CDU-Minister Franz-Josef Laumann

Ich dach­te ja erst, bei Franz-Josef Lau­mann wür­de es sich um einen ein­fa­chen Pat­zer der Ruhr­ba­ro­ne han­deln. Aber das scheint öfters zu pas­sie­ren. Die Her­for­der Aus­ga­be der Neu­en West­fä­li­schen kennt den Minis­ter die­ses Namens auch. Und raten sie mal was… Selbst im Arbeits­mi­nis­te­ri­um von Nord­rhein-West­fa­len ist der Name geläu­fig.

NRW sucht den Ministerpräsidenten

Beim Spie­gel spielt man mal CDU-intern die Minis­ter­prä­si­den­ten­su­che durch. Zwar gibt es auch SPD-Stim­men, die in einer gro­ßen Koali­ti­on einen SPD-Minis­ter­prä­si­den­ten trotz gerin­ge­rer Stim­men ver­gli­chen mit der CDU haben wol­len, aber die gab es auch in Hes­sen.

Genannt wer­den als Kan­di­da­ten Jür­gen Rütt­gers (bei Neu­wah­len), Armin Laschet, Andre­as Kraut­scheid und Karl-Josef Lau­mann.

Nun hat Kraut­scheid sicher­lich MP-Ambi­tio­nen, hin­ter­ließ aber als Gene­ral­se­kre­tär im Land­tags­wahl­kampf oft­mals einen eher arro­gan­ten Ein­druck. Die Feu­er im Wahl­kampf hat er nicht aus­tre­ten kön­nen, was viel­leicht etwas viel ver­langt gewe­sen wäre. Immer­hin könn­te man in der Par­tei dank­bar sein, dass er über­haupt den Pos­ten vom unglück­lich agie­ren­den Hen­drik Wüst über­nom­men hat. Aber all­zu weit wird die Dank­bar­keit wohl nicht gehen.

Blei­ben daher Laschet und Lau­mann. Bei­de hät­ten es als MP einer gro­ßen Koali­ti­on leich­ter als Kraut­scheid, bei­de gel­ten als eher links. Laschet wird der bes­se­re Auf­tritt nach­ge­sagt, er gilt par­tei­in­tern aller­dings auch als Poser. Lau­mann hat in sei­ner bis­he­ri­gen Poli­tik­kar­rie­re immer zu tak­tie­ren ver­stan­den, stand kei­nem Skan­dal nahe und tritt für christ­li­che Wer­te ein.

Inter­es­sant wür­de es daher wer­den, wenn (und wann) Lau­mann sei­nen Hut in den Ring wirft.

Wahltag der Abrechnung

Heu­te wird es sich zei­gen, ob die Maul­wür­fe in der NRW-CDU ihr Ziel erreicht haben, ihrer par­tei­in­ter­nen Füh­rung einen Denk­zet­tel zu ver­pas­sen. In Umfra­gen ist die CDU kon­stant gefal­len, von anfangs 41% auf 37%. Zusam­men mit einer kon­tur­lo­sen NRW-FDP wird das den Umfra­gen zufol­ge nicht rei­chen für eine Wei­ter­füh­rung der Koali­ti­on. Aber las­sen wir uns über­ra­schen.

Mit dem heu­ti­gen Tag geht aber vor­erst der Kom­bi-Wahl­kampf von Bun­des- und Land­tags­wahl zuen­de, der einen fri­schen Wind mit sich gebracht hat: Über das Inter­net wur­den mas­siv Infor­ma­tio­nen gehan­delt, von denen die Par­tei­en allent­hal­ben über­rascht wur­den.

Das Wir in NRW Blog hat es geschaft, Poli­ti­ker aus der zwei­ten Rei­he der CDU ins Ram­pen­licht zu zer­ren und Eitel­kei­ten und Schmu zu the­ma­ti­sie­ren, so wie in der Tat es Tages­zei­tun­gen nicht ver­mocht haben. Hen­drik Wüst durf­te des­we­gen sei­nen Hut als Gene­ral­se­kre­tär neh­men, ande­re wie Land­tags­prä­si­den­tin van Din­ther oder Boris Ber­ger haben ful­mi­nant an Anse­hen ver­lo­ren.

In wel­cher Rol­le auch immer die NRW-CDU aus die­ser Wahl her­aus­tritt, sie wird intern umkrem­peln müs­sen. Sie wird sich kaum ein zwei­tes Mal erlau­ben kön­nen, der­art vor­ge­führt zu wer­den wie in die­sem Wahl­kampf.

