Munroe, Randall — What if?

Dies ist die zweite Web­com­ic-Rei­he von Ran­dall Munroe nach xkcd in Buch­form. Es wer­den diverse außergewöhn­liche Fra­gen so ernst wie möglich behan­delt. Jet­zt weiß ich also, dass es wahrschein­lich­er ist, irgen­deine Tele­fon­num­mer anzu­rufen, “Gesund­heit” zu sagen und der­jenige, der den Hör­er abgenom­men hat, hat ger­ade tat­säch­lich genießt, als einen 6er im Lot­to zu kriegen. Und dass 2060 Face­book wahrschein­lich mehr Pro­file Tot­er als Lebendi­ger hat. Und dass ich durch Teeum­rühren das Tee­wass­er nicht zum Kochen brin­gen kann. Wie wundervoll!

Dieser Schmök­er ist ein erhel­len­der, nicht ganz anspruch­slos­er Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält, da er wohl für jeden etwas Inter­es­santes birgt, von fünf möglichen Klorollen:

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Berlin, Katja und Peter Grünlich — Was wir tun, wenn es an der Haustür klingelt

Dies ist der Nach­fol­ger von Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt und ste­ht diesem in Sachen Humor in nichts nach. Die einzel­nen Grafiken sind schnell erfass­bar und das Buch als solch­es schnell durch­blät­ter­bar, ohne dass es die Schmun­zel­ge­fahr außer Kraft set­zen würde.

Dieser Schmök­er zwar kein erhel­len­der, dafür unge­mein unter­halt­samer Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Kühn, Totte — Am Ende der Wels

Geburt­stags­geschenke in Buch­form kön­nen auch Über­raschungstr­e­f­fer sein, deswe­gen rate ich eigentlich kaum jemand, außer den erfahre­nen Fehlschenkern, von Buchgeschenken ab. Eigentlich kann man die Schinken ja auch dann noch irgend­wie ver­wursten als Weit­ergeschenk­tes oder so.

Am Ende des Wels von Totte Kühn, der auch bei den Mon­sters of Lie­der­ma­ch­ing — hier mal eine Kost­probe — singt, ist so ein Schmöker.

Der Erstling enthält diverse Erzäh­lun­gen aus dem Leben eines Musik­ers, real­is­tisch oder erspon­nen, da greift alles mal ineinan­der. Die Geschicht­en kom­men aber so entspan­nd und nicht über­am­bi­tion­iert daher, dass das Lesen immer wieder Freude bere­it­et. Auch hebt sich das Sprach­niveau und der Ein­fall­sre­ich­tum Kühns angenehm von denen viel­er sein­er aktuell deutsch sin­gen­den Kol­le­gen ab.

Dieser Schmök­er ein kurzweiliger, über­raschend unter­halt­samer Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Birr, Tilman — Zum Leben ist es schön, aber ich würde da ungern zu Besuch hinfahren

Der Schinken war ein Geburt­stags­geschenk. Man soll mir ja eher nicht so Büch­er schenken. Sowas ist immer schwierig, wenn der Beschenker den Beschenk­ten nicht so ken­nt. Aber ab und zu passiert das dann doch. Und man liest das dann. War ja ein Geschenk. Und man verzweifelt.

Birr ist Slam Poet. Wobei: Heutzu­tage schimpft er sich Kabaret­tist, weil das wohl erwach­sen­er klingt. Und er hat dieses Buch irgend­wie geschrieben, was man nur lesen sollte, wenn man sich selb­st inner­lich einen aufge­bracht­en Slam Poet­en aufleben lässt.

Nüchtern geht’s nicht. Das Buch will hip sein und kommt mit Städtebeschimp­fun­gen an, die andere schon bess­er vorgemacht haben. Das Buch will lustig sein. Ist es nicht. Zum Ver­reck­en nicht. Es ist unge­fähr so, als würde Jan Hofer das Hör­buch zu Die Super­nasen ein­sprechen. Das klingt dann so:

Was haben Stal­in, Hitler und Jack the Rip­per gemein? Sie alle waren mal Kinder. Das kann doch kein Zufall sein!

Grot­tig.

Dieser Schmök­er ein öder Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Gsella, Thomas — Reiner Schönheit Glanz und Licht Ihre Stadt im Schmähgedicht

Thomas Gsel­la hat diver­ste Städte mit Schmähgedicht­en bedacht und — sage Bub — Ibben­büren ist auch mit dabei. Bess­er gefällt mir ja Düs­sel­dorf, aber das ist sich­er auch Geschmackssache.

Das Ganze gibt es online, aber auch zwis­chen Buchdeck­eln. Die Gedichte ins­ge­samt sind mal mehr, mal weniger witzig, oft­mals zeigt Gsel­la allerd­ings, dass er etwas vom raf­finierten Gedichtschreiben versteht.

Somit ist dieser Schmök­er ein kurzweiliger, aber respek­tabler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Lustiges Taschenbuch Maus-Edition 4 — Alles Gute!

Micky Maus ist im Novem­ber let­zten Jahres 85 Jahre alt gewor­den. Das ist der Aufhänger dieser Aus­gabe.

