Moin

Morgenkaffee Woch­enende in Zürich ver­bracht, ich komme erst langsam wieder auf Betriebstemperatur.

Felix Schwen­zel hat sich Gedanken gemacht, dass Blog­ger doch ihre Wer­be­links in Artikeln deut­lich ken­ntlich machen sollen. Ich meinte in diesem Zusammenhang:

Ich finde die Angele­gen­heit dur­chaus philosophisch, ger­ade nach der Berichter­stat­tung über Ama­zon in der Ver­gan­gen­heit. Man kann aus moralis­chen Grün­den Ama­zon gar nicht ver­linken und auf den kleinen Buch­laden um die Ecke ver­weisen. Man kann eben­so sagen, na zumin­d­est sollen meine Leser, wenn sie schon bei Ama­zon kaufen, über meinen Link dahin kom­men — das wäre dann nicht moralisch, son­dern bloß wirtschaftlich. Scheint mir aber okay zu sein. Sollte man das kennze­ich­nen? Widerum: Schaut man sich an, was gewe­sen ist, ist das wohl bess­er. Ich habe auch Leute aus dem Fee­dRead­er geschmis­sen, weil sie Kaf­feemaschi­nen­wer­bung in Artikeln betrieben haben, um an eine Kaf­feemas­chine zu kom­men. Ich zögere etwas mit Twit­ter­ern, die Fra­gen in Tweets wer­fen, die mit Affil­i­ate-Links verknüpft sind, wobei das schlicht das­selbe ist.

Als Exper­i­ment habe ich die Buchkurzbe­sprechun­gen bei Sofaschmök­er mit der­ar­ti­gen Links aus­ges­tat­tet und gekennze­ich­net.

Scheiß doch auf das Leis­tungss­chutzrecht: Der Axel-Springer-Ver­lag arbeit­et jet­zt mit Google zusam­men. Vielle­icht denken usnere Fre­unde von der CDU mal einen Min­i­mo­ment darüber nach.

Des Flusskieses Grafik­er­alp­träume.

Ulrich Horn schreibt darüber, dass der SPD die Lokalpoli­tik zur Archilles­ferse gewor­den ist.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Ab welch­er Inten­sität machen Affil­i­ate-Links einen Blog­a­r­tikel unglaub­würdig? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Katha­ri­na Batz darüber, wieso man seinen Führerschein bess­er nicht mit sich führt — dann kann er auch nicht einge­sackt wer­den. Allerd­ings wird man bei ein­er Kon­trolle dann wahrschein­lich zu Fuß weit­er müssen.

Christoph Süß macht ger­ade bezüglich der Kan­z­lerin­nen­handyaf­färe genau das Richtige, und zwar die Aus­sagen der CDU-Poli­tik­er aus dem ver­gan­genen Som­mer aneinenanderschrauben:

Und während ich mir die Frage stelle: Ist jet­zt noch nicht mal so ein Totalver­sagen für die Kan­z­lerin Image schädi­gend? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Dat­en von Mil­lio­nen von Deutschen wer­den durch die Amis abge­saugt, aber das ist ja nur ein Prob­lem von Anwen­dern und amerikanis­chen Fir­men, meint CDU-Mißfelder, das ganze The­ma been­det, meint Pofal­la. Aber kaum geht’s um ihr eigenes Handy, ken­nt Angela Merkel auf ein­mal Datenschutz.

Thomas Knüw­er hält fest, wie diverse Medi­en, darunter auch heute.de, die Süd­de­tusche Zeitung und der Tagesspiegel, auf den erfun­de­nen Trend Phub­bing rein­fie­len.

Flusskiesels Blogroll ist da, unbe­d­ingt mal drüberschauen.

Peter Glaser stellt ein Zitat Chuck Palah­niuks heraus:

“Big Broth­er isn’t watch­ing. He’s singing and danc­ing… He’s mak­ing sure you’re always distracted.”

– Chuck Palahniuk

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Merkel eigentlich unter Erich nicht abge­hört wor­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Ja, sie hätte gewarnt sein sollen, als Merkel ihr ihr voll­stes Ver­trauen aus­ge­sprochen hat. Jet­zt ist es also doch noch passiert: Die FDP ist aus dem Bun­destag geflo­gen, dafür währe beina­he die Ein-The­men-Partei AfD ins Par­la­ment einge­zo­gen. Ein wenig Span­nung saß dem­nach wohl im gestri­gen Wahlabend. Schon liest man bei der Springer-Presse die ersten Artikel, wieso man die FDP unbe­d­ingt braucht und beim ZDF ent­blödet sich der Ter­ror Teveßen nicht, unbe­d­ingt schwarz-grün zu fordern — weil Klein­part­ner der CDU ja immer so erfol­gre­ich aus den Koali­tio­nen raus­ge­hen. Als ob die Medi­en nicht die Ein-The­men-Partei groß gemacht hät­ten und sich vielle­icht bess­er mal in Zurück­hal­tung üben soll­ten, was poli­tis­che Empfehlun­gen angeht.