Das Wir in NRW Blog resü­miert den Land­tags­wahl­kampf, aber auch mög­li­cher­wei­se die eige­ne Bedeu­tung abschlie­ßend, dass sich bei ihnen 730.000 Leser infor­miert hät­ten. Das klingt zunächst impo­sant, soll­te aber run­ter­ge­rech­net wer­den: Die Zahl bezieht sich auf 5 Mona­te, was täg­lich 4866 IP-Adres­sen sind, die die Sei­te ange­steu­ert haben. IP-Adres­sen sind kei­ne Leser, nicht mal unbe­dingt Men­schen, sprich: Das kön­nen auch Com­pu­ter sein, wie Such­ma­schi­nen. Und da Com­pu­ter meist täg­lich neue IP-Adres­sen bekom­men, ist die Hoch­rech­nung die­ser Zahl zu 730.000 Lesern gänz­lich in Zwei­fel zu zie­hen. Und dann soll­te man viel­leicht auch noch die Leser her­aus­neh­men, die nur aus beruf­li­chem oder par­tei­stra­te­gi­schem Inter­es­se die Sei­te auf­ru­fen. So impo­sant ist eine sol­che Zahl dann nicht mehr.

Aber Zei­tun­gen haben dies auf­ge­grif­fen und so ent­stand eine netz­werk­ar­ti­ge Ver­bin­dung von Blogs und tra­di­tio­nel­len Medi­en, die durch­aus vie­le Wäh­ler erreicht hat. Die­ses Netz­werk lässt sich nur nicht anschau­lich in Zah­len aus­drü­cken, allein dadurch schon, dass die tra­di­tio­nel­len Medi­en oft immer noch die eigent­li­chen Quel­len ihrer Nach­rich­ten ver­heim­li­chen.

Wenn die NRW-CDU meint, die­ses Blog sei eine rei­ne SPD-Kam­pa­gne und es gäbe nur einen Maul­wurf, offen­bart sie nur, dass sie noch weni­ger vom Inter­net ver­steht, als man gedacht hat. Für alle Par­tei­en gilt, dass sie im Inter­net so recht kei­nen Draht zum Groß­teil der Nut­zer fin­den. Oder ken­nen Sie jeman­den, der je vom Restau­rant Kraft­voll gehört hat?

In gewis­ser Hin­sicht hat man bei der NRW-CDU recht, wenn man meint, das Inter­net sei nicht wahl­ent­schei­dend: Kei­ne Par­tei hat es ver­mocht, über das Inter­net Wäh­ler zu bewe­gen. Aber das ist den Par­tei­en anzu­las­ten, nicht dem Inter­net. Denn dort wer­den aktu­el­le poli­ti­sche Infor­ma­tio­nen inzwi­schen durch­aus wie war­me Sem­meln gehan­delt. So gelang­te der Deut­sche Heb­am­men­ver­band in der ver­gan­ge­nen Woche mit sei­ner E‑Petition inner­halb von nicht ein­mal 3 Tagen an 50.000 Unter­stüt­zer. Sowas wäre frü­her in die­ser kur­zen Zeit und über­haupt undenk­bar gewe­sen.

Und noch ein Twitterroman

Die Idee, Twit­ter als Schreib­for­mat für einen Roman zu ver­wen­den ist nicht neu. In den Nie­der­lan­den ist ein der­ar­ti­ges Pro­jekt schon seit län­ge­rem im Gan­ge: Unter @tweetroman wer­den durch exter­ne Twit­te­rer immer mal wie­der ein­zel­ne Sät­ze für eine kom­men­de, gan­ze Geschich­te bei­gesteu­ert. Das wird aller­dings nicht unter der Auf­sicht von irgend­wem, son­dern von Roe­l­and Giphart erstellt, und das ist nicht irgend­wer in der nie­der­län­di­schen Lite­ra­tur­sze­ne. Der Film Phi­l­ei­ne zegt sor­ry, der nach sei­nem Buch gedreht wur­de, gehört für micht zum Auf­re­gends­ten und Komischs­ten, was das nie­der­län­dischs­te Kino in die­sem Jehr­zehnt gebo­ten hat:

Er ist übri­gens der Typ mit dem Buch in der Hand, und meint, dass der Film ein­fach bes­ser als das Buch sei. Nun ja ;-). Sein Twit­ter-Roman-Pro­jekt ist also in nie­der­län­di­scher Spra­che gehal­ten und man kann es unter tweetroman.nl nach­le­sen.
In Deutsch­land ver­such­te sich auch eine Schrei­be­rin mit einem über Twit­ter nach­hal­tig bewor­be­nen Blog, einen gestü­ckel­ten Roman zu erstel­len. Das wur­de gar auf irgend­ei­ner Kon­fe­renz vor­ge­stellt, die mir aber gera­de ent­fal­len ist. Aller­dings ist das Pro­jekt wohl begra­ben wor­den.
Jetzt also das nächs­te Pro­jekt: Unter @fluegelschlag wird stünd­lich ein Satz eines noch zu ver­öf­fent­li­chen­den Romans in die Welt get­wit­tert und der Schrei­ber schon als Pio­nier der Twit­te­ra­tur gefei­ert. Her­aus kommt dann sowas:

Und wer sowas mag, der soll­te unbe­dingt wei­ter­le­sen ;-).

