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Morgenkaffee

Arno Kl枚nne wirft nach der „Der Islam geh枚rt nicht zu Sachsen“-脛u脽erung von Ministerpr盲sident Tillich einen Blick auf das Religionszugeh枚rigkeitsbild Sachsens.

Bierblogger Felix bloggt wieder 眉ber seine Lieblingsbiere.

A good blog exists independently of people reading it.

schreibt Dave Winer. Muss man mir nicht sagen bei den Milliarden, die dieses Blog lesen *hust*. Was mir dazu einfiel:

Achtually I think blogging is something like holding a speech. And by thinking of Kleist’s On the Gradual Construction of Thoughts During Speech I’d say blogging is a technique to work with thoughts for yourself. That’s why people will keep on justifying their blogging and it’s why blogs will be interesting for a long time.

Und w盲hrend ich mir die Frage stelle: K枚nnte etwas dem Bloggen beikommen, was direkter als das Eintippen von Gedanken in Tastaturen ist? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Sehr gut: Pegida-Make-up-Tipps. Von sowas brauchen wir unbedingt noch mehr von.

Bei 11freunde interviewt man den Dokumentarfilmer Max Meis 眉ber seinen Film 眉ber die Wilde Liga Bielefeld.

Thomas Hochmann schreibt im Verfassungsblog 眉ber eine vermeintliche Ungleichbehandlung von Religionssatire in Frankreich.

Und w盲hrend ich mir die Frage stelle: Wie sieht Satire wohl in 20 Jahren aus? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Der Demotivationstrainer Guillaume Paoli hat herausgefunden:

Es sind keine Experten n枚tig, um zu wissen, weshalb ein gelangweilter junger Mann aus seinem Kuhdorf ausrei脽t. Blo脽, vor vierzig Jahren w盲re er in einer Hippie-Kommune gelandet; heute taucht er als Geiselschl盲chter in Syrien wieder auf. Es ist die Jugendrevolte in Zeiten ihrer Unm枚glichkeit, die Metamorphose von Lustprinzip in Todestrieb.

Vielleicht gibt man den Experten doch noch eine Chance. Die waren aber auch nicht bei der Sendung G眉nter Jauch zugegen, zu der Nils Minkmar nicht erkl盲rt, weswegen sie bei ausbleibender Tiefe irgendwie relevant sei, aber immerhin schl盲gt er einen Bogen von der Protestkultur der 1970er zu den aktuellen Pediga-Protesten:

Damals dachten weite Teile der Intellektuellen und der Studierenden, dass 鈥 w盲hrend Willy Brandt Bundeskanzler war 鈥 der Faschismus 眉ber Westdeutschland kommen w眉rde. Kapital und Milit盲r und die CSU w眉rden hier wieder eine Diktatur errichten. Wer das nicht fand, galt als Abwiegler und Konformist. Damals entstand das deutsche politische Fernsehen, zur Recherche, zur Aufkl盲rung, zur deutlichen Feststellung dessen, was ist.

Und w盲hrend ich mir die Frage stelle: Was ist eigentlich aus dem DPF geworden? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Peter Richter war wieder in seiner Heimatstadt auf einer Demo und gewinnt in seinem dresdenmelancholischen Text Pediga vor allem dies ab:

Islamismuskritikfeindlichkeit durch stumpfe Islambep枚belung.

Pediga Dresden hat mit Katrin Oertel ein Gesicht bekommen. Und sie fragt, wieso die Presse bei Pediga ausl盲nderfeindliche Haltungen ausmacht, das k枚nne man im Positionspapier der Bewegung nicht rauslesen. Reicht doch schon, wenn man das aus ihren eigenen 脛u脽erungen rauslesen kann: Zur Frage nach dem Beleg ihrer These 眉ber zu viele Muslime in Sachsen meint sie:

Es ist so, wir k枚nnen das nicht belegen, und wir sagen einfach, dass es eine Dunkelziffer gibt, die erheblich ist.

Ich sehe da eher eine D盲mlichkeit, die erheblich ist.

Amerikanische Medien haben viel mehr Angst als deutsche Medien, die Karikaturen von Charlie Hebdo zu ver枚ffentlichen .