Ste­fan Nigge­meier fordert eine Diskus­sion über die 5‑Prozent-Hürde.

Markus Beckedahl sieht im Wahlergeb­nis einen schwarzen Tag für Deutsch­lands Net­zpoli­tik.

Und während ich mir die Frage stelle: Würde der Fall der 5‑Prozent-Hürde das spon­tane Hochkom­men unberechen­bar­er Parteien im Zaum hal­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Die Bun­desregierung oder genauer das CDU geführte Bun­desin­nen­min­is­teri­um hat den Bun­destag bel­o­gen — und ver­sucht, das nachträglich in der eigentlichen Stel­lung­nahme rauszup­fuschen. Es geht um eine Sicher­heit­slücke bei Reglung­stech­niken von Heizkraftwerken, Brauereien und Gefäng­nis­duschen, die mit­nicht­en zur Zeit der Stel­lung­nahme behoben war.

Eben­so nicht ganz stimmte die Antwort des CDU geführten, nieder­säch­sis­chen Lan­desin­nen­min­is­teri­ums auf die Anfrage der Jour­nal­istin Andrea Röp­ke, ob sie vom Ver­fas­sungss­chutz überwacht werde. Das Innen­min­is­teri­um unter Leitung von Uwe Schüne­mann hat­te geant­wortet, es gäbe keine Akte über sie. Da hat dann die neue Präsi­dentin des nieder­säch­sis­chen Ver­fas­sungss­chutzes die Jour­nal­istin noch mal angerufen, man habe da doch was. Und was meint Schünemann?

Ich finde es aber bemerkenswert, dass die jet­zige Ver­fas­sungss­chutzspitze von den möglichen Ver­stößen offen­sichtlich schon län­gere Zeit wusste und es aus­gerech­net in dieser Woche der Öffentlichkeit präsentiert.

Ver­let­zun­gen der Presse­frei­heit als Wahlkampfge­plänkel. Nee, is klar.

Für Ulrich Horn gibt es schon einen Wahlver­lier­er: Den gemiede­nen Sig­mar Gabriel.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum fahren die immer das Bun­desin­nen­min­is­teri­um so groteskt gegen die Wand? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Frank Rieger plädiert in der FAZ dafür, die Geheim­di­en­ste aufzulösen, wenn sie sich nicht kon­trol­lieren lassen.

Beim Spiegel wun­dert man sich, dass die Bun­desregierung 972 Mio. Euro für Berater aus­gegeben hat.

Auch das wirbt nicht unbe­d­ingt für’s Wählen-gehen: NDR kassiert Bericht über SPD-Poli­tik­er auf Geheiß von CDU-Poli­tik­er.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Fordert der gemeine Amerikan­er eigentlich Ähn­lich­es von der Poli­tik? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee Ach so, die NSA und der GCHQ überwachen uns gar nicht. Meint zumin­d­est Ronald Pofal­la. Wozu dann ein No-Spy-Abkom­men mit den USA? Kein Kom­men­tar. Muss man halt alles glauben und nicht hinterfragen.

Vielle­icht empfliehlt Michael Spreng auch hier, was er zu Horst See­hofer emp­fiehlt: Ein­fach nicht mehr hinhören.

Dave Win­er meint unterm Strich, solche Nebelk­erzen seien nur der Ver­such, den größten Skan­dal seit Water­gate zu vertuschen.

Und wäh­rend ich mir die Frage stel­le: Würde die CDU wohl radikal in ihrer Ansicht über Daten­sicher­heit umschwenken, wenn sie in der Oppo­si­tion lan­det? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Was der Kernkritikpunkt an Norbert Lammerts Dissertation ist

Es war abzuse­hen, dass auch bei den Pla­giatsvor­wür­fen gegen die Dok­torar­beit von Bun­destagspräsi­dent Nor­bert Lam­mert irgend­wann Nebelk­erzen gewor­den wer­den. Es ist beze­ich­nend, dass sich der sich selb­st Qual­ität­sjour­nal­is­mus dafür hergibt.

Das Schwierige an der Vertei­di­gung der Pro­mo­tion gegen die Vor­würfe sind diese selb­st. Wie laut­en sie? Im Kern: Lam­mert gibt fremde Rezep­tion­sleis­tun­gen, d.h. die Wieder­gaben gele­sen­er Lit­er­atur, als eigene aus. Kann das nachgewiesen wer­den, sehe ich nicht, wie eine der­ar­tige Promi­tion gehal­ten wer­den kann.

