Moin

Morgenkaffee

Da plant man im Bun­destag ein Leis­tungss­chutzrecht, mit dem die ange­bliche Ver­w­er­tung von Presseerzeug­nis­sen durch Google hon­ori­ert wer­den soll, Google meint, sie wür­den eh nichts zahlen, und dann fällt der Bun­desregierung ein, die Art, wie Google Presseerzeug­nisse ver­w­ertet, als vol­lkom­men erlaubt zu deklar­i­eren. Muss man nicht ver­ste­hen.

Auch Telekom­mu­nika­tions­fir­men wie die Telekom wür­den am lieb­sten von Google Kohle abgraben, allerd­ings mit ein­er Ver­drehung der Tat­sachen, wie Mar­tin Weigert meint.

Friedrich Küp­prs­buschs Wort der Woche: Bio

[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/084113/084113_291872.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn am Fre­itag das Leis­tungss­chutzrecht mehrheitlich beschlossen würde, ohne dass irgend­je­mand genau ver­ste­ht, was macht das aus den Abge­ord­neten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Was man wohl heute nachguck­en muss, ist die gestrige NDR3-Sendung Über Gebühr über den neuen Rundfunkbeitrag.

Ste­fan Nigge­meier schreibt darüber, auf was für einem Umweg ein Leis­tungss­chutzrecht­geg­n­er es doch noch in einen Bericht des Han­dels­blatts geschafft hat.

Uwe Jus­tus Wen­zel hätte es begrüßt, wenn der Papst nicht bloß sein Ponit­fikat, son­dern das Pon­tif­ikat schlechthin an den Nagel gehängt hätte.

Und während ich mir die Frage stelle: Wofür und bei wem ste­ht die Bun­desregierung eigentlich beim Leis­tungss­chutzrecht im Wort? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee Offen­bar steigt GAZPROM bei Bay­ern München ein.

Ste­fan Nigge­meier stellt betrübt fest, dass die meis­ten Zeitun­gen ger­ade beim The­ma Leis­tungss­chutzrecht ihre jour­nal­is­tis­che Kom­pe­tenz verkauft haben.

In München hat die Polizei wegen ange­blich geklauter 5€ einem Schüler den After aus­geleuchtet, ein ander­er durfte sein Geschlecht­steil anheben, Schü­lerin­nen mussten ihren BH öff­nen.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben es die Bay­ern nicht so mit Rechtsstaatlichkeit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee Fan­gen wir doch heute ein­fach mal mit ein­er Frage an: Was kann man sich als Polizeibeamter an kör­per­lichen Über­grif­f­en leis­ten ohne aus dem Job zu fliegen? Nun, offen­sichtlich darf man einen 15jährigen fes­seln, seinen Kopf gegen die Wand schla­gen und so einen Schnei­dezahn aushauen. Kann doch mal passieren.

FDP-Chef Rösler meint, die Grü­nen seien schuld, dass die Jugendlichen von heute meinen, Leis­tung würde sich nicht mehr lohnen – nicht etwa die Erfahrung, dass man in vie­len Jobs heutzu­tage aus­ge­beutet wird. Welt­fremder kann die FDP kaum noch werden.

Google hat gestern ein Video veröf­fentlicht, durch das die Benutzer von Google gegen das geplante Leis­tungss­chutzrecht auf­be­gracht wer­den sollen, gegen das ger­ade auch das Max-Plack-Insti­tut für Imma­te­ri­al­güter- und Wet­tbe­werb­srecht auf­begehrt. Das wird von Google dadurch ver­sucht, dass schlicht behauptet wird, dass das LSR die Suche im Inter­net schlechthin unmöglich macht, was natür­lich Unsinn ist. Cam­pagne statt Aufk­lärung – in Deutsch­land meist ein Rohrkrepierer.

Das BKA find­et wohl schon seit län­gerem nie­man­den, der ihnen einen Staat­stro­jan­er pro­gram­miert und annonciert nun schon auf monster.de.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann das BKA nicht mal Google fra­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee Ja, upsal­la, die Qual­ität­sjour­nal­is­muszeitung DIE WELT hat da wohl einen Pla­giats­fall an der Backe. Wir brauchen drin­gendst das Leis­tungss­chutzrecht für solche Zeitungen.

Bei Popcornpiraten.de bekommt man einen ganz guten Ein­blick in den ver­gan­genen Piraten­parteiparteitag.

Laut ein­er uni­ver­sitären Studie hat die Schließung von Megau­pload den Kinos nicht gut getan.

