠elt. Darauf hin zieht Beck den Schwanz ein, tit¬≠uliert seinen dazuge¬≠h√∂ri¬≠gen Blog¬≠a¬≠r¬≠tikel als Ironie um und ver¬≠sucht klar zu stellen:

Mein Anliegen war es, unaufgeregt die Frage zu disku¬≠tieren, ob man eine Wahlentschei¬≠dung nach den Umset¬≠zungschan¬≠cen f√ľr poli¬≠tis¬≠che Inhalte im Rah¬≠men der wahrschein¬≠lichen Mehrheitsver¬≠h√§lt¬≠nisse f√§llt oder allein danach, welch¬≠er Partei man sich zuschreibt.

Die Frage scheint f√ľr Beck beant¬≠wortet, schlie√ülich f√ľhrt er nichts dazu an, weswe¬≠gen man gute Gr√ľnde haben k√∂n¬≠nte, allein danach zu w√§hlen, welch¬≠er Partei man sich zuschreibt. Das Wort allein liest sich auch so, als sei hierin weniger Wahl¬≠frei¬≠heit enthal¬≠ten, als wenn man tak¬≠tisch w√§hlt. Die Wort¬≠wahl welch¬≠er Partei man sich zuschreibt klingt, als ob hier vom Fan-sein eines Fu√üball¬≠clubs die Rede ist.
Es ist ein wenig selt¬≠sam, dass es ger¬≠ade ein Gr√ľn¬≠er ist, der das tak¬≠tis¬≠che W√§hlen anpreist. Schlie√ülich wusste man als W√§h¬≠ler der Gr√ľ¬≠nen vor der Stim¬≠ma¬≠b¬≠gabe zur Land¬≠tagswahl 2010 √ľber¬≠haupt nicht, f√ľr was f√ľr eine Koali¬≠tion er da ges¬≠timmt h√§tte: Ampel, Jamai¬≠ka, Rot-Gr√ľn, Rot-rot-gr√ľn ‚ÄĒ es war schlicht alles drin.
Nun scheint Beck zudem der Ansicht zu sein, dass man zum Ansto√ü ein¬≠er Diskus¬≠sion jede gle¬≠ich wie gef√§rbte Frage in die Runde wer¬≠fen darf ohne f√ľr die F√§r¬≠bung kri¬≠tisiert zu wer¬≠den. So ver¬≠ste¬≠he ich zumin¬≠d¬≠est den Vorsto√ü, den Beitrag als Ironie zu betiteln und nicht mehr als ern¬≠sthafte √Ąu√üerung. Und da kann man eben was gegen haben.
Was f√ľr ein Demokratiev¬≠er¬≠st√§nd¬≠nis ist es eigentlich, W√§h¬≠lern zu empfehlen, nicht mehr Poli¬≠tik¬≠er inhaltlich so ernst zu nehmen, dass man dessen Stimme mit sein¬≠er Stimme unter¬≠st√ľtzt, unab¬≠h√§ngig davon, welche poli¬≠tis¬≠chen M√∂glichkeit¬≠en sich diesem dadurch ergeben? F√ľhlt sich der W√§h¬≠ler da noch ernst genom¬≠men? F√ľhlt sich der Sach¬≠poli¬≠tik¬≠er, dem aus Tak¬≠tik Stim¬≠men ent¬≠zo¬≠gen wer¬≠den, da noch ernst genom¬≠men? Soll¬≠ten wir Wahlergeb¬≠nisse umrech¬≠nen in die Ergeb¬≠nisse der Leih¬≠stim¬≠men und die der authen¬≠tis¬≠chen?
Es ist eine Sache, wenn sich W√§h¬≠ler ent¬≠t√§uscht zeigen, sei es, weil ihre eigene Stimme ange¬≠blich nichts bewirkt, oder weil Koali¬≠tio¬≠nen her¬≠auskom¬≠men, die nie¬≠mand gew√§hlt hat. Etwas anderes ist es, wenn Poli¬≠tik¬≠er die Entschei¬≠dungs¬≠berech¬≠ti¬≠gung ern¬≠sthaft abgegeben¬≠er Wahlstim¬≠men unter¬≠graben. So gese¬≠hen ist es ver¬≠wun¬≠der¬≠lich, wie inten¬≠siv man nach¬≠forscht, was Mit¬≠glieder der Linkspartei √ľber die Legit¬≠im¬≠it√§t der DDR sagen, und wie inten¬≠siv man ignori¬≠ert, wie die Mit¬≠glieder des Bun¬≠destags ihrer¬≠seits eigentlich Demokratie ver¬≠ste¬≠hen.
Aber eigentlich war ja auch alles Ironie, wenn ich das richtig ver­standen habe.

