Cnyrim, Petra — Erkläre den Begriff Vakuum

Schüler­ant­worten auf Prü­fungs­fra­gen gibt es in dieser Samm­lung zu lesen. Man muss aber schon glauben, das sei alles so auch passiert (“Berechne die Dif­ferenz von 380 und 358. Wie bist du auf die Lösung gekom­men?” klingt son­der­bar), um ab und an zu schmun­zeln (“Die Kinder von Rehen heißen Reh-Kids.”). Ein­er­seits kann man wild in diesem Schmök­er blät­tern, ander­er­seits fehlt einem doch meist der Kon­text, um die Irrwitzigkeit der Sit­u­a­tion genießen zu können. 

Ein Rein­schmök­er­er ist diese Klolek­türe in jedem Fall, hält aber nicht für jeden, was er sich davon ver­spricht. Von fünf möglichen Klorollen bekommt er:

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Was Twitter jetzt tun musk

Schlechte Wort­spiele etablieren aber dal­li, dal­li. Ja, ich ver­ste­he die Aufre­gung um Twit­ter nicht so. In den let­zten Jahren wurde der Dienst nur noch run­ter­ver­wal­tet, ohne dass da irgend­je­mand zün­dende Ideen hätte. Das Ganze war von den vie­len ver­net­zten Nutzern getra­gen, wie das was den Aktionären brin­gen soll, blieb unbeant­wortet. Jet­zt sind die aber aus­bezahlt und Musk kann zeigen, was er daraus machen gedenkt. 

Das Fedi­verse zeigt, was ein tech­nis­ches und soziales Miteinan­der an bun­ten Blüten zum Vorschein brin­gen kann: All die beliebten Dien­ste in werbe- und track­ingfrei, keinen Algo­rhith­men unter­wor­fen und zum Sel­ber­hosten. Sowas bräuchte es für Twit­ter. Sowas sehe ich nicht. Ob man da irgend­was mit Autos machen kann — keine Ahnung. Anson­sten sieht mir im web2.0 alles aus­gelotet aus, und die, die man bish­er nicht erre­icht oder ver­grault hat, die kriegt man nicht so ohne weit­eres für kom­merzielle Dienste.

Ben Thomp­son meint, da wäre im Netz noch eine Lücke, was Ad-hoc-Infor­ma­tion­s­mit­teilun­gen ange­ht. Das mag sein, ich schalte allerd­ings alles sofort aus, was mich plöt­zlich und unge­fragt ner­ven will.

Was bleibt? Twit­ter geht entwed­er den Bach runter, vielle­icht etwas schneller als bish­er, oder es entste­ht etwas, was man haben will, was immer das sein sollte.

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L.A.M.A.

Irgend­wann kommt man in Zeit­en, die man ver­stärkt daheim ver­bringt, dazu, Spiele auszupro­bieren. Und in der Tat ist es dur­chaus erfrischend, mal etwas Abwech­slung in den All­t­ag zu brin­gen, wenn man zuvor kaum Spiele gespielt hat. Wir haben mit L.A.M.A. ange­fan­gen. Dazu gibt es eine passende Beschrei­bung auf Reich der Spiele.

Es ist ein unge­mein reduziertes Karten­ablege­spiel, bei dem wir uns fra­gen, wieso es so einen Spaß macht, wenn es doch so sim­pel ist. Strate­gisch kann man wenig aus­richt­en bei diesem Spiel, man muss eher auf passende Karten hof­fen. Daher ärg­ert man sich dann auch weniger, wenn man mal ein Spiel ver­liert, weil man eh kaum was anders hätte machen können.

Man kann dieses Spiel nicht allzu ernst nehmen und das ist ger­ade seine Stärke. Man mag mehr Inter­esse an Spie­len haben, die einem mehr abver­lan­gen und es ist dann doch ganz nett, auf L.A.M.A. zurück­zu­greifen, weil es eben anders ist.

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Ehrlich, Andreas — Wissen für die Katz

Dieser kleine Schmök­er kommt hüb­sch aufgemacht daher, wirkt etwas bil­lig, was irgend­wie aber auch zu den sehr kurz gehal­te­nen Ein­trä­gen über “Skur­riles, Amüsantes und Verblüf­fend­es in sein­er ”unnützesten” Form”, so dass es im DDR-Duden (zumin­d­est bis 1985) keinen Ein­trag zu “Wel­treise” gab.

