Giovanni di Lorenzos Altherrengespräche

Erst hat er ein Inter­view-Buch mit Hel­mut Schmidt veröf­fentlicht, nun kommt eins mit Ex-Bun­desvertei­di­­gungsmin­is­ter Gut­ten­berg: Gio­van­ni di Loren­zo etabliert sich als erste Adresse für Poli­tik­erge­spräche auf Home­­s­to­ry-Niveau. Man weiß gar nicht, ob man das gut oder schlecht find­en sollte.
In der aktuellen Aus­gabe der ZEIT find­et sich ein dur­chaus imposantes mehr­seit­iges Inter­view di Loren­zos mit Gut­ten­berg [Zusam­men­fas­sung].

Guttenbergs Gießkanne

Was hat die Union in let­zter Zeit nicht schon alles angestellt, um das Feuer, das der Gut­ten­berg-Skan­­dal ent­facht hat, auszutreten: Da wurde über­hastet ver­sucht, die Inter­net­zen­sur in Deutsch­land einzuführen, da wur­den Mus­lime in Deutsch­land belei­digt, aber es half alles nichts, das The­ma Gut­ten­berg und sein Pla­giat ist nicht tot zu kriegen.
Ich habe schon Anfang März gesagt,

Guten Morgen

Morgenkaffee

Gestern wurde gesucht, heute ist Ascher­mittwoch, da wird aufgeräumt, und das nicht zu knapp:

Ulrich Horn nimmt sich ener­gisch den Skan­dal um Gut­ten­berg sowie CDU und CSU im beson­deren zur Brust:

Der Gut­ten­berg-Skan­­dal ver­langt nach Kon­se­quen­zen. Er hat dem Anse­hen der Poli­tik geschadet. Das Show-Geschäft ver­suchte, sich der Poli­tik zu bemächti­gen.

Wie ist das eigentlich mit… der Bewertungsverteidigung einer Doktorarbeit?

Das ist wohl ein Novum im Wis­senschafts­be­trieb: Die öffentliche Vertei­di­gung der Akzep­tanz und Best­noten­be­w­er­tung ein­er Dok­torar­beit durch die uni­ver­sitären Betreuer. Lei­der ist sie nicht überzeu­gend.
Natür­lich ist es eine Frech­heit, was Karl-Theodor Gut­ten­berg den Prüfern sein­er Dok­torar­beit unterge­jubelt hat. Und es ist eine weit­ere Frech­heit, diesen jet­zt unter­jubeln zu wollen, es han­dle sich bei den Fehlern um einzelne Fußnoten,

Was ich noch sagen wollte… zur Christlich-Demagogischen Union


Aus kon­ser­v­a­tiv­en Kreisen kam nach dem Rück­tritt Gut­ten­bergs wieder­holt die Auf­forderung das The­ma Gut­ten­berg nun gut sein zu lassen. Aber genau das ist Teil der Anti-Aufk­lärung, die die Union weit­er­hin betreibt: Die polemis­che Abkan­zlung kri­tis­ch­er Analy­sen.
Andreas Fis­ch­er-Les­­cano, der den Gut­ten­berg-Skan­­dal ins Rollen brachte, hat eben diese Anti-Aufk­lärung im Sinn, wenn er in Anlehnung an Luh­mann eine eigene Kausal­ität im Süden kon­sta­tiert:

Der Vertei­di­gungsmin­is­ter gibt die Lin­ie der Argu­men­ta­tion vor,

Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Pro-Gut­ten­berg-Demon­s­tra­­tio­­nen sind gestern dann doch eher mikrig aus­ge­fall­en. In Leipzig war keine Sau. Wenig­stens hat­te Hen­ryk M. Broder seinen Spaß.

Bei der NZZ wirft man einen nach­sichti­gen Blick auf die derzeit rekon­va­leszieren­den CDU und CSU.

Die Ein­nahme des Schmerzmit­tels Ibo­prophen kön­nte vor Parkin­son schützen.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Hach, diese neue Einigkeit in CDU & CSU ist schon schön: Da faselt der neue CSU-Innen­min­is­ter was davon, dass es für ihn eine unbelegte Tat­sache, dass der Islam in Deutsch­land ver­wurzelt ist und die Bun­deskan­z­lerin sagt, den solle man mal labern lassen, sie habe ihn nicht als Pflanzen­beauf­tragten eingestellt oder so.

Von Gut­ten­berg wis­sen wir ja,

Erste Maßnahmen nach der Machtergreifung

Es sind jet­zt die ersten Maß­nah­men geleakt wor­den, wenn die ProGut­ten­berg-Face­­book-Gruppe den Führer ihren Liebling zurück an die Macht bekommt: Die Chefredak­teure von ARD und ZDF wer­den gegen fol­gsamere Jour­nal­is­ten aus­ge­tauscht und der Dok­tor­vater von Gut­ten­berg kommt auf die Anklage­bank:

Wenn ich das richtig ver­standen habe, ist also Elmar Theveßen Gut­ten­bergs Ghost­writer. Wer hätte das gedacht .

Guten Morgen

Morgenkaffee

Wolf­gang Michal bedankt sich bei Gut­ten­berg, dass er dafür gesorgt habe, dass der klas­sis­che Jour­nal­is­mus die nichtk­las­sis­chjour­nal­is­tis­chen Inter­net­be­nutzer respek­tiere.

Hoch her ging es gestern im Fernse­hen zu Gut­ten­berg bei Hart aber fair und beim wieder etwas über­forderten Markus Lanz, was man jew­eils dort nachguck­en kann. Für Gut­ten­berg wird da gerne dessen ange­blich tadel­lose Leis­tung als Vertei­di­gungsmin­is­ter ins Spiel gebracht,

Guttenbergs Dolchstoßlegende

Die Union hat gestern gemeint, man solle derzeit im Fall Gut­ten­berg Ruhe einkehren lassen, aber angesichts des Umstands, dass Gut­ten­berg in diesem Schat­ten gestern eine solche Dolch­stoßle­gende vom Stapel gelassen hat, ignoriere ich diesen Wun­sch ein­mal.
Gut­ten­berg behan­delt in sein­er Rück­trittsrede (s.u.) grob vier Oberthe­men:
1. Den Schul­ter­schluss zu seinen Ver­bün­de­ten
(Merkel in [1] und [39], “die Mehrheit der deutschen Bevölkerung”,