Gute Nacht

Was soll man von Wahlkampfin­sze­nierun­gen hal­ten, bei denen die Junge Union den Applaus für ihren Kan­zlerkan­di­dat­en ein­studieren muss? Soll man das über­haupt fes­thal­ten, wo es doch ger­ade an allen Eck­en behan­delt wird und doch so sub­stan­z­los ist? Irgend­wie so ein Grundge­fühl hält mich neben alltäglichem Grun­dar­beit­saufwand vom Bloggen ab.

Christoph David Piorkows­ki betra­chtet den länger schwellen­den Kampf um die poli­tis­che Mitte als Siegertatk­tik aus heutiger Sicht:

Im Angesicht der Kli­makatas­tro­phe erscheint das Weit­er-so der heuti­gen Mitte-Apos­tel plöt­zlich als fataler Extrem­is­mus. Ein nach­haltiger Wan­del der Ver­hält­nisse hinge­gen wirkt wie das Ver­nun­ft­ge­bot der Stunde.

Die so genan­nte Ehrlichkeitsstudie ist offen­bar gefälscht.
Klein­er All­t­agstipp aus Twitter.

Und während ich mir die Frage stelle: Wür­den die Fri­days for futures nicht als Partei tau­gen? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Ver­bezahlschrank­te Artikel ver­linke ich auch eher sel­ten, aber die Geschichte von Über­me­di­en, ver­fasst von Thomas Schuler, zur White-Wash­ing-Aktion des Ber­tels­mann Ver­lages zu ihrem Grün­der Rein­hard Mohn ist schon eine Ver­linkung wert. Es wird behauptet, der Mohn habe aus Überzeu­gung ini­tia­tiv eine Aufabeitung der Rolle des Ber­tels­mann Ver­lages im Drit­ten Reich ver­an­lasst, was so nicht stimmt: Die Aufar­beitung kam durch Druck von außen zu stande. Und wie unpro­fes­sionell Amelie Fried da rein­stolpert, trau­rig.

Ben_ würdigt die besten Filme der 90er — ganz ohne Komödien.

Eine selt­same Debat­te darüber, was Juden zu tun haben, wer Jude ist und wer darüber stre­it­en sollte, geis­tert durch’s Netz.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird das braune White­wash­ing an nach­fol­gende Gen­er­a­tio­nen vererbt? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Ich erzäh­le ja des öfteren, dass ich Sat1 schon seit Jahren nicht mehr in der gepe­icherten Liste meines Fernse­hers habe, weswe­gen mir deren Sendun­gen fremd bis unbekan­nt sind und man auch nichts nach­trauert, wenn es dann abge­set­zt wird. Adios, Genial daneben. RTL ist inzwis­chen auch seit ein paar Jahren raus­ge­flo­gen. Dafür hat Ste­fanie Men­schn­er mal eine Woche RTL geschaut — es wird weit­er­hin nicht bei mir einge­spe­ichert — und erfährt nachrich­t­en­tech­nisch so Goldiges wie:

„An der Ost­see trock­en. In Bay­ern Schauer. Ob der Som­mer noch zu uns kommt, dazu später mehr bei ‚RTL aktuell‘ um 18:45 Uhr. Nicht verpassen!“

Der Lehrer Jan-Mar­tin Klinge ist in Quar­an­täne und zeigt seinen Lesern den Garten.

Jens-Olaf Wal­ter hat seine Quar­an­täne in Korea auch gut über­standen.

Und während ich mir die Frage stelle: Müsste man nicht pro for­ma Quar­an­tänevorkehrun­gen tre­f­fen? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Die CDU ist gegen eine Mitar­bei­t­erin des CCC, die auf eine Sicher­heit­slücke in ein­er CDU-App hingewiesen hat, juris­tisch vorge­gan­gen, und erhält nun die ver­di­ente Online-Schelte, zumal eine geleis­tete Entschuldigung nicht den Tweet wert ist, über den sie veröf­fentlicht wurde.

Philipp Litz macht die Lügen von Friedrich Merz im Wahlkampf zum The­ma Klia deut­lich.

Und damit zu Pan­nen-Armin: Hen­drik Widuwilt ver­ste­ht nicht, wie man dauernd so daneben liegen kann wie Armin Laschet in sein­er Öffentlichkeit­sar­beit.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie unsym­pa­thisch kann die CDU noch wer­den? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Guten Morgen

In der drit­ten Folge der ersten Staffel von Bosch kommt in den Unter­titeln die Redewen­dung “sauber wie ein Non­nen­popo” vor. Einzige von Google erfasste Ver­wen­dung dieser Redewen­dung im Deutschen: Die Unter­ti­tel der drit­ten Folge der ersten Staffel der Serie Bosch.

Tja, Youtube hat bei Ken Jeb­sen den Steck­er gezo­gen und der haut jet­zt auch in den Sack, will an 25-jährige übergeben und alle, die man auf sein­er Seite zunächst sieht, sind schon schein­tot. Er kommt noch mit Weisheit­en, wie dass soziale Net­zw­erke nicht sozial seien, was so erhel­lend ist, wie die Fest­stel­lung, dass KenFM nicht im Radio läuft. Aus­ge­bran­nt, leer und perspektivlos.