Continue Reading

Noch mehr Spionagefunktionen bei Facebook

Ich hab ja erst vor kurzem geschrieben, dass Face¬≠book per¬≠s√∂n¬≠liche Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen auf anderen Inter¬≠net¬≠seit¬≠en auf¬≠tauchen l√§sst, ohne dass man bei Face¬≠book direkt angemeldet ist. Nat√ľr¬≠lich auch ohne Infor¬≠ma¬≠tion, dass Face¬≠book so etwas tut. Es ist nur ein klein¬≠er gedanklich¬≠er Schritt, anzunehmen, dass Face¬≠book auf √§hn¬≠lichem Wege Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen von anderen Seit¬≠en, die ein Face¬≠book-Benutzer ansurft, ver¬≠ar¬≠beit¬≠et.

Und genau das ist mir ger¬≠ade passiert. Ich rufe einen Artikel bei Bild¬≠blog auf und wun¬≠dere mich etwas √ľber das Artike¬≠lende. Das sah so aus:

bildblogfaebook

Warum wohl ist das Face­book-Kästchen in nieder­ländis­ch­er Sprache?

Das k√∂n¬≠nte damit etwas zu tun haben, dass ich einige Minuten zuvor auf ein¬≠er nieder¬≠l√§ndis¬≠chen Inter¬≠net¬≠seite gewe¬≠sen bin. Allerd¬≠ings ist dort kein Face¬≠book-Plu¬≠g¬≠in zu find¬≠en und irgend¬≠wie ist es selt¬≠sam, dass sich auch meine Face¬≠book-Start¬≠seite ins Nieder¬≠l√§ndis¬≠che gewan¬≠delt hat. Und nat√ľr¬≠lich: Angemeldet bei Face¬≠book war ich die ganze Zeit nicht. [Btw: Was ist eigentlich die genaue Def¬≠i¬≠n¬≠i¬≠tion von Phish¬≠ing?]

Vielle¬≠icht gibt es f√ľr diese Selt¬≠samkeit eine Spitzen¬≠erk¬≠l√§rung, dass nur irgen¬≠det¬≠was im Brows¬≠er oder zwis¬≠chen den kom¬≠mu¬≠nizieren¬≠den Com¬≠put¬≠ern schief gelaufen ist und nat√ľr¬≠lich keine Infor¬≠ma¬≠tion an Face¬≠book weit¬≠er gegeben wurde. Aber wer w√ľrde sowas denn noch vol¬≠lkom¬≠men glauben? Daher bekommt Face¬≠book bei mir nun seinen eige¬≠nen kleinen Brows¬≠er, in dem nichts anderes als Face¬≠book angesurft wird. Vielle¬≠icht hil¬≠ft das ja.

Continue Reading

Hat NRW eigentlich ein ernsthaftes Bildungskonzept?

lehrerdemo

Bei der CDU hat Herr Koch ja k√ľr¬≠zlich raus¬≠ge¬≠hauen, dass, wenn stark gek√ľrzt wer¬≠den soll in n√§ch¬≠ster Zeit, der Bil¬≠dungs¬≠bere¬≠ich davon nicht ver¬≠schont wer¬≠den w√ľrde. Da hier eh schon ges¬≠part wird, ist Frage ist eigentlich, wo denn noch.

Nun hat die SPD im Wahlkampf getönt, es fehlten 5000 Stellen, während die CDU meinte, man habe aber doch 5000 Lehrer neu eingestellt. Dies seien aber nur Neuanstel­lun­gen auf Grund von Lehrern, die in Rente gin­gen.

Wir wollen mal nicht unter den Tisch fall¬≠en lassen, dass es die NRW-SPD gewe¬≠sen ist, die auf die fixe Idee kam, am Ferien¬≠be¬≠ginn Lehrer mas¬≠siv zu ent¬≠lassen und zu Schul¬≠be¬≠ginn diesel¬≠ben Lehrer wieder einzustellen, um Geld zu sparen. Das w√ľrde ich ja gern mit Poli¬≠tik¬≠ern im Land¬≠tag machen. Fair¬≠ness f√ľr alle.