Bei kurzen Klobe­suchen ist dieser Schmök­er für fix­es, erstaunen­des Wis­sen sehr gut geeignet. Von fünf möglichen Klorollen bekommt er:

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Sauerkrauteintopf

Jet­zt in der kalten Jahreszeit sind ja Ein­töpfe auch ein The­ma, ger­ade wenn man sich auf ein paar Gerichte in der heimis­chen Küche fest­gelegt hat und mal ohne großen Aufwand was anderes auf den Teller zaubern will. Ein Sauer­krautein­topf wäre eine schöne Wahl. Man macht ihn so:

Rezept 1 Kg mehlige oder fes­tkochende Kartof­feln, 200 g ungeräuchert­er Speck, 500g Sauer­kraut, 400ml Milch, 2 Teelöf­fel But­ter, Salz und Pfeffer

Die geschäl­ten Kartof­feln wer­den mit etwas Salz 20 Minuten gekocht, das Sauer­kraut in einem seper­at­en Topf aufgewärmt. Während­dessen den Speck mit einem Teelöf­fel But­ter anbrat­en. Danach das Kartof­fel­wass­er abgießen, die Milch hinzugeben und alles zer­stampfen. Dann das Sauer­kraut und den Speck hinzugeben. Nach Belieben salzen und pfeffern.

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Android-App für Clubhouse

Eine offizielle Android-App für Club­house scheint ja noch Monate in der Entwick­lung zu brauchen. Dafür gibt eine sta­bile inofizielle Android-App für Club­house, sie ist hier zu find­en. Auf einem Android-Sys­tem muss man noch ein­stellen, APK-Dateien aus unbekan­nter Quelle instal­lieren zu wollen, mehr braucht man nicht.

Die App ist weit­er­hin nur per Ein­ladung von angemelde­ten Nutzern nutzbar, diese kann man entwed­er über solche Bekan­nte bekom­men oder auf Twit­ter von Frem­den erbitten.

Man sollte sich nicht mit einem Benutzer­na­men [@irgendwas] anmelden, den man unbe­d­ingt behal­ten will, die weit­ere Namensge­bung ist egal, aber nur ein­mal änder­bar. Auf Club­house herrscht durch die Vor­gabe Real­na­men zu ver­wen­den, etwas Druck auf Nutzern, andere Nutzer, die offen­sichtlich keinen Real­na­men oder ein Com­ic-Bild nutzen, zu melden, wodurch umge­hend Sper­ren erteilt wer­den kön­nen, bei denen unklar ist, ob sie je aufge­hoben werden.

Sper­run­gen sind nicht so schlimm, da man kann ja online kosten­los an SMS-Num­mern kommt, über die man sich erneut auf Club­house ein­laden lassen kann. Zusät­zlich­er Druck wird auf Nutzer aus­geübt, indem ver­bre­it­et wird, man hafte für neu ein­ge­ladene Nutzer, wenn diese kein iPhone benutzen. Bish­er sind solche Sper­ren mir aber nicht bekan­nt. Es scheint keine wirk­same Massen­ver­fol­gung von Android-Handys zu geben.

Nicht auf jedem Handy funk­tion­iert die App gle­ich gut und sie wird auch noch weit­er­en­twick­elt. Deswe­gen sollte man die Herkun­fts­seite im Auge behal­ten und ab und an neue Ver­sio­nen instal­lieren. Auf Google Play war die App heute ver­füg­bar, wurde aber schnell gelöscht.

Unter Hip­ster House gibt es auch eine Inter­net­seite, über die man Club­house eingeschränkt ver­wen­den kann.

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Feuerstein, Herbert — Feuersteins Reisen nach Alaska, Vanuatu, Arabien, Mexiko

Schon etwas älter, 20 Jahre, genau gesagt, ist diese Qua­si-Sekundär­lit­er­atur zu Her­bert Feuer­steins dama­liger Reis­esendung. Es wird von chao­tisch anmu­ten­den Fil­mauf­nah­men in aller Welt berichtet, kurzweilig und humor­voll. Inter­erssan­ter­weise staubt das nicht mal son­der­lich an. Und man erfährt, wie sich die Wolpers-Aver­sion so gesteigert hat.

