Feuerstein, Herbert — Feuersteins Reisen nach Alaska, Vanuatu, Arabien, Mexiko

Schon etwas älter, 20 Jahre, genau gesagt, ist diese Qua­si-Sekundär­lit­er­atur zu Her­bert Feuer­steins dama­liger Reis­esendung. Es wird von chao­tisch anmu­ten­den Fil­mauf­nah­men in aller Welt berichtet, kurzweilig und humor­voll. Inter­erssan­ter­weise staubt das nicht mal son­der­lich an. Und man erfährt, wie sich die Wolpers-Aver­sion so gesteigert hat.

Von fünf möglichen Klorollen bekommt dieser Schmöker:

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Hasters, Alice — Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten

Ich bin über dieses Buch wegen des Anstoßes an den Kom­mentaren von Dieter Nuhr am sel­bi­gen ger­at­en. Und da ich dur­chaus kri­tis­che Ein­schätzun­gen zu Nuhr teile, hat­te ich etwas Hoff­nun­gen in die Lek­türe geset­zt. Aber ach: So wichtig es ist, Ras­sis­mus auf den Schirm zu brin­gen durch viele Stim­men, so ärg­er­lich ist es, wenn Autoren sich dabei durch unter­schwellige Vorverurteilun­gen ander­er so sehr selb­st im Weg ste­hen. Hier wird mit anek­do­tis­ch­er Evi­denz ver­sucht, ein Ras­sis­mussys­tem aufzuzeigen, was schief läuft. Und so unter­läuft diesem Buch eine pein­liche Kant-Kri­tik, aus der deut­lich wird, dass man ihn nicht gele­sen hat, was ja Nuhr zu diesem Buch angekrei­det wird, und dass Nuhrs Kri­tik, man verbessert eine Sit­u­a­tion von Vorverurteilun­gen nicht über Vorverurteilun­gen sein­er­seits, zutr­e­f­fend ist, obwohl er das Buch nicht gele­sen hat.

Von fünf möglichen Klorollen:

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Passig, Kathrin; Scholz, Aleks; Schreibner, Kai — Das neue Lexikon des Unwissens

Auch schon fast wieder 10 Jahre alt ist dieser Lexikon­ss­chmök­er. Auf dem Don­ner­balken ist er doch eher etwas hin­der­lich, die Texte sind eher chao­tisch zusam­mengestellt, das Vorge­hen unge­ord­net. Einige der ungek­lärten Wis­sens­fra­gen kan­nte ich schon, einige würde ich nicht darunter einord­nen. Es ist eher ein Buch zum Rum­stöbern, wenn man damit die Hoff­nung verbindet auf ein The­ma zu stoßen, in das man sich ver­tiefen möchte, wozu das Buch dann lei­der nicht großar­tig weiterhilft.

Von fünf möglichen Klorollen bekommt dieser Schmök­er von mir:

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Septemberlese

  • Stephen King — Fried­hof der Kuscheltiere Ich habe immer einen Bogen um Stephen King gemacht, selb­st um die Filme, weil mir das the­ma­tisch immer zu plaka­tiv, effek­the­is­chend und platt vorkam. So ist dann auch dieser zu lang ger­atene Schinken: Sprach­lich mau, span­nungsarm, in Teile vorherse­hbar und in den Per­so­n­enbeschrei­bun­gen doch sehr platt.
  • Philip­pa Per­ry — Das Buch, von dem du dir wün­schst, deine Eltern hät­ten es gele­sen ist dies nicht. Es ist ein blauäugiger, ankumpel­nder, eher an Müt­ter gerichteter Eltern­rat­ge­ber, sicher­lich für verun­sicherte Per­so­n­en passender Ein­stieg in die Kinder­erziehung, der aber eigentlich nur Plat­titü­den bre­it­tritt. Man sollte Kinder als ratio­nale und ratio­nal han­del­nde Wesen betra­cht­en und entsprechend mit ihnen umgehen. 
  • Isabel Köller — Buller­bü ist über­all Eltern­tipps an Hand von der rosi­gen Welt von Astrid Lind­gren zu erk­lären, kommt alt­back­en daher:

    Ab 2 Jahre: Nimm Rück­sicht auf deine Mit­men­schen. Komme zu mir, wenn du etwas willst. Ab 3 Jahre: Sei fre­undlich zu deinen Mit­men­schen. Lerne, mit anderen zu teilen. Ab 4 Jahre: Sei hil­fs­bere­it. Übern­imm eine feste Auf­gabe in der Fam­i­lie. Ab 5 Jahre: Übern­imm die Ver­ant­wor­tung für deine eige­nen Sachen. Lerne aufzuräumen.

    Klingt irgend­wie als ob jemand Tom­mi und Anni­ka für die Cool­sten hält und nicht Pip­pi Langstrumpf.

  • Kate Con­nol­ly — Exit Brex­it: Wie ich Deutsche wurde Frische Lek­türe zu den Schwierigkeit­en von Exil-Briten in Deutsch­land bezüglich ihres Heimat­landes, dass ihnen irgend­wie die Grund­lage ihres bish­eri­gen Lebens nimmt.
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von der Lippe, Jürgen — König der Tiere

Der Autor war schon mal auf der Klos­et­tablage. Diese Geschicht­en gefall­en mir ein wenig bess­er als damals, und deut­lich bess­er als der Roman­er­stling, weil hier der Humor hier gut funk­tion­iert. Vielle­icht liegt von der Lippe die Langstrecke nicht, son­dern nur die kurzen Stücke von der All­t­agssi­t­u­a­tion bis zur irri­gen Verwicklung.

