Morgenkaffee

Es ist jetzt drei Jahre her, seitdem ich inhaltlich mich mit Markus Lanz auseinandergesetzt habe und eine Erweiterung tut nicht Not. Gestern war Oliver Kalkofe abermals vor Ort, kündigte dies via Facebook an und ich schaltete mal rein: Inzwischen verzichtet man bei der Sendung auf übermäßig viele, kaum aussagekräftige Bauchbinden, aber der Rest ist gleich geblieben. Klappern gehört wohl auch für jemanden wie Kalkofe zum Handwerk, das mag man verzeihen.

Ich lasse es einfach auf mich zukommen, war ja auch schon öfter da und bin immer gut behandelt worden. Habe aber weder vor, dort eine rituelle Lanzschlachtung vorzunehmen noch mich nicht ausreden zu lassen. Dies nur zur Info. Hoffe einfach erst einmal auf eine interessante und nicht langweilige Sendung!

(Oliver Kalkofe)

Die Sendung konnte die Kalkofe-Einbindung nicht retten, dazu redet Lanz immer noch konsequent am Wesentlichen vorbei, einfach nur auf irgendeine plumpes, genehmes Reizthema hin. Und das ist eben auch schlechtes Fernsehen. Nur resigniert die Qualität eben irgendwann vor der Quantität, wenn sie keine Rezeption findet. Wenn ein ZDF-Verantwortlicher meint, das Sahra-Wagenknecht-Interview sei ein einmaliger Ausreißer Lanz‘ gewesen, dann disqualifiziert er sich für eine Diskussion über die Qualität der Sendung: Lanz hat das Handwerk des kritischen Nachfragens einfach nicht drauf. Die Gäste labern halt von selber, dagegen kann selbst Lanz wenig unternehmen. Ganz lustig war immerhin noch, dass Kalkofe Dschungelkönig und Promi Shopping King Peer Kusmagk nicht durchgehen ließ, das Dschungelcamp als individuelle Erfahrungsherausforderung gelten zu lassen – das könne man auch ohne Kameras haben.

Podcast-Klassiker: Flusskiesel und der 24-Stunden-Blutdruckmesser.

30 Jahre RTL und bei Thomas Gottschalks neuer Sendung zeigt man einmal mehr, dass man schon lange kein Fernsehen für Zuschauer mehr macht.

Und während ich mir die Frage stelle: Spricht es für das Dschungelcamp, dass der Rest des RTL- und Fernsehprogramms schlechter ist? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Tobias Teuscher ist abermals von Jürgen Liminski im Deutschlandfunk interviewt worden und das ist wohl ein Paradebeispiel für ein gewollt tendentiöses Interview. Stefan Niggemeier wundert sich, dass Teuschner unhinterfragt Sachen rausposaunen darf wie, dass Grünen im Europäischen Parlament bewusst pädophile Umtriebe fördern wollten und dass man Homosexualität als Leitbild verankern wolle.

Don Dahlmann räsoniert, weswegen Google wohl Nest gekauft hat.

Sacha Brohm stellt sein dieswöchiges Lieblingszitat vor.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist die Chance der Konservativen heute, dass das Interessa an Inhalten, die mehrmals gewälzt werden, verloren geht? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee Stefan Niggemeier ärgert sich darüber, dass Corina Schumachers Apell, Medien mögen ihre Familie in Ruhe lassen, Medien nur dazu animiert, genau darüber Berichte zu verfassen.

Ist der Newsfeed bei Facebook kollabiert? Hat mich selbst eigentlich eh nie so gefesselt wie ein Feedreader.

Der Link kam aus Don Dahlmanns Facebook-Feed. Meine 5 Cent dazu:

Es ist ja auch nicht so, dass der Newsfeed grundsätzlich nicht optimierbar wäre. Dass er anders werden sollte, wenn im Gegensatz zum Anfang immer mehr Leute gut Befundenes, aber für viele andere Uninteressantes posten, fällt ins Auge. Ich habe bei Facebook nur, seit dem man meinte, E-Mail wäre tot, weil Facebook ein internes Nachrichtentool hätte, den Eindruck, dort hat man den Schuss nicht gehört. Von da aus wird es schwer, mit der Zeit zu gehen.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Hat Yahoo eigentlich schon das Ruder irgendwohin gerissen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Der deutsche Publizist Hamed Abdel-Samad soll in Kairo entführt worden sein.

Die NRW-CDU mobbt ihren Vorsitzenden, schreibt Ulrich Horn.

Bei Stefan Niggemeier ist zu lesen, dass das Verfahren von VG Wort und GEMA, Pauschalbeträge in die Tasche von Verlegern zu leiten, möglicherweise unzulässigist.

Lesen und Lachen oder Weinen mit Stefan Aust:

das parlamentarische Kontrollgremium der Geheimdienste – in den Zeiten der NSA-Affäre nicht vollkommen überflüssig – besteht zur Zeit lediglich aus zwei abgewählten FDP-Abgeordneten, also Privatpersonen ohne jegliche Legitimation.

Es sei kurz vermerkt: Wir haben gestern mal wieder gepodcastet: Von Russen und Sofaschmökern.

Twitter hat so eine Art Feedbackseite für Benutzer online gestellt.