Von fünf möglichen Klorollen bekommt dieser Schmöker:

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Hasters, Alice — Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten

Ich bin über dieses Buch wegen des Anstoßes an den Kom­mentaren von Dieter Nuhr am sel­bi­gen ger­at­en. Und da ich dur­chaus kri­tis­che Ein­schätzun­gen zu Nuhr teile, hat­te ich etwas Hoff­nun­gen in die Lek­türe geset­zt. Aber ach: So wichtig es ist, Ras­sis­mus auf den Schirm zu brin­gen durch viele Stim­men, so ärg­er­lich ist es, wenn Autoren sich dabei durch unter­schwellige Vorverurteilun­gen ander­er so sehr selb­st im Weg ste­hen. Hier wird mit anek­do­tis­ch­er Evi­denz ver­sucht, ein Ras­sis­mussys­tem aufzuzeigen, was schief läuft. Und so unter­läuft diesem Buch eine pein­liche Kant-Kri­tik, aus der deut­lich wird, dass man ihn nicht gele­sen hat, was ja Nuhr zu diesem Buch angekrei­det wird, und dass Nuhrs Kri­tik, man verbessert eine Sit­u­a­tion von Vorverurteilun­gen nicht über Vorverurteilun­gen sein­er­seits, zutr­e­f­fend ist, obwohl er das Buch nicht gele­sen hat.

Von fünf möglichen Klorollen:

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Passig, Kathrin; Scholz, Aleks; Schreibner, Kai — Das neue Lexikon des Unwissens

Auch schon fast wieder 10 Jahre alt ist dieser Lexikon­ss­chmök­er. Auf dem Don­ner­balken ist er doch eher etwas hin­der­lich, die Texte sind eher chao­tisch zusam­mengestellt, das Vorge­hen unge­ord­net. Einige der ungek­lärten Wis­sens­fra­gen kan­nte ich schon, einige würde ich nicht darunter einord­nen. Es ist eher ein Buch zum Rum­stöbern, wenn man damit die Hoff­nung verbindet auf ein The­ma zu stoßen, in das man sich ver­tiefen möchte, wozu das Buch dann lei­der nicht großar­tig weiterhilft.

Von fünf möglichen Klorollen bekommt dieser Schmök­er von mir:

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Septemberlese

  • Stephen King — Fried­hof der Kuscheltiere Ich habe immer einen Bogen um Stephen King gemacht, selb­st um die Filme, weil mir das the­ma­tisch immer zu plaka­tiv, effek­the­is­chend und platt vorkam. So ist dann auch dieser zu lang ger­atene Schinken: Sprach­lich mau, span­nungsarm, in Teile vorherse­hbar und in den Per­so­n­enbeschrei­bun­gen doch sehr platt.
  • Philip­pa Per­ry — Das Buch, von dem du dir wün­schst, deine Eltern hät­ten es gele­sen ist dies nicht. Es ist ein blauäugiger, ankumpel­nder, eher an Müt­ter gerichteter Eltern­rat­ge­ber, sicher­lich für verun­sicherte Per­so­n­en passender Ein­stieg in die Kinder­erziehung, der aber eigentlich nur Plat­titü­den bre­it­tritt. Man sollte Kinder als ratio­nale und ratio­nal han­del­nde Wesen betra­cht­en und entsprechend mit ihnen umgehen. 
  • Isabel Köller — Buller­bü ist über­all Eltern­tipps an Hand von der rosi­gen Welt von Astrid Lind­gren zu erk­lären, kommt alt­back­en daher:

    Ab 2 Jahre: Nimm Rück­sicht auf deine Mit­men­schen. Komme zu mir, wenn du etwas willst. Ab 3 Jahre: Sei fre­undlich zu deinen Mit­men­schen. Lerne, mit anderen zu teilen. Ab 4 Jahre: Sei hil­fs­bere­it. Übern­imm eine feste Auf­gabe in der Fam­i­lie. Ab 5 Jahre: Übern­imm die Ver­ant­wor­tung für deine eige­nen Sachen. Lerne aufzuräumen.

    Klingt irgend­wie als ob jemand Tom­mi und Anni­ka für die Cool­sten hält und nicht Pip­pi Langstrumpf.

  • Kate Con­nol­ly — Exit Brex­it: Wie ich Deutsche wurde Frische Lek­türe zu den Schwierigkeit­en von Exil-Briten in Deutsch­land bezüglich ihres Heimat­landes, dass ihnen irgend­wie die Grund­lage ihres bish­eri­gen Lebens nimmt.
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