NRW-CDU kurz vor der Wahl weiter in Erklärungsnöten

Vor kur­zem noch hat­te der neue NRW-CDU-Gene­ral­se­kre­tär laut­hals behaup­tet, der Wir-in-NRW-Blog sei eine rei­ne SPD-Schmutz-Kam­pa­gne. Nun wird man wohl einem Blog, der kri­tik­frei Sig­mar Gabri­el, Bär­bel Höhn und Syl­via Löhr­mann bei sich blog­gen lässt, eine gewis­se Rot-grün-Schwä­che unter­stel­len dür­fen.

Aller­dings gesteht Kraut­scheid heu­te beim Spie­gel ein, dass der Wir-in-NRW-Blog eben inhalt­lich nicht unrecht hat. Über die Spen­den­af­fäh­re rund um eine offen­sicht­lich täu­schen­de “unab­hän­gi­ge Wäh­ler­initia­ti­ve” hat­te der Wir-in-NRW-blog am 18.04. berich­tet.

Heu­te schreibt hier­zu der Spie­gel:

Wie CDU-Gene­ral­se­kre­tär Andre­as Kraut­scheid nun bestä­tig­te, war die Par­tei schon in einer frü­hen Wahl­kampf­pha­se in die Plä­ne zur Grün­dung der Initia­ti­ve ein­ge­schal­tet. Nach SPIE­GEL-Infor­ma­tio­nen hat­te die Initia­ti­ve nach der erfolg­rei­chen Land­tags­wahl sogar noch ihre Akten samt Rech­nungs­un­ter­la­gen in der Par­tei­zen­tra­le abge­lie­fert. Daher prüft nun die Bun­des­tags­ver­wal­tung, ob die Ver­bin­dung zwi­schen Par­tei und Initia­ti­ve so eng war, dass die Ein­nah­men der Grup­pe als Gel­der der Uni­on zu wer­ten sind und im Rechen­schafts­be­richt für das Jahr 2005 hät­ten auf­tau­chen müs­sen. Davon gehen mitt­ler­wei­le selbst enge Rütt­gers-Bera­ter aus, die nun ein Straf­geld wegen ver­deck­ter Par­tei­en­fi­nan­zie­rung erwar­ten.

Kraut­scheid begrün­de­te den Ver­trag zwi­schen Par­tei und Agen­tur damit, dass die Rütt­gers-Unter­stüt­zer ihr gesam­mel­tes Geld “kom­plett für Zei­tungs­an­zei­gen und ande­re Aktio­nen, nicht für die Orga­ni­sa­ti­on der Kam­pa­gne” hät­ten ver­wen­den wol­len.

Das ist wohl das Äußers­te, was man sagen darf, wenn man der eige­nen Par­tei nicht zusätz­lich scha­den möch­te.

Es bleibt dabei, dass die Füh­rung der NRW-CDU die Skan­da­le rund um die Par­tei nicht ein­gren­zen kann, und das geht vor allem auf Kos­ten derer, die sich ehren­amt­lich für die­se Par­tei enga­gie­ren. Von daher wäre ein gro­ßer Umbruch in die­ser Par­tei wohl nicht das Schlech­tes­te.

Soll­te Rot-Grün die Wahl gewin­nen, ist sowas sowie­so zu erwar­ten, span­nend wird es in der CDU bei einer gro­ßen Koali­ti­on. Ange­sichts der anhal­ten­den Skan­da­le unter der Ver­ant­wor­tung von Jür­gen Rütt­gers ist eine der­ar­ti­ge Kon­stel­la­ti­on unter ihm als Minis­ter­prä­si­den­ten zumin­dest frag­lich. Span­nend bleibt’s.

Was ich noch sagen wollte zur… Demontage des Toleranz-Begriffes der CDU


Ich habe mei­nen Text zu Aygül Özkan ges­tern mor­gen damit begon­nen, dass ich mein­te, dass es mit ihr in der CDU noch sehr hei­ter wer­den könn­te. Ich hat­te gar nicht erwar­tet, dass sich genau die­se Erwar­tung im Lau­fe des Tages noch der­art bestä­ti­gen soll­te. Aber zwi­schen Auf­klä­rung und christ­li­cher Tra­di­ti­on, zwi­schen ratio­na­len Argu­men­ten und Starr­sin­nig­keit zer­mürbt sich da die christ­li­che Volks­par­tei.
David McAl­lis­ter hat fol­gen­den Blöd­sinn zu Pro­to­koll gege­ben:

Minis­ter­prä­si­dent Chris­ti­an Wulff, die desi­gnier­te Sozi­al­mi­nis­te­rin Aygül Özkan und ich haben deut­lich gemacht, dass das Nie­der­säch­si­sche Schul­ge­setz nicht geän­dert wird und Kreu­ze an nie­der­säch­si­schen Schu­len erwünscht sind. Das Kreuz ist aus Sicht der CDU ein Sym­bol der Tole­ranz auch gegen­über ande­ren Reli­gio­nen. Die über das Wochen­en­de ent­stan­de­nen Irri­ta­tio­nen und Miss­ver­ständ­nis­se sind damit aus­ge­räumt.