Texte über den Zus­tand des kul­turellen Miteinan­ders in Eng­land finde ich zwar schon fast ermü­dend, aber dieser Text von Mari­na Hyde ist wie immer sehr schön geschrieben: Foot­ballers can say it, but for England’s politi­cians, ’sor­ry’ real­ly is the hard­est word:

Eng­land Expects … what, hon­est­ly? Eng­land expects no one to take respon­si­bil­i­ty. Eng­land expects less than what it deserves. As long as we’re ruled by peo­ple who regard self-exam­i­na­tion and the odd sor­ry as a sign of weak­ness as opposed to a sign of strength, we will con­tin­ue to be let down and short-changed by what they deliver. 

Und während ich mir die Frage stelle: Merken die Englän­der irgend­wann, dass ihre Kleingeis­terei nir­gend­wohin führt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Gute Nacht

Let­ztens las ich ja das aktuelle Bild­blog-Buch. Von Seit­en der Blödzeitung wird ja gerne gemeint, Leute, die sie blöd fän­den, läsen die Zeitung gar nicht, was in meinem Fall ja auch seit Ewigkeit­en stimmt — ich ignoriere selb­st Auf­steller bewusst -, aber auf den aktuellen Stand gebracht merkt man: Nichts Gutes hat man verpasst.

Und als ich neulich Cui bono: WTF hap­pened to Ken Jeb­sen? hörte, fiel mir auch auf: Ewig nichts gehört von diesem Typen, wenn man erzählt bekommt, was in der jüng­sten Ver­gan­gen­heit passiert ist. Und Nichts Gutes hat man verpasst.

Ich binge ger­ade Dead­wind. Mir gefall­en die Win­ter­bilder der finnis­chen Serie und die Logik­löch­er unter­hal­ten mich.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird es wohl ein weit­eres aufk­lären­des Buch zur Blödzeitung geben oder ist sie eher am Ende? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Ntv geht auf, dass es unter den Tele­fo­nan­bi­etern außeror­dentlich viele Beschw­er­den über Voda­fone gibt. Ich kön­nte da zwei Geschicht­en aus eigen­er Erfahrung beitra­gen, ohne dass ich je Voda­fone-Kunde war oder wer­den wollte.

Die FDP hat auf ihrem Bun­desparteitag für die Freiga­be aller Dogen ges­timmt. Und den Beschluss wieder zurückgenom­men, als die Wirkung nachließ.

Wie lasch die Medi­en mit dem pla­giat­süber­häuften Pro­mo­tion von Franziska Gif­fey umge­hen, schaut man sich bei ueber­me­di­en genauer an.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie oft muss die SPD bei den Verbliebe­nen denn so die Augen zudrück­en? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Jan Hahn ist gestor­ben. Ich schauer zwar schon lange kein Sat1 und kein Früh­stücks­fernse­hen mehr, erin­nere mich aber noch gut an seinen Witz, seine gute Laune und sein geerdetes Wesen, was einem früher einen beschwingten Start in den Tag ver­schafft hat.

Die Zeit schleud­ert Olaf Scholz ein irri­tiertes Kämpf doch mal! ent­ge­gen. Die Mei­n­ung, wer nicht CDU wählt, wählt ja dann SPD, ist wohl unz­er­stör­bar. Vielle­icht kann da Pro7 in ein paar Tagen für etwas Moder­nität sor­gen, aber bitte nicht klatschen.

Don­ald Trump ist unter die Blog­ger gegan­gen. Sein Blog lädt dazu ein, Beiträge direkt auf Twit­ter und Face­book zu teilen. Da wun­dert man sich schon, wieso da kein­er drauf gekom­men ist, als er auf Twit­ter ges­per­rt wurde.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird Trump das Bloggen diskred­i­tieren? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Die Superli­ga ste­ht ja bei Fußballinter­essierten ger­ade sehr im Fokus. David Bad­diel lässt da ger­ade derbe die Luft raus. Es käme zu der irrwitzi­gen Sit­u­a­tion, dass sich Zweitvertre­tun­gen von

Man­ches­ter Unit­ed, Man­ches­ter City, Tot­ten­ham Hot­spurs und Arse­nal Lon­don in der zweit­en Hälfte der englis­chen Pre­mier League tum­melten, während die anderen Clubs sich bekämpften, um an ein­er Liga mit Man­ches­ter Unit­ed, Chelsea, Man­ches­ter City, FC Liv­er­pool, Tot­ten­ham Hot­spur und Arse­nal Lon­don teil­nehmen zu können.

Es kön­nte noch ein halb­wegs his­torisch­er Abend wer­den, an dem die Kan­zlerkan­di­dat­en der Grü­nen und der CDU/CSU benan­nt wurden.

Kann man sich nicht aus­denken: Bei Bur­da meint man, mit sein­er Satirezeitschrift sei Jan Böh­mer­mann zu weit gegan­gen.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat man überse­hen, wie ver­strahlt die Leute bei Bur­da sind? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Moin

Gott macht keine Über­stun­den: In Lev­erkusen sind bis Ende Juni die Ter­mine für das Aus­treten aus der Katholis­chen Kirche aus­ge­bucht.

Die Clear­ing­stelle Urhe­ber­reecht hat die Domain canna.to bei eini­gen Inter­net­providern sper­ren lassen. Die Sub­do­main uu.canna.to, über die die eigentlichen ille­galen Down­loads laufen, aber nicht. Alles Profis da.

Psy­choter­ror durch Recht­sex­treme, kein leicht­es Leben.

Und während ich mir die Frage stelle: Was ist am Recht­sex­trem­is­mus bei all den aus­bleiben­den Erfol­gen noch attrak­tiv? hole ich mir erst­mal noch einen Tee.

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