The Politician (Netflix)

Dies ist eine am 27. Sep­tem­ber raus­gekommene Net­flix-Serie, die mich nicht gepackt hat: Es gibt keine Iden­ti­fika­tions­fig­ur, einen jugendlich­er Haupt­darsteller, dem angedichtet wird, er könne Erwach­se­nen­rollen übernehmen, weil er poli­tisch kon­form daher kommt, keinen Humor und Über­raschun­gen nur in der ersten Folge. Die Darsteller chargieren wie in einem Schüler­stück, da helfen einem Licht­blicke wie Jes­si­ca Lange und Bette Midler, die zum Schluss reinge­wor­den wird, auch nicht weit­er. Das ist alles etwas unbe­friedi­gend. Ich habe auch den Ein­druck, dass es sich hier um Stream­ing-Fließband­ware han­delt, die halt irgend­wie weggekurbelt wird. In den USA sieht man allerd­ings tief­gründi­gere Darstel­lun­gen im Stück:

Van­Der­W­erff schloss ihre Kri­tik mit den Worten, dass The Politi­cian zwar ein „Durcheinan­der“ und in sein­er „poli­tis­chen Botschaft ver­wor­ren“ sei. Allerd­ings gin­ge es in der Serie gar nicht so sehr um Poli­tik, son­dern um die Tat­sache, dass Pay­ton im Gegen­satz zu seinen queeren, kör­per­lich beein­trächtigten oder nicht-weißen Mitschülern von der Gesellschaft akzep­tiert werde, solange er seine Bisex­u­al­ität unter­drücke. Pay­tons inner­liche Leere sei ein „schwach­er poli­tis­ch­er Kom­men­tar“, aber ein gutes Abbild ein­er Welt, die Per­so­n­en zur „Selb­stlöschung im Namen eines bedeu­tungslosen sozialen Pro­jek­tes“ auf­fordere.

Mir ist gän­zlich unklar, wer da jeman­den ern­sthaft auf­fordert und was für Pro­jek­te das denn sein sollen, aber ich bin dur­chaus bere­it zu akzep­tieren, dass es in den USA unge­mein ver­lo­gene Pro­jek­te gibt, in denen sich Arschkriech­er her­vor­tun. Nur ist das alleine nichts, was so eine Geschichte trägt. Zudem gibt es andere bessere Erzäh­lun­gen über der­art erfol­gre­iche Arschkriech­er.

Jennifer — Sehnsucht nach was Besseres

Har­ald Wehmeier und Andreas Altenburgs NDR-Fernsehserie Jen­nifer — Sehn­sucht nach was Besseres gehen ger­ade mit eben dieser in die zweite Staffel. Und zur Freude der Zuschauer ist dies kein lauer Auf­guss der ersten: Mit Con­­tain­er-Ingo, gespielt von Klaas Heufer-Umlauf, wird erfol­gre­ich eine in die Geschichte passende Fig­ur präsen­tiert.

Man­fred Schweers (großar­tig fies-schmierig dargestellt von Ulrich Bähnk) übern­immt hal­ble­gal den Friseur-Salon,

Jumping the Shark: Murder in the first

Jumping the shark Die Serie um ein Ermit­tler­pärchen mit Hau, das seinen fiesen, hin­ter­hälti­gen Mörder zur Strecke brin­gen muss, während dem Betra­chter die Füße ein­schlafen, springt spätestens nach der zweit­en Folge.
Im Anschluss ist die einzige Span­nung der Serie, die unge­mein an Veron­i­ca Mars erin­nert, ob da noch mal über­raschende oder span­nende Ele­mente auf­tauchen: Fehlanzeige.

Chuck-Darsteller bedanken sich bei ihren Zuschauern

… irgend­wie aber nur bei den nicht­deutschen, denn in Deutsch­land hat man ein sin­nvolles Ausstrahlen der Serie mordsmäßig ver­bockt:

Was ich noch sagen wollte… zu Dina Foxx

Auf der re:publica hat das ZDF neben dem Elek­trischen Reporter die Inter­net-Mit­­mach-Irgend­was-Serie Dina Foxx vorgestellt. Doch nie­mand wusste so recht, was das soll. Während Mario Six­tus den Elek­trischen Reporter als seinen Schritt in die beru­fliche Eigen­ständigkeit darstellte, hielt sich auch beim danach vorgestell­ten Pro­jekt der Ein­druck, dies sei nicht mehr als eine Arbeits­beschäf­ti­gungs­maßahme.

Gestern spiel­ten Real Madrid und der FC Barcelona um den spanis­chen Pokal.