Aber schauen wir uns die aktuelle Lage mal am Beispiel f√ľr Grund¬≠schullehrer im Regierungs¬≠bezirk M√ľn¬≠ster an. Sie k√∂n¬≠nen auch den angren¬≠zen¬≠den Regierungs¬≠bezirk Det¬≠mold mit ins Boot nehmen, da sieht es √§hn¬≠lich aus. In bei¬≠den Bezirken wohnen ins¬≠ge¬≠samt 4,6 Mil¬≠lio¬≠nen Nor¬≠drhein-West¬≠falen. Also: 5000 ‚Äúneue‚ÄĚ Stellen, wieviele Grund¬≠schullehrer wur¬≠den wohl bei diesen Zahlen nach offiziellen Angaben im let¬≠zten Schul¬≠hal¬≠b¬≠jahr und im kom¬≠menden neu in den Regierungs¬≠bezirken M√ľn¬≠ster und Det¬≠mold eingestellt?

Null.

Nie­mand. Offen­bar kann man als Grund­schullehrer ger­ade nicht ein­mal als Vertre­tung in den Schul­be­trieb kom­men. Und wenn doch mal was frei ist, sollte man sich als Lehrer wohl je nach Lan­desregierung darauf ein­stellen, zwis­chen Anstel­lung und Hartz IV hin und her zu pen­deln.

Lei¬≠der wurde im Wahlkampf ja nicht √ľber Inhalte gesprochen. Son¬≠st h√§tte man ja erfahren k√∂n¬≠nen, ob irgen¬≠deine Partei nach den Patzern der Ver¬≠gan¬≠gen¬≠heit √ľber ein frucht¬≠bares Bil¬≠dungskonzept ver¬≠f√ľgt. Anson¬≠sten sehe ich bei Poli¬≠tik¬≠er¬≠stellen eigentlich ein gro√ües Einsparungspo¬≠ten¬≠tial.

____________________
Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/grantneufeld/ / CC BY-NC 2.0
16. Mai 2010 · Kurz-URL · Seepost · # #
Continue Reading

Was ich noch sagen wollte zu… Blogstatistiken

Ger¬≠ade wird mein kleines Pri¬≠vat¬≠blog wieder √∂fters aufgerufen, meist √ľber Google, ohne dass ich genau w√ľsste, weswe¬≠gen es zu ein¬≠er st√§rk¬≠eren Nach¬≠frage kommt. Wahrschein¬≠lich ist das Wet¬≠ter zu schlecht, um drau√üen was zu unternehmen.

Das bringt mich aber dazu, mal kurz zu erzählen, warum ich auf Blogsta­tis­tiken nicht mehr son­der­lich achte. Ich hab let­ztens in klein­er Runde mal erzählt, dass ich mit meinen eige­nen Blogs so 1000 Leser täglich habe. Und darauf reagierten die Zuhör­er, von denen einige auch bloggen und das teil­weise schon seit Jahren, irgend­wie so beein­druckt, dass ich sofort abgewunken habe.

Diese Zahl ist zwar einiger¬≠ma√üen um die Such¬≠maschi¬≠nen und Bots bere¬≠inigt, hin¬≠ter denen kein Men¬≠sch, son¬≠dern eben nur eine Mas¬≠chine ste¬≠ht. Aber den¬≠noch rede ich bei Leser nur von Zugrif¬≠f¬≠en. Unter Leser aber sind ja nur diejeni¬≠gen inter¬≠es¬≠sant, die sich wirk¬≠lich mit dem Besch√§fti¬≠gen, was geblog¬≠gt wurde. Ein solch¬≠er Leser w√ľrde sich die Zeit nehmen, den Text zu lesen, nicht sofort weit¬≠er klick¬≠en. Ich f√ľh¬≠le mich ja auch nicht als Leser der Bildzeitung, nur weil mir ihr Auf¬≠mach¬≠er im Zeitungsladen in den Blick f√§llt.

Ich w√ľrde mich selb¬≠st auch nicht als Leser eines Blogs hal¬≠ten, nur weil ich dort mal ein Youtube-Film¬≠chen gese¬≠hen h√§tte. Manche Blogs leit¬≠en ihre Rel¬≠e¬≠vanz an der durch¬≠schnit¬≠tlichen Anzahl der Kom¬≠mentare zu Einzel¬≠beitr√§¬≠gen ab. Ich kenne allerd¬≠ings kein einziges Blog, bei dem die Kom¬≠mentare mit dem hohen Anspruch eines Diskurs¬≠es lesenswert w√§ren. oft¬≠mals ist es eben nur Gequatsche von Leuten, die quatschen wollen. Das ist kaum aus¬≠sagekr√§ftig.

