Moin

morgenkaffee
Julia Troess­er unter­sucht beim Spiegel die Inter­ne­tak­tiv­itÀten der nor­drhein- west­fÀlis­chen Parteien in Zeit­en des dor­ti­gen Land­tagswahlkampfes und kommt zu einem eher neg­a­tiv­en Faz­it:

Ob aus Überzeu­gung oder Pflicht­ge­fĂŒhl — um einen effek­tiv­en Online-Wahlkampf zu betreiben, reicht es nicht aus, die eigene Partei auf allen erden­klichen KanĂ€len anzumelden. Die Regeln des Inter­nets mĂŒssen verin­ner­licht wer­den. Und das bedeutet, ein­mal erstellte Accounts stĂ€ndig zu pfle­gen und mit neuem Inhalt zu fĂŒllen — son­st geht die PR-Aktion schnell nach hin­ten los.
Ein Beispiel dafĂŒr ist ein Twit­ter-Account der Linkspartei, der im Novem­ber 2009 ein­gerichtet wurde und laut AnkĂŒndi­gung ĂŒber den aktuellen Wahlkampf der NRW-Linken informieren soll.
Genau diese Beschrei­bung ist dort zu lesen — son­st nichts.
67 Abon­nen­ten warten nun seit vier Monat­en auf Neuigkeit­en aus der Partei. Bis­lang verge­blich.

In der Zeitung erfahre ich, dass Tom Gaebel bei seinem Konz­ert vor dem ort­san­sÀs­si­gen Lions-Club in mein­er Heimat­stadt von seinem eige­nen Man­ag­er den Jazz Award ver­liehen bekom­men hat.
Und wÀhrend ich mir die Frage stelle: Wann hat Musik so an Anse­hen ver­loren, dass man sich inzwis­chen selb­st die Preise ver­lei­hen muss? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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SpĂŒr­bar ruhiger gewor­den ist es auf dem CDU-kri­tis­chen Wir-in-NRW-Blog. Heute befasst man sich boule­vardesk und somit eher unge­fĂ€hrlich mit den Rauch­genuss­geschicht­en des CDU-Beraters Michael Spreng.

Felix Schwen­zel nimmt aus­fĂŒhrlich einen Artikel von Frank Pat­a­long auseinan­der und meint,

wer leser beschuldigt an der mis­ere des qual­itĂ€t­sjour­nal­is­mus schuld zu sein, hat unge­fĂ€hr gar nichts ver­standen (oder mag nicht zugeben, dass er selb­st auf dem schlauch ste­ht). ich kenne auch keine lösung. aber von einem bin ich fest ĂŒberzeugt: geld ver­di­enen im inter­net geht nicht gegen die leser, son­dern nur mit ihnen. und ich bin der fes­ten ĂŒberzeu­gung, dass leser bere­it sind sich finanziell zu beteili­gen, wenn man sie ern­st­nimmt, offen, ehrlich und trans­par­ent erk­lĂ€rt fĂŒr was man geld braucht — und es ihnen leicht macht geld oder aufmerk­samkeit zu geben.

Julias Seel­iger berichtet in mehreren Blog­a­r­tikeln ĂŒber das Polit­bar­camp, wo man sich wohl sehr wichtig nahm. Herz­er­wĂ€r­mend sind dabei allerd­ings SĂ€tze wie:

Die Über­tra­gung des radikalen Indi­vid­u­al­is­mus bzw. die völ­lige Auflö­sung von Grup­pen auf Demokratie bere­it­et mir noch mehr Sor­gen.

Und wÀhrend ich mir die Frage stelle: Sind wir nicht alle ein biss­chen Weltschmerz? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Heute sind einige Leute pikiert. Die Chi­ne­sen schĂ€u­men vor Wut ĂŒber Google, weil die doch nicht kom­plett ihre Such­mas­chine fĂŒr Chi­na abschal­ten, son­dern nur ihre Zen­sur­fil­ter.

Die Tele­fon­fir­ma Prime­call ist so pikiert ĂŒber Spree­blick, dass sie aus­pro­bieren, wie gut der Streisand-Effekt bei Unternehmen wirkt.

Ste­fan Nigge­meier ist pikiert unter die Twitkrit­ter gegan­gen und meint, dass man keine Witze ĂŒber Fernse­hberĂŒhmtheit­en machen darf, wenn die in Unter­suchung­shaft sitzen, vor allem, wenn diese Witze nicht lustig sind.

Und wĂ€hrend ich mir die Frage stelle: Darf man nur dann Witze ĂŒber Per­so­n­en machen, wenn sie nicht im Knast sitzen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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So, neben­bei hab ich gestern mal wieder was rumge­spielt. Caschys Beitrag hat mich darauf gebracht, doch noch mal Google Chromi­um etwas auszutĂŒfteln und ich bin schon etwas begeis­tert, dass das Pro­gramm spĂŒr­bar schneller ist. Auch das Twit­ter-add-on Chromed Bird bietet mir die Möglichkeit, nur bes­timmte Grup­pen anzeigen zu lassen, genau das, was Echo­fon mich immer ver­mis­sen liess. beim Ober­lehrer gibt es den Hin­weis auf Man­agetwit­ter, worĂŒber man seine Fol­low­er und Nicht­fol­low­er auf Twit­ter gut bear­beit­en kann. Auch nett.
Bei den Zeitun­gen lese ich, dass Wolf­gang Wag­n­er im seel­i­gen alter von 90 ver­stor­ben ist, dass Oba­ma seine Gesund­heit­sre­form durch­bekom­men hat, was seinen VorgĂ€ngern doch per­ma­nent miss­glĂŒckt ist, und dass Friedrich KĂŒp­pers­busch Aufre­gung ĂŒber die gefak­ten Neon-Inter­views fĂŒr Kinderkram hĂ€lt, weil es im Fernse­hen eh schon script­ed real­i­ty im Dauerbeschuss gibt.
Und wÀhrend ich mir die Frage stelle: Warum ist dieser zusam­mengeschus­terte Kopierblödsinn eigentlich so en vogue? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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