Und w盲hrend ich mir die Frage stelle: Kann man Dresden wohl noch mal umkrempeln? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Es sollte einen nicht verwundern, tut es aber doch. Im Nachklapp zum Anschlag auf Charlie Hebdo wird an vielen Stellen die Gelegenheit genutzt, ihn zur Bagatellisierung von Pediga und als Absegnung von Islam-Kritik zu benutzen. Stellvertretend tut dies auch Hadmut Danisch. So ein Verhalten ist schlicht 盲rgerlich, und um den Punkt nochmal klar zu machen, wiederhole ich mal, was ich dort eben hinterlassen habe:

Pegida allein damit zu charakterisieren, die Bewegung „kritisiert den Islam“ ist meines Erachtens grob verfehlt. Das ist doch kein Sonntagnachmittagsdebattierclub. Pediga hetzt. Pediga spricht die 脛ngste von Menschen an, die auf Grund eines Mangels anf盲llig sind f眉r Argumente wie „Die wollen uns an den Kragen“. Es geht nicht um eine sachliche Ann盲herung, es geht nicht um Auseinandersetzung. Es geht um den tumben Vernichtungswillen dessen, wovon man glaubt, es sei Ursprung eigener Angst, in diesem Fall: Das, was mich und die Meinigen vernichten will. Wie der Einzelne da instrumentalisiert wird, wie aufgewiegelt wird, entgeht den Meisten. Es ist schlicht einf盲ltig, Pediga auf dem R眉cken des Anschlags gegen Charlie Hebdo zu bagatellisieren.

Und das Prinzip, alles 眉ber einen Kamm zu scheren, sollte man vielleicht auch mal kritisch sehen. Es besteht ein Unterschied darin, ob ich mit den Mitteln der Karikatur 枚ffentliches Verhalten kritisiere oder ob ich unter dem Deckmantel von Meinungsfreiheit hetze.

Hierzu passend: Sabrina Gaisbauer erkl盲rt, wie man Menschen mit kollektiver Angst f眉r Kampagnen gewinnt .

Lars Reineke wird beim Tagesspiegel missverstanden, bloggt dar眉ber und der Tagesspiegel reagiert darauf. Sch枚n zu sehen, dass es solche Reaktionen bei Zeitungen gibt. Es ging darum, dass Christopher Lauer eine Beratungst盲tigkeit f眉r den Axel-Springer-Konzern wahrnimmt. Muss ja jeder selber wissen, an wen er sich verkauft.

Und w盲hrend ich mir die Frage stelle: Darf man eigentlich mal auf eine intelligente politische Kampagne hoffen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Felix Dachsel erz盲hlt, wie er in seiner Heimatstadt im Erzgebierge im Angesicht von Neonazis aufgewachsen ist, die meist in der 脺berzahl, durchtrainierter und geistig oftmals neben der Spur waren. Was ihn derzeit aber wirklich 盲ngstigt ist:

Mehr Angst als um mich habe ich, wenn ich sehe, wie sich Rechte und Menschen aus der b眉rgerlichen Mitte verb眉nden. Wenn ich davon lese, wie gegen Asylbewerber demonstriert wird. Da ist f眉r mich nicht mehr der einzelne Nazi das Problem, sondern Teile der Gesellschaft. Dagegen kann man sich mit Pfefferspray nicht wehren.

Das ist wohl mit Blick auf Dresden geschrieben worden, in D眉sseldorf ist Pegida ja eher ein klassischer Rohrkrepierer. Im Verh盲ltnis betrachtet waren bei der Demo gegen das Rauchverbot in Kneipen deutlich mehr Teilnehmer – und das waren vielleicht Nulpen. Von den vielen Demos, die unter dem 枚ffentlichen Radar herziehen, mal ganz abgesehen.

Bei der Kriminalakte bespricht man Liebe ist das perfekte Verbrechen, die Verfilmung von Philippe Djians Die Rastlosen, schreibt leider nur nicht, wie man das alles fand.

Und w盲hrend ich mir die Frage stelle: Wie lange dauert es wohl noch, dass man sich medial an Demos gew枚hnt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Die Bl枚dzeitung, die Ende vergangenen Jahres noch beherzrt ins Horn der Abendlanduntergeherseher geblasen hat, sammelt heute Stimmen gegen Pegida. Wie schizo muss man eigentlich sein, um f眉r dieses Drecksblatt zu schreiben?

Wovor wohl auch Pegidasten Angst h盲tten: In Frankreich zeigt man sich angeschlagen, ob des neuen Romans von Michel Houellebecq 眉ber einen muslimischen Pr盲sident im Nachbarland. Eigentlich schon wieder Grund genug, ihn zu lesen.

Felix Schwenzel verlinkt Marc Wickels Analyse der Krautreporter und vermisst selbst die Rosinen. Ich f眉r meinen Teil sehe einfach kein Format, aus dem sich was Besonderes entwickeln w眉rde. Der Vergleich mit dem niederl盲ndischen Original hinkt immer mehr.

Und w盲hrend ich mir die Frage stelle: K枚nnen die Deutschen noch Journalismus? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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