Nun hat Nor­bert Lam­mert gemäß den Vor­wür­fen keine wortwörtlichen Pla­giate began­gen [Kor­rek­tur, 14.00 Uhr: Auch das wird ihm vorge­wor­den, s. S. 100 der Dis­ser­ta­tion]. Auch das Auf­tauchen nahezu iden­tis­ch­er Ver­weise allein ist kein Pla­giat. Die Vor­würfe konzen­tri­eren sich aber spezieller darauf, dass an vie­len Stellen mit anderen Arbeit­en inhalts­gle­iche Analy­sen angestellt wer­den, bei denen inhalts­gle­iche und fehler­gle­iche Fußnoten nahele­gen, dass die dor­ti­gen Angaben und Analy­sen ungeprüft und ohne wis­senschaftliche Eigen­leis­tung über­nom­men wurden. 

Es geht nicht um in den 70er Jahren unter­schiedliche Zitiergepflo­gen­heit­en oder unzure­ichende Einzel­fußnotenkennze­ich­nun­gen, wie die ZEIT seinen Lesern weiß­machen will.

Auch bei der FAZ klingt der Nebelk­erzenar­tikel zu Lam­mert merkwürdig:

Wenig spricht dafür, dass es sich bei Lam­merts Dok­torar­beit um Pla­giate handelt.

Es reicht ja, wenn irgen­det­was stich­haltig dafür spricht. Aber es wird noch skuriler:

Wenn es nach dem derzeit­i­gen Ken­nt­nis­stand einen kri­tis­chen Ein­wand gegen diese Dis­ser­ta­tion vorzubrin­gen gäbe, dann wäre es die Fall­studie am eige­nen CDU-Kreisver­band, über dessen Entschei­dung­sprozesse der Autor nicht nur mehr wusste als andere, son­dern an dessen Entschei­dun­gen er auch selb­st beteiligt war. 

Und was ist mit dem Kern­vor­wurf, den die Autorin des Artikels nicht ein­mal the­ma­tisiert? Ist der über­haupt zur Ken­nt­nis genom­men worden?

Den Vogel schießt allerd­ings Dagob­ert Ernst bei der WAZ ab, der den Lam­mert-Kri­tik­er ein­fach mal mit dem NSA-Skan­dal gle­ich­set­zt, und so einen Täter­tausch herbeizaubert:

Auch Pla­giate-Jagd kann zu ein­er Form der Bespitzelung wer­den. Nur dass “Big Broth­er” hier in jedem steckt, der dabei mitmischt.

Bedenkenswert, auch wenn der Zusam­men­hang zur Diskus­sion um Nor­bert Lam­merts Dis­ser­ta­tion nicht klar ist, ist, was Joachim Huber schreibt:

irgend­wann hat es der Dok­toren­stand geschafft, den Nicht- Dok­toren einzure­den, dass der Herr Dok­tor und die Frau Dok­torin etwas Besseres sind. Feingeis­ter, Feinzün­gler, feine Men­schen halt. Poli­tik­er und Dok­tor, diese Kom­bi­na­tion galt bald als unschlag­bar. Deswe­gen diese tiefe Sehn­sucht in den Rei­hen der Kon­ser­v­a­tiv­en und der Lib­eralen nach dem „Dr.“ auf dem Wahlplakat.

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Lesezeichen vom 21. Juni 2013

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Lesezeichen vom 8. Juni 2013

  • Euro Hawk — De Maiz­ière ver­strickt sich in Wider­sprüche — Süddeutsche.de — dem CDU-Poli­tik­er gelingt es nicht zu erk­lären, wann er über das Drohnen-Debakel informiert wurde.
  • Inter­net-Law » Prism ist kein orig­inär amerikanis­ches Phänomen — Wer weiß, was bere­its deutsche Geheim­di­en­ste nach dem Geset­zes zur Beschränkung des Brief‑, Post- und Fer­n­meldege­heimniss­es (G 10) dür­fen und was sie tat­säch­lich prak­tizieren, dem muss klar sein, dass Geheim­di­en­ste weltweit die Tele­fon- und Inter­netkom­mu­nika­tion mas­siv und großflächig überwachen und aufze­ich­nen. In den USA möglicher­weise umfassender und inten­siv­er als in Europa.
  • Trauer­ar­beit: Stolper­stein­ver­legung – Pren­zlauer Berg Nachricht­en — Sigrun Marks weint inzwis­chen nicht mehr. Über den schimpfend­en Pas­san­ten sagt sie, dass „sowas eben passiert”. Wichtig sei, „dass es die Ange­höri­gen nicht mit­bekom­men”. Eine halbe Stunde dauerte die Trauer­feier. Miri­am Rosen wirkt jet­zt wieder gefasst, fröh­lich wie zuvor. Sie wen­det sich an die Umste­hen­den. „Danke”, sagt sie. „Danke für alles.”
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