Da hat aber jemand ordent­lich Muf­fen­sausen vor einer Wäh­ler­ab­schre­ckung. Anders ist die­ser Unfug, nach dem eine Mus­li­min ein­ge­se­hen hat, dass sie sich christ­li­che Kreu­ze an nie­der­säch­si­schen Schu­len erwün­sche, nicht zu ver­ste­hen. Soweit muss­te sie wohl vor­sichts­hal­ber zurück­ru­dern, um für die­se Par­tei Minis­te­rin wer­den zu kön­nen.
Aber die­ser Aus­druck von Into­le­ranz, gege­ben dadurch, dass man die desi­gnier­te mus­li­mi­sche Minis­te­rin in kür­zes­ter Zeit von einer Hal­tung, die durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt und ver­nünf­ti­ges, auf­ge­klär­tes Nach­den­ken gestützt ist, zur Behaup­tung des Gegen­teils bewegt, wird gott­sei­dank gleich im nächs­ten Satz per­si­fliert:
Das — wider­um — durch Into­le­ranz gegen­über ande­ren Reli­gio­nen sei­nen Platz in staat­li­chen Gebäu­den zuge­wie­se­ne Sym­bol sei für sich genom­men ein Sym­bol der Tole­ranz gegen­über ande­ren Reli­gio­nen. SCHNÖFF — TÄ TÄÄÄÄÄÄÄÄÄ!

Was ich noch sagen wollte zu… Aygül Özkan

Das kann ja noch sehr hei­ter wer­den mit Aygül Özkan: Zunächst erklärt sie ihre Zuge­hö­rig­keit als Mus­li­min zur CDU damit, dass sie über­ein­stimmt mit den Wer­ten, für die CDU steht. Das ist ja CDU-intern für sich schon ein Ham­mer: Jemand, der sich über sei­ne Den­k­ergeb­nis­se defi­niert, nicht über sei­nen Glau­ben. Und das als Mus­li­min. Dabei reprä­sen­tiert sie nur die vie­len, für die das C in CDU den­sel­ben Anspruch ent­hält wie das S in SPD: Die Ori­en­tie­rung an einem anstän­di­gen Mit­ein­an­der. Ob man das nun Nächs­ten­lie­be oder Soli­da­ri­tät nennt, das küm­mert die Wenigs­ten.
Aber damit noch nicht genug: Sie for­dert, dass sowohl Kopf­tü­cher als auch Kru­zi­fi­xe aus den Klas­sen­zim­mern ver­schwin­den. Deu­bel noch­mal! Ja, war­um soll­te es auch dem katho­li­schen Fun­da­men­ta­lis­mus anders erge­hen als dem isla­mi­schen?
Ich habe in mei­nem Bekann­ten­kreis auch Leu­te, die ich für offen hielt, die aber mit Sät­zen kamen wie: Das wird hier noch ganz anders, wenn die Mus­li­me über­all ihre Moscheen hoch­zie­hen und die­se Glau­bens­rich­tung an Gewicht zunimmt. Da steck­te eine laten­te Angst, eine ban­ge Vor­sicht drin. Als ob bei den Mus­li­ma eine auf­ge­klär­te Ori­en­tie­rung an so ein C oder S oder wie immer man es inter­pre­tie­ren möch­te, kom­plett undek­bar wäre.
Man sieht der­ar­ti­ge Hal­tun­gen auch ger­ne mal jour­na­lis­tisch auf­be­rei­tet in Über­schrif­ten wie heu­te bei der FAZ: Kann Aygül Özkan Minis­te­rin? Das soll wohl an die Lai­en-Cas­ting­show beim ZDF erin­nern und rückt Özkan in die Rol­le der maxi­mal talen­tier­ten Hob­by­po­li­ti­ke­rin. Dane­ben fin­det man bei der FAZ dann so böse Gedan­ken wie fol­gen­den:

Dass Aygül Özkan einen eben­falls tür­kisch­stäm­mi­gen Ehe­mann hat, einen Arzt aus Eppen­dorf, mag den einen zei­gen, wie sehr sie trotz allem „im Migra­ti­ons­hin­ter­grund“ ver­haf­tet geblie­ben ist. Den ande­ren ist genau das ver­mut­lich ein beson­de­rer kul­tu­rel­ler Gewinn der Inte­gra­ti­on.