Ganz am Rande sei erwähnt, dass mein Serverpaket ein Miniupdate bekommen hat, weswegen Speicherüberlastungsmeldungen weniger werden sollten. Außerdem habe ich nun an die 9GB Online-Speicher zusätzlich und keine Ahnung, wie der voll werden soll.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist dieses hinterhältige Intrigieren eigentlich auch christlich verwurzelt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Die Huffington Post startet heute ihr Portal in Deutschland, damit ist den wenigsten etwas neues gesagt. Bei der Deutschen Welle erklärt man das Prinzip Huffington Post, während Stefan Niggemeier konstatiert, dass bislang meist nur viel Rauch um nichts oder anders: viel PR um Boulevardthemen die Hupo umgebe.

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst erklärt die Kostenexplosion seiner Residenz von 31 Mio. € u.a. mit dem Denkmalschutz. Der wird allerdings wohl nicht die freistehende 15.000€-Badewanne vorgeschrieben haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Trägt Burda jetzt das finanzielle Risiko der Hupo und zieht ggf. den Stecker? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Ja, sie hätte gewarnt sein sollen, als Merkel ihr ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen hat. Jetzt ist es also doch noch passiert: Die FDP ist aus dem Bundestag geflogen, dafür währe beinahe die Ein-Themen-Partei AfD ins Parlament eingezogen. Ein wenig Spannung saß demnach wohl im gestrigen Wahlabend. Schon liest man bei der Springer-Presse die ersten Artikel, wieso man die FDP unbedingt braucht und beim ZDF entblödet sich der Terror Teveßen nicht, unbedingt schwarz-grün zu fordern – weil Kleinpartner der CDU ja immer so erfolgreich aus den Koalitionen rausgehen. Als ob die Medien nicht die Ein-Themen-Partei groß gemacht hätten und sich vielleicht besser mal in Zurückhaltung üben sollten, was politische Empfehlungen angeht.

Stefan Niggemeier fordert eine Diskussion über die 5-Prozent-Hürde.

Markus Beckedahl sieht im Wahlergebnis einen schwarzen Tag für Deutschlands Netzpolitik.

Und während ich mir die Frage stelle: Würde der Fall der 5-Prozent-Hürde das spontane Hochkommen unberechenbarer Parteien im Zaum halten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Frank Rieger plädiert in der FAZ dafür, die Geheimdienste aufzulösen, wenn sie sich nicht kontrollieren lassen.

Beim Spiegel wundert man sich, dass die Bundesregierung 972 Mio. Euro für Berater ausgegeben hat.

Auch das wirbt nicht unbedingt für’s Wählen-gehen: NDR kassiert Bericht über SPD-Politiker auf Geheiß von CDU-Politiker.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Fordert der gemeine Amerikaner eigentlich Ähnliches von der Politik? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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MorgenkaffeeStefan Niggemeier zweifelt an der Aussagekreft von 47.000 verkauften Welt-Online-Abos.

Land of the free: Der E-Mail-Dienst, den Whistleblower Edward Snowden gerne verwendet hat, schließt unter Druck der US-Behörden. Der Besitzer des Dienstes, Lavar Levison meint:

Solange es keine klaren Aktionen des Kongresses oder der Justiz gibt, kann ich nur jedem dringend davon abraten, private Daten einem Unternehmen anzuvertrauen, das direkte Beziehungen zu den Vereinigten Staaten hat.

Der Offshore-Windpark Riffgat kann wegen ausstehender Weltkriegsmunitionsentfernungen erst 2014 in Betrieb gehen. Die Kunden zahlen dafür.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Wann kommen die Amis wohl mal auf den Trichter, ihre Mails nicht mehr in den USA zu speichern? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee Für alle Freunde von tollen Popquizzen enpfehle ich heute einmal Sacha Brohms TOLLES POPQUIZ 2013.

Stefan Niggemeier meint, Angela Merkel habe nichts Wesentliches zu sagen zum aktuellen Abhörskandal – und tue das auch.

Der neue Radio-Tatort ist raus. Tillmann liest E-Mail für alle und Tatjana Steve Martins Shopgirl.

Und während ich mir die Frage stelle: Wundert sich noch jemand, dass die Merkel auch in der DDR nie die Klappe aufgemacht hat? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Ab August wird das von Axel Springer bei der Bundesregierung bestellte lobbyierte Leistungsschutzrecht in Deutschland rechtskräftig, was grundsätzlich nichts anderes mit sich zieht, als dass beim zitierenden Verlinken von Verlagstexten äußerste Zurückhaltung geboten ist. Stefan Niggemeier hält fest, dass Journalisten als Urheber von diesem Recht nicht auch nur ansatzweise profitieren werden. Das ist ja überhaupt einer der größten Schildbürgerstreiche, dass im Zusammenhang mit dem LSR dauernd die Zukunft des kritischen Journalismus‘ thematisiert wurde, wo es doch nur um die Sicherung von Verlagspfründen ging.

Die NPD hat in Bayern in vielen Wahlbezirken nicht genügend Unterstützerstimmen sammeln können, um zur Bundestagswahl zugelassen zu werden, auch wenn die Unterschriftensammler 5€ pro Unterschrift bekommen haben sollen.

Konrad Adenauer hat den Briten und Amerikanern erlaubt, in Deutschland rumzuschnüffeln. Offenbar gelten diese Erlaubnisse noch heute.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann thematisiert der erste jetzt wieder die Schuldfrage? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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