Im Zuge der ganzen Aufregung um das geplante Leistungsschutzrecht, ist ja durchgesickert, dass möglicherweise jede Seite, auf der Werbung vorkommt, vor Gericht als eine kommerzielle Angelegenheit angesehen wird und schmückende Zitate gegen das Urheberrecht verstoßen.

Da habe ich dann gemerkt, dass in meinem Blogheaderbild ja ein Zitat von Robert Lembke stand. Rein schmückend. Keine inhaltliche Auseinandersetzung. Sowas von verboten, verbotener geht es ja gar nicht. Also runter mit dem Schmuck. Irgendwie schade, der Inhalt des Zitats gefällt mir ja weiterhin. Stand aber eben auch schon lange da, viele werden es gar nicht mehr wahrgenommen haben. Wie Goethe – und den wird man ja noch so zitieren dürfen – so schön sagt:

Einen Regenbogen, der eine Viertelstunde am Himmel steht, sieht man nicht mehr an.

Jetzt stehen da ausgesuchte Twittereinträge, die zuvor rechts unter Small-talk standen. Damit sind meine Tweets auch irgendwie kommerziell. Nicht bei Twitter, aber dadurch, dass ich sie hier nach aktueller Rechtssprechung, nochmal veröffentliche.

Gut, meine Tweets haben jetzt nicht immer das Niveau des Lembke-Zitats. Eigentlich eher selten. Eigentlich nie. Aber dafür ist der Header jetzt etwas urheberrechtsgerechter. Immerhin.

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MorgenkaffeeDer zusätzliche Paragraph durch den die Bundesregierung das von Verlegern bestellte gewünschte Leistungsschutzrecht initiieren möchte, ist angeblich durchgesickert.

Ben hat nichts dagegen im Internet überwacht zu werden – wenn die bei Autofahrern genauso geschähe.

Wer hat uns verraten? Die Regierungskoalition aus SPD und Grüne winken in NRW den Trojanereinsatz durch:

Wir wollen dem Verfassungsschutz NRW die sog. Quellen- Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) ermöglichen und die gesetzliche Grundlage dafür schaffen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wundert man sich bei der SPD und den Grünen bei solchem Durchwinken von Bespitzelungen ernsthaft noch, dass die jungen Leute lieber die Piraten wählen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Morgenkaffee

Hihi. Der Bulo hat einen Comic zur Rundshow gemacht.

Falls Sie Ulrich Horn heute noch nicht gelesen haben, holen Sie das bitte nach.

Offenbar ist die Polizei Dortmund einem Nazi-Hinweis im Fall der NSU-Morde nicht nachgegangen.

Bildzeitungslobbyist Christoph Keese reagiert auf den Text Heribert Prantls, der keinen guten Grund für ein Leistungsschutzrecht ausmachen kann. Im Internet wäre ein Leistungsschutz für Snippets, Textauszüge, wie sie bei Google News zu finden sind, berechtigt, denn:

Zusammenfassungen wären ohne die Investitionsleistungen der Verlage nicht entstanden

Als ob Google News ausschließlich vollständige Artikelkurzfassungen übernähme und nicht auch unvollständige Sätze.

Apropos Springer: Da möchte man vorschnell Anette Schavan bezüglich ihrer Dissertationsplagiatsvorwürfe entlasten und merkt hinterher, dass das, was man vorlegt, nicht das ist, was behauptet wird. Absolut schützenswert, die Produkte dieses Verlages.

Und während ich mir die Frage stelle: Läuft die Rundshow noch mal rund? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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MorgenkaffeeWolfgang Michal schreibt, dass das anvisierte Leistungsschutzrecht den eh schon sehr kurz Kommenden eigentlichen Urhebern seitens der Verlage auch noch Persönlichkeitsrechte einschränkt.

Parteifreunde zweifeln, dass Sarkozy im Präsidentschaftswahlkampf noch eine Schnitte hat.

Mir ist noch gut in Erinnerung wie Felix Schwenzel vor kurzem darüber herzog, dass er zwar Spiegel Online, aber gerade den eigentlichen Spiegel gar nicht mehr lese. Mir fliegt der Schinken zwar ab und an in die Hände, aber ich könnte nicht sagen, wann ich das letzte Mal einen Spiegel gekauft hätte. Und so wie man inzwischen glaubt, dort Journalismus betreiben zu können, reizt mich auch so gar nichts dazu, wieder einen zu erwerben.

Wir bleiben immer noch bei der Piratenpartei, der offenbar nicht so leicht der Saft abzudrehen ist, wie der Shitstorm der letzten Tage dachte: Der innen- und kulturpolitische Sprecher der Berliner Piratenparteifration Christopher Lauer geht den Berliner Senats-Chef Björn Böhning nach dessen Kritik an der Piratenpartei an. Und das hört sich nicht allzu inkompetent an.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn in NRW jemand wie Christina Schulze Föcking ein Ministerium leiten soll, wieso sollte das niemand bei den Piraten können? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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