Die Idee, dass jeman­dem der­ar­ti­ge Gedan­ken gar nicht kom­men, ist der FAZ offen­sicht­lich fremd. Das resprekt­lo­se Rum­spe­ku­lie­ren über Pri­vat­an­ge­le­gen­hei­ten hat offen­bar sei­nen siche­ren Platz in der FAZ.
Aber dar­um geht es mir nicht: Mit bei­den Gedan­ken­gän­gen reprä­sen­tiert Özkan den Typus des auf­ge­klär­ten Den­kers von heu­te. Wenn sie vor der eige­nen Par­tei nicht ein­knickt oder sich ihre Hal­tung als Oppor­tu­nis­mus ent­puppt, kann die Frau Gold wert sein. Das merkt man allei­ne schon an den Leu­ten, die sich so schnell gegen sie posi­tio­nie­ren:

Der CSU-Poli­ti­ker Herr­mann sag­te der “Rhei­ni­schen Post”, Deutsch­land sei von der christ­li­chen Tra­di­ti­on geprägt. Das sol­le auch der jun­gen Gene­ra­ti­on in den Schul­klas­sen ver­mit­telt wer­den. Der frü­he­re baye­ri­sche Wis­sen­schafts­mi­nis­ter Tho­mas Gop­pel (CSU) ver­wies die Deutsch-Tür­kin Özkan auf das Grund­ge­setz. Die­ses sei nach der NS-Zeit mit aus­drück­li­cher Rück­be­sin­nung auf das christ­li­che Men­schen­bild ver­ab­schie­det wor­den, sag­te Gop­pel, Vor­sit­zen­der des Geprächs­krei­ses der “Christ­So­zia­len Katho­li­ken”.
Staats­mi­nis­te­rin Böh­mer sag­te am Mon­tag im Deutsch­land­funk, Deutsch­land ste­he in einer Jahr­hun­der­te alten christ­li­chen Tra­di­ti­on: “Kreu­ze in den Schu­len sind Aus­druck unse­rer Tra­di­ti­on und unse­res Wer­te­ver­ständ­nis­ses.” Die For­de­rung Özkans sieht Böh­mer jedoch nicht als Hin­der­nis für die CDU-Poli­ti­ke­rin, das Minis­ter­amt anzu­tre­ten. “Natür­lich sol­len Migran­ten alle Mög­lich­kei­ten in unse­rem Land haben”, beton­te Böh­mer.

Wie schön, dass man gleich einen Kri­ti­ker mit Begrif­fen wie Migrant deckelt. Aber die­se An-unse­re-Wer­te-Erin­ne­rer soll­ten sich ihrer­seits auch immer wie­der klar machen, dass die vor­ran­gi­ge Stel­lung, die das Chris­ten­tum heu­te in Deutsch­lands Bil­dungs­sys­tem genießt mehr mit Hit­ler als mit den Vätern des Grund­ge­set­zes zu tun hat. Und abge­se­hen davon: Das Kreuz ist mit­nich­ten Aus­druck “unse­res” Wer­te­ver­ständ­nis­ses.
Ihr Chef Chris­ti­an Wulff hat da wohl auch so sei­ne Pro­ble­me mit einer nicht dem Chris­ten­tum sich ver­pflich­tet füh­len­den Poli­ti­ke­rin:

In Nie­der­sach­sen wer­den christ­li­che Sym­bo­le, ins­be­son­de­re Kreu­ze in den Schu­len, sei­tens der Lan­des­re­gie­rung im Sin­ne einer tole­ran­ten Erzie­hung auf Grund­la­ge christ­li­cher Wer­te begrüßt.

Und Reli­gi­ons­frei­heit darf es da eben nur bei Schü­le­rin­nen und Zim­mer­wän­den geben:

Aus Grün­den der Reli­gi­ons­frei­heit wür­den auch Kopf­tü­cher bei Schü­le­rin­nen tole­riert — nicht aber bei Lehr­kräf­ten, was Özkan auch gemeint habe. „Frau Özkan hat ihre per­sön­li­che Mei­nung zur welt­an­schau­li­chen Neu­tra­li­tät geäu­ßert, aber sie stellt die nie­der­säch­si­sche Pra­xis nicht in Fra­ge.“

Zumin­dest nicht aus­drück­lich. Aber man kann so ein Abbü­geln natür­lich auch anti-auf­klä­re­risch auf­zie­hen, wie der Vor­sit­zen­de der Schü­ler-Uni­on:

Der Bun­des­vor­sit­zen­de der CDU-Nach­wuchs­or­ga­ni­sa­ti­on Schü­ler-Uni­on, Younes Oua­qas­se, for­der­te den nie­der­säch­si­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Christan Wulff (CDU) auf, auf die Ernenn­nung Özkans zur Minis­te­rin zu ver­zich­ten. “Die­se Frau hat ihre Kom­pe­ten­zen über­schrit­ten”, sag­te Oua­qas­se der “Bild-Zei­tung”. Durch Aus­sa­gen wie die von Özkan ver­lö­ren die Volks­par­tei­en CDU und CSU ihre Glaub­wür­dig­keit und damit ihren Rück­halt in der Bevöl­ke­rung.