Dage¬≠gen kenne ich viele Per¬≠so¬≠n¬≠en, die dur¬≠chaus meine Artikel lesen und mich offline darauf ansprechen und offline dar√ľber reden m√∂chte, was einem Diskurs, wenn man das Wort denn ver¬≠wen¬≠den m√∂chte, viel n√§her kommt. Online w√§re es eine Entsprechung, wenn viele Blogs auf einen bes¬≠timmten Blog¬≠a¬≠r¬≠tikel diskur¬≠siv reagieren w√ľr¬≠den. Das passiert allerd¬≠ings derzeit √§u√üerst sel¬≠ten.

Und so redet man, wenn man √ľber Blogsta¬≠tis¬≠tiken redet, √ľber Sta¬≠tis¬≠tiken, deren Aus¬≠sagekraft man selb¬≠st kaum ver¬≠standen hat, mit Leuten, die es eben¬≠sowenig oder ganz anders ver¬≠ste¬≠hen. Daher rede ich viel lieber √ľber Inhalte, da wei√ü man, was man hat.

Continue Reading

Was ich noch sagen wollte zu… den Vorlesern Amelie Fried und Ijoma Mangold

Diese Lit­er­atursendung nervt, soviel sollte man voraus schick­en. Sie hat auch ihre guten Momente, aber davor, dazwis­chen und danach nervt sie.

Ijo¬≠ma Man¬≠gold tr√§gt einen braunkari¬≠ertes Sakko zu einem den ober¬≠sten Knopf ge√∂ffnet haben¬≠den hell¬≠blauen Hemd. Das ist im Fernse¬≠hen, das bekan¬≠ntlich Far¬≠ben √ľbertr√§gt, so fehl am Platze wie seine √ľber¬≠bor¬≠den¬≠den Erz√§h¬≠lun¬≠gen, in denen er mit viel zu vie¬≠len Worten, viel zu vie¬≠len Adjek¬≠tiv¬≠en. Irgend¬≠wann h√∂rt man Man¬≠gold ein¬≠fach nicht mehr zu. Dass Man¬≠gold ein her¬≠vor¬≠ra¬≠gen¬≠des Gesp√ľr f√ľr gute Lit¬≠er¬≠atur hat ‚ÄĒ in dieser Sendung kommt es nicht durch.

Amelie Fried sieht immer¬≠hin 20 Jahre j√ľnger aus als sie ist, schafft es allerd¬≠ings B√ľch¬≠er noch mehr zu ver¬≠schwafeln als Elke Hei¬≠den¬≠re¬≠ich, die auch schon kaum klar macht, was an einem bes¬≠timmten Buch gut ist:

Ich war sofort von dem Buch gefes¬≠selt und dachte mir ‚ÄúWow‚ÄĚ.

Warum das so war, erl√§utert Fried nicht. Frieds Eit¬≠elkeit ste¬≠ht dem Inter¬≠esse des Lesers, das Wesentliche der vorgestell¬≠ten B√ľch¬≠er zu erfassen, immer wieder im Wege.

Und in diesem Wech¬≠sel¬≠spiel zweier Mod¬≠er¬≠a¬≠toren, die auf ihre Weise den Leser √ľber¬≠fordern, wer¬≠den viel zu schnell dutzende B√ľch¬≠er vorgestellt. Die Bil¬≠dregie nervt den Zuschauer weit¬≠erge¬≠hend mit Bildern, in denen abwech¬≠sel¬≠nd B√ľch¬≠er und Mod¬≠er¬≠a¬≠toren scharf gestellt wer¬≠den. Nicht nur will man offen¬≠sichtlichtlich fre¬≠itag Abends um Vier¬≠tel vor 12 den Zuschauer ner¬≠ven, man will auch noch seinen Blick f√ľhren.

Liebe Frau Fried, lieber Herr Man¬≠gold: Bevor Sie im Sep¬≠tem¬≠ber wieder auf Sendung gehen, studieren Sie bitte nochmal inten¬≠siv die Sendun¬≠gen von Her¬≠rn Scheck oder Her¬≠rn Ker¬≠sten. Dort find¬≠et man gen√ľ¬≠gend Rubriken, Tem¬≠pov¬≠or¬≠gaben und kri¬≠tis¬≠che Anmerkun¬≠gen, die alle¬≠samt zuschauer¬≠fre¬≠undlich¬≠er sind als das, was Sie da anbi¬≠eten.