Als Klolek­türe funk­tion­iert dieser Dis­ney-Com­ic-Schinken wie gewohnt. Allerd­ings bin ich entwed­er den Geschicht­en entwach­sen oder Micky-Maus-Geschicht­en sagen mir nicht son­der­lich zu. Jeden­falls gibt es in dieser Aus­gabe ger­ade mal eine Geschichte, die ich wirk­lich einiger­maßen inter­es­sant finde. Der Rest ist schon unglaublich banal gehalten.

Daher ist diese Aus­gabe ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Nonhoff, Sky — Don’t believe the hype!

Schmök­er aus dem Grabbelko­rb bei der Posten­börse in Schier­loh. Mit 2€ für ein Män­gelex­em­plar zwar nicht unheim­lich gün­stig, die Lek­türe lohnt sich allerdings.

Non­hoff gibt in Don’t believe the hype! einen Pop-Begriff vor, nach dem mit­tler­weile nicht mehr neu kreiert, son­dern massen­tauglich gesam­plet wird, über den er diverse, gerne mal als Klas­sik­er beze­ich­nete Alben über die Klippe sprin­gen lässt: Neil Youngs Rust nev­er sleeps, The White Stripes’ White Blood Cells, Nev­er Mind the Bol­locks von den Sex Pis­tols, Sergeant Pepper’s Lone­ly Hearts Club Band der Bea­t­les, Blood Sug­ar Sex Mag­ic von den Red Hot Chilli Pep­pers, Eric Clap­tons Unplugged und und und.

Zumin­d­est als Debat­ten­beitrag funk­tion­iert der Schmök­er unheim­lich gut. Zudem wird mein Geschmack­sempfind­en sehr oft getrof­fen. Ander­er­seits ist man auch irgend­wie froh, dass die eige­nen Lieblinge der 80er Pop-Szene nicht unter den Ver­dammten zu find­en sind. Und ab und an ist Pop auch gut, weil er gut klingt, auch wenn er Vorgänger hat­te. Aber sei’s drum:

Der Schmök­er ist dank viel­er guter, kurz­er Beiträge, ein­er schö­nen Ein­leitung, obwohl man schon die besproch­enen Alben selb­st bess­er ken­nen sollte, um die Kri­tik zu ver­ste­hen, ein ide­al­er Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Süddeutsche Zeitung — Der große Jahresrückblick 2013

Zum Jahresüber­gang habe ich mal diesen Schmök­er angeschafft, auf dass einem nicht lang­weilig wird zwis­chen den Jahren. Wurde es aber eh nicht. Wenn ich es richtig sehe, ist dieser Jahres­rück­blick der zweite sein­er Art seit­ens der Süd­deutschen Zeitung. Er bein­hal­tet, so weit ich sehe, alle nen­nenswerten Ereignisse des ange­laufe­nen Jahres bis Anfang Dezem­ber 2013. Eine aktuelle Aus­gabe find­et sich als “Dig­i­tal Zugang”, der eine App-Ver­sion online für Nutzer von Apple- oder Android-Geräten ist. Ich als Fire­fox-Nutzer schaue also in die Röhre.

The­ma­tisch sind die Artikel von Johannes Boie über den NSA-Skan­dal und von Hans Leyen­deck­er über Uli Hoeneß inter­es­sant, der Rest, so weit ich ihn gele­sen oder über­flo­gen habe, ver­liert sich in Beschrei­bun­gen — so auch Josch­ka Fis­ch­er über den Unter­gang der FDP. Die Beschrei­bun­gen der meis­ten Artikel kom­men einem schon sehr geläu­fig vor. Es fehlen ein wenig gute Analy­sen und frisch­er Wind für Leute, denen eine Zeitung nicht Medi­um Nr. 1 ist und die sich online auskennen.

Rest­los ent­täuscht die optisch und inhaltlich zusam­mengewür­felt wirk­ende Rubrik Die besten CDs, Büch­er, Filme und Apps des Jahres auf lediglich zwei grafisch bre­it aus­gelegten Seit­en. Before mid­night ist ein Film des Jahres? Eye­Em eine App des Jahres? Das Unge­heuer von Terézia Mora und F von Kehlmann sind Büch­er des Jahres?

Der Schmök­er ist trotz dank einiger guter Beiträge neben viel Über­flieg­barem ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Mrozek, Bodo — Lexikon der bedrohten Wörter

Bodo Mrozek lis­tet in seinem Buch Lexikon der bedro­ht­en Wörter so einiges an Wörtern auf, die einem nicht mehr oder niemals geläu­fig sind oder war. Oder weiß jemand aus dem Kopf oder wie man heute sagt: Ohne zu googlen, was ein Bratkartof­felver­hält­nis ist? Oder eine Dut­ten­gre­tel? Oder eine Sch­neck­en­schleud­er? Einige Wörter wie Export­bier, Kon­ferenz oder Kava­lier sind mir dann doch noch sehr geläu­fig und witzig sind einige Ein­träge dann auch nicht. Aber eine Fund­kiste bleibt dieses Büch­lein allemal.

Der Schmök­er ist trotz viel­er wenig inspiri­eren­der Ein­träge wegen ein paar Aufhorchen lassender Her­vorhe­bun­gen ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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