Und so lan­ge der Rück­halt in der Bevöl­ke­rung nicht gesi­chert ist, so lan­ge muss Wahr­heit auch mal hin­ten anste­hen. Jona­than Swift hat das mal so for­mu­liert:

Tritt ein wah­res Genie in die Welt, erkennt es an den Idio­ten, die sich dage­gen ver­schwö­ren.


[ Foto: http://www.flickr.com/photos/teller/ / CC BY-NC-SA 2.0 ]

Was ich noch sagen wollte zu… eheähnlichen Gemeinschaften


Julia See­li­ger hat drü­ben bei der taz einen Text über alter­na­ti­ve Lebens­ge­mein­schaf­ten zu Ehen geschrie­ben und for­dert ade­qua­te Rech­te. Sie beginnt den Text mit der Infor­ma­ti­on, dass ihre Freund, wäh­rend sie schreibt, sich mit einer ande­ren ver­gnügt. So gese­hen kann der Text auch dahin­ge­hend ver­stan­den wer­den, dass man von sol­chen Tex­ten ver­schont bleibt, wenn man den Freund nur zur Mono­ga­mie zwingt. Jeden­falls: Wer beruf­li­ches Schrei­ben nicht vom Erzäh­len sei­ner Pri­vat­mei­nung tren­nen kann, und das auch gleich zu Beginn eines Tex­tes, der soll­te sich nicht wun­dern, wenn über Pri­va­tes dann auch kom­men­tiert wird.
Gene­rell fasst See­li­ger Ehe als Form von Lie­bes­ge­mein­schaft auf, und dazu gäbe es Alter­na­ti­ven. Daher soll­te was ver­än­dert wer­den. Nun ist die Ehe als Lie­bes­ver­bin­dung ein Gedan­ke neue­ren Datums. Das kann man auch anders auf­fas­sen. Nach Imma­nu­el Kant z.b. ist eine Ehe

die Ver­bin­dung zwei­er Per­so­nen ver­schie­de­nen Geschlechts zum lebens­wie­ri­gen wech­sel­sei­ti­gen Besitz ihrer Geschlechts­ei­gen­schaf­ten.

Gegen Schwu­le und Les­ben hat er also was. Die­se stell­ten eine wider­na­tür­li­che Geschlechts­ge­mein­schaft dar, und unter einer Geschlechts­ge­mein­schaft ver­steht Kant

wech­sel­sei­ti­gen Gebrauch, den ein Mensch von eines ande­ren Geschlechts­or­ga­nen und Ver­mö­gen macht

[Brecht hat das mal ver­gnüg­lich auf die Schip­pe genom­men.] Von Lie­be ist hier kei­ne Rede, von der Kin­der­pla­nung auch nicht, son­dern nur vom Genuß, denn jemand, der eine Ehe ein­geht, von der Geschlechts­ge­mein­schaft hat. Wer­den jetzt Kin­der in die Welt gesetzt, haben Eltern die Auf­ga­be,

sie, so viel in ihren Kräf­ten ist, mit die­sem ihrem Zustan­de [d.i. dem In-die-Welt-gesetzt-sein ] zufrie­den zu machen

weil die so gezeug­ten Per­so­nen ohne ihre Ein­wil­li­gung auf die Welt gesetzt wur­den. Hier­aus ent­steht nach Kant eine not­wen­di­ge häus­li­che Gesell­schaft, die in Rede ste­hen­den Per­so­nen bil­den eine Fami­lie.
[Kant, AA VI, 277ff.]
Inter­es­sant an der gan­zen Geschich­te ist nun, dass ja vie­le heut­zu­ta­ge an der Kan­ti­schen Sicht das Wider­na­tür­li­che, was Schwu­le und Les­ben angeht, abstrei­ten wür­den, ohne dass sie voll­kom­men vom Begriff des Wider­na­tür­li­chen las­sen wür­den. Man lässt kei­ne Kuh als Eltern­teil zu, weil das wider­na­tür­lich ist. Die Ver­bin­dung von Mann und Frau ist der ein­zig natür­li­che Weg zur Erzeu­gung eines Kin­des, bei allen ande­ren Mög­lich­kei­ten. Adop­ti­on ist eine staat­li­che Aner­ken­nung einer Lebens­ge­mein­schaft als Für­sor­ger eines Kin­des, aus der recht­li­che Ansprü­che erwach­sen.
Den Vätern des Grund­ge­set­zes war bei ihrer Idee der Fami­le der Gedan­ke der Ver­sor­gung der Frau und der Kin­der wich­tig. Den Kin­dern soll­te ein gutes Auf­wach­sen ermög­licht wer­den, auch wenn der Ehe­mann früh­zei­tig starb und so die Frau Ober­haupt der Fami­lie wur­de. Ein Wer­te­wan­del hat sicher­lich inso­fern statt­ge­fun­den, als dass damals rein recht­lich, die Ehe­frau beim Kauf einer Wurst nur ihren Ehe­mann ver­trat, da sie selbst kei­ne Ver­trä­ge ein­ge­hen durf­te.
Eine Ver­än­de­rung des Fami­li­en­be­griffs in recht­li­cher Hin­sicht hin zu einem mehr meta­pho­ri­schen Gebraucht scheint mir damit eher unsin­nig zu sein.