Continue Reading

CDU-Minister Franz-Josef Laumann

Ich dachte ja erst, bei Franz-Josef Lau¬≠mann w√ľrde es sich um einen ein¬≠fachen Patzer der Ruhrbarone han¬≠deln. Aber das scheint √∂fters zu passieren. Die Her¬≠forder Aus¬≠gabe der Neuen West¬≠f√§lis¬≠chen ken¬≠nt den Min¬≠is¬≠ter dieses Namens auch. Und rat¬≠en sie mal was‚Ķ Selb¬≠st im Arbeitsmin¬≠is¬≠teri¬≠um von Nor¬≠drhein-West¬≠falen ist der Name gel√§u¬≠fig.

12. Mai 2010 · Kurz-URL · Seepost · #
Continue Reading

NRW sucht den Ministerpräsidenten

Beim Spiegel spielt man mal CDU-intern die Min­is­ter­präsi­den­ten­suche durch. Zwar gibt es auch SPD-Stim­men, die in ein­er großen Koali­tion einen SPD-Min­is­ter­präsi­den­ten trotz gerin­ger­er Stim­men ver­glichen mit der CDU haben wollen, aber die gab es auch in Hes­sen.

Genan¬≠nt wer¬≠den als Kan¬≠di¬≠dat¬≠en J√ľr¬≠gen R√ľttgers (bei Neuwahlen), Armin Laschet, Andreas Krautscheid und Karl-Josef Lau¬≠mann.

Nun hat Krautscheid sicher¬≠lich MP-Ambi¬≠tio¬≠nen, hin¬≠ter¬≠lie√ü aber als Gen¬≠er¬≠alsekret√§r im Land¬≠tagswahlkampf oft¬≠mals einen eher arro¬≠gan¬≠ten Ein¬≠druck. Die Feuer im Wahlkampf hat er nicht aus¬≠treten k√∂n¬≠nen, was vielle¬≠icht etwas viel ver¬≠langt gewe¬≠sen w√§re. Immer¬≠hin k√∂n¬≠nte man in der Partei dankbar sein, dass er √ľber¬≠haupt den Posten vom ungl√ľck¬≠lich agieren¬≠den Hen¬≠drik W√ľst √ľber¬≠nom¬≠men hat. Aber allzu weit wird die Dankbarkeit wohl nicht gehen.

Bleiben daher Laschet und Lau¬≠mann. Bei¬≠de h√§t¬≠ten es als MP ein¬≠er gro√üen Koali¬≠tion leichter als Krautscheid, bei¬≠de gel¬≠ten als eher links. Laschet wird der bessere Auftritt nachge¬≠sagt, er gilt partei¬≠in¬≠tern allerd¬≠ings auch als Pos¬≠er. Lau¬≠mann hat in sein¬≠er bish¬≠eri¬≠gen Poli¬≠tikkar¬≠riere immer zu tak¬≠tieren ver¬≠standen, stand keinem Skan¬≠dal nahe und tritt f√ľr christliche Werte ein.

Inter¬≠es¬≠sant w√ľrde es daher wer¬≠den, wenn (und wann) Lau¬≠mann seinen Hut in den Ring wirft.

Continue Reading

Wahltag der Abrechnung

Heute wird es sich zeigen, ob die Maulw√ľrfe in der NRW-CDU ihr Ziel erre¬≠icht haben, ihrer partei¬≠in¬≠ter¬≠nen F√ľhrung einen Denkzettel zu ver¬≠passen. In Umfra¬≠gen ist die CDU kon¬≠stant gefall¬≠en, von anfangs 41% auf 37%. Zusam¬≠men mit ein¬≠er kon¬≠tur¬≠losen NRW-FDP wird das den Umfra¬≠gen zufolge nicht reichen f√ľr eine Weit¬≠er¬≠f√ľhrung der Koali¬≠tion. Aber lassen wir uns √ľber¬≠raschen.

Mit dem heuti¬≠gen Tag geht aber vor¬≠erst der Kom¬≠bi-Wahlkampf von Bun¬≠des- und Land¬≠tagswahl zuende, der einen frischen Wind mit sich gebracht hat: √úber das Inter¬≠net wur¬≠den mas¬≠siv Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen gehan¬≠delt, von denen die Parteien allen¬≠thal¬≠ben √ľber¬≠rascht wur¬≠den.