Und während ich mir die Frage stelle: Schützt so ein Leis­tungss­chutzrecht eigentlich auch die Ver­lage vor Autoren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Ste­fan Nigge­meier bringt die Hirn­ris­sigkeit des Leis­tungss­chutzrechts auf den Punkt:

Wenn Ange­bote wie »Welt Online« zu zig Prozent davon leben, dass Google ihnen kosten­los Leser brin­gen (und mit diversen Tricks dafür sor­gen, dass es möglichst noch mehr wer­den), ist das legit­im. Wenn Google zu einem deut­lich kleineren Anteil davon prof­i­tiert, dass Ver­lage Inhalte pro­duzieren, nach denen Leute suchen, ist es nicht legitim.

Fiete Ste­gers über das Scheit­ern des Face­book-Konkur­renten Dias­po­ra.

Ulrich Horn schreibt über den Ver­such des Chefredak­tuers des Han­dels­blatts, Gabor Stein­gart, den Konkur­renten ftd zu fled­dern.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man jet­zt endlich auch Tele­fon­buch­her­steller verk­la­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Knöllchen

Im Zuge der ganzen Aufre­gung um das geplante Leis­tungss­chutzrecht, ist ja durch­gesick­ert, dass möglicher­weise jede Seite, auf der Wer­bung vorkommt, vor Gericht als eine kom­merzielle Angele­gen­heit ange­se­hen wird und schmück­ende Zitate gegen das Urhe­ber­recht verstoßen.

Da habe ich dann gemerkt, dass in meinem Blog­header­bild ja ein Zitat von Robert Lem­bke stand. Rein schmück­end. Keine inhaltliche Auseinan­der­set­zung. Sowas von ver­boten, ver­boten­er geht es ja gar nicht. Also runter mit dem Schmuck. Irgend­wie schade, der Inhalt des Zitats gefällt mir ja weit­er­hin. Stand aber eben auch schon lange da, viele wer­den es gar nicht mehr wahrgenom­men haben. Wie Goethe – und den wird man ja noch so zitieren dür­fen – so schön sagt:

Einen Regen­bo­gen, der eine Vier­tel­stunde am Him­mel ste­ht, sieht man nicht mehr an.

Jet­zt ste­hen da aus­ge­suchte Twit­tere­in­träge, die zuvor rechts unter Small-talk standen. Damit sind meine Tweets auch irgend­wie kom­merziell. Nicht bei Twit­ter, aber dadurch, dass ich sie hier nach aktueller Rechtssprechung, nochmal veröffentliche.

Gut, meine Tweets haben jet­zt nicht immer das Niveau des Lem­bke-Zitats. Eigentlich eher sel­ten. Eigentlich nie. Aber dafür ist der Head­er jet­zt etwas urhe­ber­rechts­gerechter. Immerhin.

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Moin

MorgenkaffeeDer zusät­zliche Para­graph durch den die Bun­desregierung das von Ver­legern bestellte gewün­schte Leis­tungss­chutzrecht ini­ti­ieren möchte, ist ange­blich durch­gesick­ert.

Ben hat nichts dage­gen im Inter­net überwacht zu wer­den – wenn die bei Aut­o­fahrern genau­so geschähe.

Wer hat uns ver­rat­en? Die Regierungskoali­tion aus SPD und Grüne winken in NRW den Tro­janere­in­satz durch:

Wir wollen dem Ver­fas­sungss­chutz NRW die sog. Quellen- Telekom­mu­nika­tion­süberwachung (TKÜ) ermöglichen und die geset­zliche Grund­lage dafür schaffen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wun­dert man sich bei der SPD und den Grü­nen bei solchem Durch­winken von Bespitzelun­gen ern­sthaft noch, dass die jun­gen Leute lieber die Pirat­en wählen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Hihi. Der Bulo hat einen Com­ic zur Rund­show gemacht.

Falls Sie Ulrich Horn heute noch nicht gele­sen haben, holen Sie das bitte nach.

Offen­bar ist die Polizei Dort­mund einem Nazi-Hin­weis im Fall der NSU-Morde nicht nachge­gan­gen.

Bildzeitungslob­by­ist Christoph Keese reagiert auf den Text Herib­ert Prantls, der keinen guten Grund für ein Leis­tungss­chutzrecht aus­machen kann. Im Inter­net wäre ein Leis­tungss­chutz für Snip­pets, Tex­tauszüge, wie sie bei Google News zu find­en sind, berechtigt, denn:

Zusam­men­fas­sun­gen wären ohne die Investi­tion­sleis­tun­gen der Ver­lage nicht entstanden

Als ob Google News auss­chließlich voll­ständi­ge Artikelkurz­fas­sun­gen übernähme und nicht auch unvoll­ständi­ge Sätze.

Apro­pos Springer: Da möchte man vorschnell Anette Scha­van bezüglich ihrer Dis­ser­ta­tion­spla­giatsvor­würfe ent­las­ten und merkt hin­ter­her, dass das, was man vor­legt, nicht das ist, was behauptet wird. Abso­lut schützenswert, die Pro­duk­te dieses Verlages.

Und während ich mir die Frage stelle: Läuft die Rund­show noch mal rund? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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