Von fünf möglichen Klorollen:

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Sommerlese

  • Sam Byers — Schönes neues Eng­land An guten Stellen ein erhel­len­der Hal­lo-wach-Mach­er über ein inner­lich zer­fal­l­enes Post-Brex­it-Eng­land, an schlecht­en Stellen ent­täuschen­des Creative-Writing-Resultat.
  • Salman Rushdie — Qui­chotte Gern gele­sene Farce inner­halb der US-amerikanis­chen Gesellschaft.
  • Janosch — Papa Löwe und seine glück­lichen Kinder. Klein­er Erziehungs­ber­ater Papa Löwe schmeisst den Haushalt und macht die Kinder glück­lich, während die Mama pupsende Mitar­beit­er belehrt. Sehr gut.
  • Aeneas Rooch — Mein wasserdicht­es Baby Nett geschrieben­er und inhaltlich für die Ziel­gruppe sehr lesenswert­er Elternratgeber.
  • Leav­is Car­roll — Alice in Brex­it­land Witzige Brex­i­ta­u­fab­rech­nung im Klassikergewand.
  • Oliv­er Kalkofe, Peter Rüt­ten — Die 100 schlecht­esten Filme aller Zeit­en Fan-Buch zur Tele-5-Rei­he ohne recht­en Mehrwert
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Aprillese

  • Thomas Mey­er — Wolken­bruchs waghal­siges Stelldichein mit der Spi­onin Fort­set­zung seines Erstlings Wolken­bruchs wun­der­liche Reise in die Arme ein­er Schickse, dieses Mal allerd­ings nicht im Kern über jüdis­che Schrul­ligkeit­en, son­dern eine phan­tastis­che Geschichte à la Iron Sky. Nett, aber hätte mehr Witz und Ein­fall­sre­ich­tum ver­tra­gen können.
  • Albert Camus — Die Pest Zeitak­tuelle Beschrei­bung des Lei­dens und der Verän­derung ein­er Gesellschaft während ein­er bedrohlichen Krankheitswelle.
  • Anna Wegloop — Wir ist! Pam­phlet für eine glob­ale Kul­tur. Wed­er gut geschrieben, noch irgend­wie überzeugend.
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Winterlese

Jür­gen Kehrer — Das Kap­pen­stein-Pro­jekt Ja, ich wun­derte mich schon mal, ob der Qual­ität der Vor­lage der ZDF-Serie, auch dieser Schmök­er ist ungeneim anges­taubt und hat mit dem Flair der Serie nicht viel gemein. Hier ist der Titel­held unter Poli­tik­ern forschend und sex­uell aktiv. Las ich, weil ich schon die Vorgänger gele­sen hat­te, werde den näch­sten Schmök­er weit­er aufschieben.
Marc-Uwe Kling, Astrid Henn — Das Nein­horn Schön mit Zeich­nun­gen bebildertes Kinder­buch, oft in Gedichts­form. Nett.
Marc-Uwe Kling — Die Kän­gu­ru-Chroniken Nette Idee, ein kom­mu­nis­tis­ches Kän­gu­ru als WG-Part­ner zu haben, aber wenn man dann nur laue Dialoge zus­tande bekommt, war’s das dann auch. Hätte viel mehr Biss gebraucht, aber es fehlt ein rot­er Faden — so oder so.
Niklas Natt och Dag — 1793 Aus dem SWR2-Lit­er­atur­pod­cast gefis­cht, aber dieses mal doch ent­täuscht wor­den: Ein auf his­torisch gepimpter Gewalt­porno ohne Tief­gang, dafür mit vie­len Längen.
George Saun­ders — Fuchs 8 Kein Kän­gu­ru, ein Fuchs kommt auf Grund der Been­gung sein­er Lebenslage dem Men­schen näher und philoso­phiert über The­men wie Tod, Ver­ant­wor­tung und Kli­makatas­tro­phe. Sehr schöne Über­set­zung von Frank Heibert.

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Zitronenkuchen im Multikocher

Zitro­nenkuchen ist weiß Gott kein so kom­pliziert­er Kuchen. Wer den Ofen nicht unbe­d­ingt anschmeißen will, kann das Ganze auch in den Mul­ti­kocher ver­fracht­en. So geht’s:

Zutat­en
300 g Mehl Typ 405,
140 g Zucker,
1 Prise Salz,
1 Päckchen Vanillezucker,
1 P#ckchen Backpulver,
5 Tropfen Zitro­ne­naro­ma oder abgeriebene Schale ein­er unbe­han­del­ten Zitrone,
140 g But­ter oder Margarine,
4 Ess­löf­fel Milch,
2 Eier

Die But­ter samt der Milch erwär­men, danach mit den restlichen Zutat­en ver­men­gen, die Eier erst am Schluss hinzugeben. Dann ein­fach in den Mul­ti­kocher und das Back­prgramm für eine Stunde starten. 15 Minuten vor Ende wen­den. Auß dem Rest der Zitrone kann man noch eine Glasur machen oder etwas Pud­erzuck­er drüberstreuen.

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Dinkelbrot aus dem Multikocher

Das Weißbrot aus dem Mul­ti­kocher hat ja schon ganz gut geklappt, aber Weißbrot an sich ist ja nicht so gut verträglich wie Dinkel­brot. Deswe­gen habe ich mich mal daran gemacht, ein solch­es mit dem Mul­ti­kocher herzustellen. Man nehme daher

300 g Dinkelmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
270 ml warmes Wasser
1 EL Öl
1,5 TL Salz
1 TL Honig
7 g Trockenhefe

und knete alles ordentlich durch. Ein­fach 10 Minuten aufge­hen lassen, noch ein­mal durchkneten, noch ein­mal gehen lassen und ab in den Mul­ti­kocher. Dort das Brot­pro­gramm aktivieren und wie gehabt, 45 Minuten vor Ende ein­mal umdrehen.

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