Was ich noch sagen wollte zum… neuen katholischen Rechtsverständnis

Vor kur­zem hat man ja bei der Katho­li­schen Kir­che raus­ge­ge­ben, dass bei Miss­brauchs­fäl­len sofort die zustän­di­gen staat­li­chen Stel­len zu infor­mie­ren sind und dass die­ses Vor­ge­hen nicht von einer inter­nen Unter­su­chung ver­scho­ben wer­den darf.

Auch in ande­ren Din­gen steht man nun neu­er­dings wohl ganz schnell auf der Mat­te der Gerich­te: Offen­bar ohne zunächst eine außer­ge­richt­li­che Eini­gung mit einem Regens­bur­ger Blog zu suchen, ist nun das Regens­bur­ger Erz­bis­tum gegen die­ses vors Land­ge­richt Ham­burg gezo­gen. Dies bringt die Blog­be­trei­ber gleich in finan­zi­el­le Bedräng­nis, so dass mög­li­cher­wei­se vor Gericht aus Kos­ten­grün­den die eige­ne Posi­ti­on nicht ver­tei­digt wer­den kann.

War­um Nicht-Ham­bur­ger ihre Kon­flik­te mit Nicht-Ham­bur­gern sehr ger­ne in Ham­burg klä­ren las­sen, dass erfährt man bei der Wiki­pe­dia. Meist wird argu­men­tiert, dass die betrof­fe­nen Medi­en, zu denen eine Kla­ge erho­ben wird, eben auch in Ham­burg kon­su­miert wer­den kön­nen. Viel­leicht haben Regens­bur­ger Hir­ten tat­säch­lich Sor­ge um Ham­bur­ger Scha­fe.

Den­noch den­ke ich, dass man mit dem Mot­to des bibel­fes­ten Hen­nes Rau, Ver­söh­nen statt spal­ten, eine ande­re Lösung hät­te ver­su­chen sol­len. Gera­de in Anbe­tracht der aktu­el­len Gesamt­la­ge. Was ist da schon ein mög­li­cher juris­ti­scher Sieg über einen bis­lang kaum gele­se­nen Blog­ein­trag?

Was ich noch sagen wollte zu… den Schwarzmalereien der F.A.Z


Bei der F.A.Z. scheint man ein bestän­di­ges Inter­es­se an Schwarz­ma­le­rei­en zu haben. Das zeig­te sich vor Tagen an die­sem Arti­kel über Lite­ra­tur und Inter­net, dann an die­sem Arti­kel über Blog­ger und in die­sel­be Ker­be wie letz­te­rer schlägt dann heu­te die­ser Arti­kel von Harald Staun.
Was ist der Grund­te­nor die­ser Arti­kel? Es gibt einen Bereich, den ein paar Leu­te für inno­va­tiv hal­ten, man iden­ti­fi­ziert dann die­se Leu­te als Irr­läu­fer und den Bereich als unter einer Käse­glo­cke sei­end.
So liest sich dann auch der Text von Staun. Die­ser endet mit den Wor­ten

Wer sol­che Uto­pien hat, der ist natür­lich wirk­lich gegen jede Kri­tik immun.

Damit bezieht sich Staun auf Sascha Pal­len­berg, den Staun so ver­stan­den haben will, als habe er gesagt, man kön­ne ganz ein­fach dadurch mit Blogs Geld ver­die­nen, dass man täg­lich 72 Stun­den arbei­tet.
Lie­ber Herr Staun: Das war ein Witz. EIN WITZ!
Es ist natür­lich anzu­neh­men, dass Staun den Witz ver­stan­den hat, auch wenn offen­bar die­se aktu­el­le Stel­lung­nah­me von Pal­len­berg völ­lig an ihm vor­bei­ge­gan­gen sein muss. An die­ser Stel­le soll­te man nur die selt­sa­me Metho­de fest­hal­ten, mit der da ein Jour­na­list ver­sucht denen, die er da als Blog­ger aus­ge­macht hat, den Hals umzu­dre­hen:
Man neh­me eine wit­zig gemein­te Bemer­kung, rei­ße sie aus dem Zusam­men­hang und mache dann an ihr fest, dass der­ar­ti­ge Per­so­nen (“Wer sol­che Uto­pien hat”, d.i. “die Blog­ger”) die nöti­ge Ernst­haf­tig­keit für eine rea­lis­ti­sche Wahr­neh­mung feh­le. Fer­tig ist die Lau­be. (Wobei Staun für die Rich­tung sei­nes Arti­kels mit Sascha Pal­len­berg aller­dings auch kein untaug­li­che­res Bei­spiel hät­te her­an­zie­hen kön­nen.)
Ein mut­wil­lig miss­ver­stan­de­ner Witz ist der Schluss­punkt des Tex­tes von Staun, man kann sich also unge­fähr vor­stel­len, wel­che inhalt­li­che Tie­fe der Text bis­lang erreicht hat. Denn es ist auch völ­lig unklar, was unter der Kri­tik gemeint ist, von der Staun im letz­ten Satz redet. Und wer ist der Kri­ti­ker?
Einen wich­ti­gen Erkennt­nis­schritt sieht Staun zumin­dest hier­in:

Mit der Hin­fäl­lig­keit der Dicho­to­mie von online und off­line erle­digt sich aber auch der Ant­ago­nis­mus zwi­schen der tech­nik­ver­lieb­ten Blogo­sphä­re und jenen, die moder­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken ein­fach nur mit einer gewis­sen Selbst­ver­ständ­lich­keit benut­zen, ohne gleich einen Lebens­ent­wurf dar­aus abzu­lei­ten. Wenn der Ein­druck nicht täuscht, haben das auch die Blog­ger so lang­sam begrif­fen.

Wer sind jetzt wohl die Blog­ger? Wer ist die tech­nik­ver­lieb­te Blogo­sphä­re, die ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken als Lebens­ent­wurf sehen? Und wer hat wohl eher ver­stan­den als die Blog­ger, die ja nur lang­sam begrei­fen?
Nein, für Staun und offen­sicht­lich auch die F.A.Z. sind Blog­ger eben nur das, was für die katho­li­sche Kir­che die Athe­is­ten sind: Geist­lo­se Wirr­köp­fe, die ein sta­bi­les Sys­tem kaputt machen.
Des­we­gen sym­pa­thi­siert Staun dann auch mit Netz­kri­ti­ker Lovink und kan­zelt Peter Kru­se ab, bevor er inhalt­lich was zu die­sem gesagt hat, und eben­so Felix Schwen­zel und Sascha Pal­len­berg. Man tei­le die Men­schen ein­fach in zwei Grup­pen ein und cha­rak­te­ri­sie­re die Grup­pen dann an Ein­zel­be­trach­tun­gen von ein paar ein­ge­ord­ne­ten Per­so­nen. So ein­fach ist das:

Im Gro­ßen und Gan­zen aber schei­nen selbst all jene, die sich lan­ge für digi­ta­le Auto­chtho­ne gehal­ten haben, für die India­ner des Inter­nets gewis­ser­ma­ßen, begrif­fen zu haben, dass sich der Zugang zum “Ach­ten Kon­ti­nent” (Peter Gla­ser) nicht so ein­fach regeln lässt wie zur “re:publica”, mit der Ver­ga­be von All-inclu­si­ve Bänd­chen also.

Ein­deu­tig zu wenig Meta­phern in die­sem Satz, wenn Sie mich fra­gen. Aber gut, jemand, der den Witz von Pal­len­berg nicht schnallt, dem traue ich auch zu, dass er jeman­den für voll nimmt, der ihm erzählt, er wol­le sein gan­zes Leben mit einem ein­zi­gen All-inclu­si­ve-Bänd­chen bestrei­ten. Offen­sicht­lich hat Staun ja sol­che Leu­te auf der re:publica getrof­fen. Wenn er denn da war.
Die F.A.Z. soll­te mal drin­gend zuse­hen, dass sie die Geis­ter mal wie­der los wird, die sie da so geru­fen hat, denn eine Ziel­grup­pe für solch schwarz­ma­len­de Jour­na­lis­mus-Durch­hal­te­pa­ro­len-Arti­kel ist mir — abge­se­hen von Jour­na­lis­ten sel­ber — ziem­lich unbe­kannt.

Aktua­li­sie­rung:

Tho­mas Knü­wer hat Sascha Pal­len­berg auf die Bemer­kung mit den 72 Stun­den ange­spro­chen, wor­auf die­ser erwi­dert:

Ich habe in mei­nem Vor­trag zur Blog-Mone­ta­ri­sie­rung pro­vo­zie­rend gesagt: “Mein Tag hat 48h und ich brau­che 72″. Das war auch ein Slide. Dann bin ich aus­fuehr­lich dar­auf ein­ge­gan­gen, dass ich zwi­schen 12 und 16h am Tag arbei­te und woll­te damit Blog­gern die Illu­si­on neh­men, dass man im Inter­net in 5 Minu­ten reich wer­den kann.

Wie sag­te Pis­pers mal so tref­fend:

Das Ein­zi­ge, was an die­sem Jour­na­lis­mus noch kri­tisch ist, ist sein Geis­tes­zu­stand.