Das Wir in NRW Blog hat es geschaft, Poli¬≠tik¬≠er aus der zweit¬≠en Rei¬≠he der CDU ins Ram¬≠p¬≠en¬≠licht zu zer¬≠ren und Eit¬≠elkeit¬≠en und Schmu zu the¬≠ma¬≠tisieren, so wie in der Tat es Tageszeitun¬≠gen nicht ver¬≠mocht haben. Hen¬≠drik W√ľst durfte deswe¬≠gen seinen Hut als Gen¬≠er¬≠alsekret√§r nehmen, andere wie Land¬≠tagspr√§si¬≠dentin van Dinther oder Boris Berg¬≠er haben ful¬≠mi¬≠nant an Anse¬≠hen ver¬≠loren.

In welch¬≠er Rolle auch immer die NRW-CDU aus dieser Wahl her¬≠aus¬≠tritt, sie wird intern umkrem¬≠peln m√ľssen. Sie wird sich kaum ein zweites Mal erlauben k√∂n¬≠nen, der¬≠art vorge¬≠f√ľhrt zu wer¬≠den wie in diesem Wahlkampf.

Das Wir in NRW Blog res√ľmiert den Land¬≠tagswahlkampf, aber auch m√∂glicher¬≠weise die eigene Bedeu¬≠tung abschlie√üend, dass sich bei ihnen 730.000 Leser informiert h√§t¬≠ten. Das klingt zun√§chst imposant, sollte aber run¬≠terg¬≠erech¬≠net wer¬≠den: Die Zahl bezieht sich auf 5 Monate, was t√§glich 4866 IP-Adressen sind, die die Seite anges¬≠teuert haben. IP-Adressen sind keine Leser, nicht mal unbe¬≠d¬≠ingt Men¬≠schen, sprich: Das k√∂n¬≠nen auch Com¬≠put¬≠er sein, wie Such¬≠maschi¬≠nen. Und da Com¬≠put¬≠er meist t√§glich neue IP-Adressen bekom¬≠men, ist die Hochrech¬≠nung dieser Zahl zu 730.000 Lesern g√§n¬≠zlich in Zweifel zu ziehen. Und dann sollte man vielle¬≠icht auch noch die Leser her¬≠aus¬≠nehmen, die nur aus beru¬≠flichem oder parteis¬≠trate¬≠gis¬≠chem Inter¬≠esse die Seite aufrufen. So imposant ist eine solche Zahl dann nicht mehr.

Aber Zeitun¬≠gen haben dies aufge¬≠grif¬≠f¬≠en und so ent¬≠stand eine net¬≠zw¬≠erkar¬≠tige Verbindung von Blogs und tra¬≠di¬≠tionellen Medi¬≠en, die dur¬≠chaus viele W√§h¬≠ler erre¬≠icht hat. Dieses Net¬≠zw¬≠erk l√§sst sich nur nicht anschaulich in Zahlen aus¬≠dr√ľck¬≠en, allein dadurch schon, dass die tra¬≠di¬≠tionellen Medi¬≠en oft immer noch die eigentlichen Quellen ihrer Nachricht¬≠en ver¬≠heim¬≠lichen.

Wenn die NRW-CDU meint, dieses Blog sei eine reine SPD-Kam¬≠pagne und es g√§be nur einen Maulwurf, offen¬≠bart sie nur, dass sie noch weniger vom Inter¬≠net ver¬≠ste¬≠ht, als man gedacht hat. F√ľr alle Parteien gilt, dass sie im Inter¬≠net so recht keinen Draht zum Gro√üteil der Nutzer find¬≠en. Oder ken¬≠nen Sie jeman¬≠den, der je vom Restau¬≠rant Kraftvoll geh√∂rt hat?

In gewiss¬≠er Hin¬≠sicht hat man bei der NRW-CDU recht, wenn man meint, das Inter¬≠net sei nicht wahlentschei¬≠dend: Keine Partei hat es ver¬≠mocht, √ľber das Inter¬≠net W√§h¬≠ler zu bewe¬≠gen. Aber das ist den Parteien anzu¬≠las¬≠ten, nicht dem Inter¬≠net. Denn dort wer¬≠den aktuelle poli¬≠tis¬≠che Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen inzwis¬≠chen dur¬≠chaus wie warme Sem¬≠meln gehan¬≠delt. So gelangte der Deutsche Hebam¬≠men¬≠ver¬≠band in der ver¬≠gan¬≠genen Woche mit sein¬≠er E‚ÄĎPetition inner¬≠halb von nicht ein¬≠mal 3 Tagen an 50.000 Unter¬≠st√ľtzer. Sowas w√§re fr√ľher in dieser kurzen Zeit und √ľber¬≠haupt undenkbar gewe¬≠sen.

Continue Reading
1 2 3 13