Gute Nacht

Kurz reingeschaut habe ich in das eben zu Ende gegan­gene “Das lit­er­arische Quar­tett”, kon­nte dem Gelaber aber nichts abgewin­nen in der Hin­sicht, ob man jet­zt zu den vorgestell­ten Büch­ern greifen soll oder nicht und stolpere da über die so schön wie ver­nich­t­ende Kri­tik der Sendung von Marie Schmidt

für Ästhetik und Lit­er­atur inter­essiert sich in dieser Sendung eben vor allem die Mod­er­a­torin Thea Dorn nicht, die ihr Pro­gramm abstram­pelt wie eine Turn­lehrerin. […] Das “Lit­er­arische Quar­tett” ist heute keines mehr, son­dern eine Talk­show, in der mith­il­fe von Büch­ern die Men­schenähn­lichkeit von Autoren, Fig­uren und Pro­tag­o­nis­ten durchgenom­men wird.

Nicht neu, wenn ich an die ersten Sendun­gen der Wieder­au­flage denke, aber schön auf den Punkt gebracht.

Und während ich mir die Frage stelle: Ignori­ert das ZDF in dieser Sache weit­er­hin alle Sachkri­tik? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Guten Morgen

Max­im Biller hat die Ein­ladung von Lisa Eck­hart in die ZDF-Sendung Das lit­er­arische Quar­tett kri­tisiert. Mir geht es da wie so oft bei Biller: Ich sym­pa­thisiere mit ihm und teile seine Mei­n­ung dann doch kaum, wobei mich hier die ZDF-Sendung, deren Mod­er­a­torin und die heutzu­tati­gen Gäste so gar nicht inter­essieren. Der Sendungsti­tel ist mir nicht heilig, unter der Leitung von Mar­cel Reich-Ran­ic­ki war es natür­lich nicht so eine niveau­ver­fehlende Ver­anstal­tung wie heute. Den­noch sehe ich als Krö­nung sein­er Arbeit eher seine Biogra­phie samt Ver­fil­mung, wer schaut schon die alten Sendun­gen bei aller Sehenswürdigkeit? 

Es bleibt ein Prob­lem, dass das ZDF diesen Sendungsna­men der viele schöne Erin­nerun­gen mit sich führt, wiederver­wen­det, dann aber nur eine laien­le­ser­ar­tige Sendung präsen­tiert. So neu ist das auch nicht, ich erin­nere mich auch nicht an die klaren Gespräche am Anfang der Wieder­au­flage der Sendung, von denen Biller spricht, auch damals war mir die Sendung inhaltlich unein­ladend, bei aller erfrischen­den Stre­itlust Billers.

Und während ich mir die Frage stelle: Was in die ZDF-Redak­teure gefahren ist, eine Marke so gegen die Wand zu fahren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Guten Morgen

Kurt Cobains Strick­jacke, die er im Unplugged-Video getra­gen hat ist für 300.000 Ock­en ver­steigert wor­den. Und die haben die nicht mal gewaschen!

In der Katholis­chen Kirche lock­ert man das Zöli­bat, zunächst nur für Fam­i­lien­väter, die schon als Diakone in aus Sicht der Kirche per­son­alschwachen Regio­nen arbeit­en. Die zeu­gen Jehovas!

“Charme, Humor und lit­er­arisch­er Sachver­stand — Chris­tine West­er­mann hat mit dieser Kom­bi­na­tion entschei­dend zum Erfolg unser­er Sendung beige­tra­gen. Her­zlichen Dank für vier Jahre voller leb­hafter Debat­ten über das, was uns so sehr am Herzen liegt: Lit­er­atur”, sagt Anne Rei­dt, Kul­turchefin des ZDF

zum Abgang West­er­manns vom Lit­er­atis­chen Quar­tett, wobei West­er­manns Alle­in­stel­lungsmerk­mal doch war, dass sie eben kein­er­lei Sachver­stand jen­seits des Gele­sen­hab­ens von Büch­ern hat, son­der sich immer nur über das Gefühl nähert. Aber gut, real­is­tis­che Ein­schätzun­gen sind beim ZDF ja auch nicht gefragt, denn der Erfolg der rel­e­van­zlosen Sendung sieht ger­ade so aus: “Lit­er­arisches Quar­tett” fällt im ZDF auf Allzeit-Quo­ten­tief.

Gestern noch fix mein uebermedien.de-Probeabo gekündigt, so sehr sie andere Medi­en­ange­bote auf den Zahn fühlen, so wenig inter­essiert mich sowas und die aufge­plus­terten Kolum­nen unterm Strich. Da ver­folge ich eher die frei zugänglichen Artikel von deCor­re­spon­dent.

Und während ich mir die Frage stelle: Was geht denn jet­zt bei den Katho­liken für Frauen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Lesezeichen vom 23.02.2016

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Gestern Abend schaute ich mir die Sendung Lesenswert im SWR an. Das ist eine Runde von vier im Lit­er­aturbe­trieb täti­gen Leuten, an der Denis Scheck teil­nimmt. Dessen Empfehlun­gen kann ich wenig abgewin­nen, seinen Ver­ris­sen aber viel. Die Sendung passte als Kon­trast sehr gut zur Neuau­flage des Litarischen Quar­tetts im ZDF, das mir vor Tagen irgend­wie so gar nicht gefiel:

Aus dem Lit­er­arischen Quar­tett bliebt mir in Erin­nerung, dass drei der Disku­tan­ten Karl Ove Knaus­gård gut fan­den, während Chris­tine West­er­mann seine Büch­er zäh und unin­ter­es­sant fand. Und bei Chris­tine West­er­mann geht es mir schon wieder fast so wie bei Denis Scheck: Mit­tler­weile kann ich ganz gut ein­schätzen, was sie warum wohl gut find­et, weswe­gen ich das mit größter Sicher­heit auch nie lesen will. Aber wenn sie etwas ablehnt, scheint mir da was dran zu sein. Aber so ganz wurde ich im ZDF nicht schlau und las das erste Buch von Karl Ove Knausgård.

Dieser schreibt mit Verve, phan­tasievoll, aber immer berech­nend und nicht son­der­lich geistvoll. Laut Scheck sei sein let­ztes Buch Self­ielit­er­atur, das soll wohl Lit­er­atur sein, die sich nur um den Autor selb­st dreht, ohne dabei Tiefe zu gewinnen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird Denis Scheck wohl mal ins Lit­er­arische Quar­tett ein­ge­laden? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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