Gute Nacht

Beim rus­sis­chen Anti-Coro­na-Imf­pf­stoff Sput­nik 5 läuft alles wie erwartet: Die Neben­wirkun­gen machen einen tödlichen Ein­druck und die Not­fall­hot­line hat keine Sach­in­for­ma­tio­nen und rät zum Hausarzt zu gehen.

Beim Brex­it läuft alles wie erwartet: Die Briten sind kom­plett vor der EU eingeknickt, dür­fen sich von Chi­na und den USA erk­lären lassen, dass sie keine Gewin­ner sind, und Alan Posen­er resümiert:

Angela Merkel hat zum Schluss der deutschen Rat­spräsi­dentschaft erre­icht, was sie wollte. Das Bud­get ist ver­ab­schiedet, das Coro­na-Hil­f­s­paket auch. Das Prinzip, dass die EU wie ein Staat Kred­ite am inter­na­tionalen Finanz­markt aufnehmen kann, ist etabliert. In der Zukun­ft liegen damit Möglichkeit­en, mit neu aufgelegten Förder­pro­gram­men Rechtsstaatlichkeit durch Anreize zu fördern, statt durch Strafen zu erzwin­gen. Und Großbri­tan­nien ist nicht mehr auf der Agenda.

Dafür dür­fen die Briten jet­zt ihren Dat­en beim Abflug nach Amerika­land hin­ter­her­winken. [via]

Dage­gen ist ein 340.000$-Gemälde nicht mit seinem Besitzer vom Düs­sel­dor­fer Flughafen abge­flo­gen, wurde aber später im Alt­pa­pi­er wiedergefunden.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie lange merken die Briten noch, was sie an der EU hat­ten? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Guten Morgen

Ich nutze ja Goodreads, um etwas grafis­ch­er und mit ein paar Sta­tis­tiken festzuhal­ten, was ich auf dem mobilen Tele­fon ger­ade so lese und gele­sen habe, und dass, obwohl Ama­zon den Dienst vor Jahren aufgekauft hat. Jet­zt schmeißt man dort die API-Verbindungsmöglichkeit­en zu anderen Dien­sten raus, die abe rauch immer ziem­lich störungsan­fäl­lig waren, auch die zu mein­er benutzten App Seri­al­Read­er. Was dann auch nur heisst, dass Goodreads wohl für mich Geschichte ist, weil ich vor­rangig die App nutze, nicht das kom­merzielle Archivseite. 

Dann kann man ja mal jet­zt auf einen Google-Read­er-Effekt hof­fen, so dass offene Alter­na­tiv­en entwick­elt wer­den, wobei die Lücke damals auch nicht gän­zlich geschlossen wer­den kon­nte. Readn kön­nte so eine Alter­na­tive sein, kön­nte aber auch als kom­merzielles Pro­jekt irgend­wann verglühen.

Wirk­lich schlimm ist allerd­ings, dass Ikea Klap­par nicht mehr verkauft.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man irgend­wann auch Plüschtiere druck­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Gute Nacht

Kurz reingeschaut habe ich in das eben zu Ende gegan­gene “Das lit­er­arische Quar­tett”, kon­nte dem Gelaber aber nichts abgewin­nen in der Hin­sicht, ob man jet­zt zu den vorgestell­ten Büch­ern greifen soll oder nicht und stolpere da über die so schön wie ver­nich­t­ende Kri­tik der Sendung von Marie Schmidt

für Ästhetik und Lit­er­atur inter­essiert sich in dieser Sendung eben vor allem die Mod­er­a­torin Thea Dorn nicht, die ihr Pro­gramm abstram­pelt wie eine Turn­lehrerin. […] Das “Lit­er­arische Quar­tett” ist heute keines mehr, son­dern eine Talk­show, in der mith­il­fe von Büch­ern die Men­schenähn­lichkeit von Autoren, Fig­uren und Pro­tag­o­nis­ten durchgenom­men wird.

Nicht neu, wenn ich an die ersten Sendun­gen der Wieder­au­flage denke, aber schön auf den Punkt gebracht.

Und während ich mir die Frage stelle: Ignori­ert das ZDF in dieser Sache weit­er­hin alle Sachkri­tik? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Guten Morgen

Max­im Biller hat die Ein­ladung von Lisa Eck­hart in die ZDF-Sendung Das lit­er­arische Quar­tett kri­tisiert. Mir geht es da wie so oft bei Biller: Ich sym­pa­thisiere mit ihm und teile seine Mei­n­ung dann doch kaum, wobei mich hier die ZDF-Sendung, deren Mod­er­a­torin und die heutzu­tati­gen Gäste so gar nicht inter­essieren. Der Sendungsti­tel ist mir nicht heilig, unter der Leitung von Mar­cel Reich-Ran­ic­ki war es natür­lich nicht so eine niveau­ver­fehlende Ver­anstal­tung wie heute. Den­noch sehe ich als Krö­nung sein­er Arbeit eher seine Biogra­phie samt Ver­fil­mung, wer schaut schon die alten Sendun­gen bei aller Sehenswürdigkeit? 

Es bleibt ein Prob­lem, dass das ZDF diesen Sendungsna­men der viele schöne Erin­nerun­gen mit sich führt, wiederver­wen­det, dann aber nur eine laien­le­ser­ar­tige Sendung präsen­tiert. So neu ist das auch nicht, ich erin­nere mich auch nicht an die klaren Gespräche am Anfang der Wieder­au­flage der Sendung, von denen Biller spricht, auch damals war mir die Sendung inhaltlich unein­ladend, bei aller erfrischen­den Stre­itlust Billers.

Und während ich mir die Frage stelle: Was in die ZDF-Redak­teure gefahren ist, eine Marke so gegen die Wand zu fahren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Gute Nacht

Erstaunlich ist es schon, wie unverblümt der Öster­re­ichis­che Bun­deskan­zler Sebas­t­ian Kurz seinen Frem­den­hass ins Mikro­fon posaunt, Öster­re­ich sei eigentlich coro­n­afrei, aber die Aus­län­der hät­ten das Virus wieder einge­führt.

Die britis­che Regierung bekommt derzeit ja einen Tief­schlag nach dem andern, so dass sie jet­zt meinen muss, durch den Einkauf eines Impf­stoffes aus dem Aus­land habe es sich an die Spitze der Coro­n­abekämp­fung kat­a­pul­tiert, wodurch der Brex­it sich auch schon wieder gelohnt hätte, okay, diese Behaup­tung des Gesund­heitsmin­is­ters hat die Regierung noch mal etwas entschärft. Aber sowas bei dieser Todeskurve als pos­i­tiv zu verkaufen, ist schon erbärmlich.

Kann man top­pen: Don­ald Trump hat gestern im Weißen Haus eine Wei­h­nachtspar­ty ohne Masken- und Abstand­spflicht abge­hal­ten, auf der er ankündigte 2024 wieder antreten zu wollen.

Kom­men wir damit zu den wirk­lich wichti­gen Nachricht­en des Tages: Der Fischot­ter ist das Tier des Jahres 2021.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist noch kein­er sauer wegen des Laschheit der Reak­tio­nen Maß­nah­men von Regierun­gen? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Die Top10-Tweets des Novembers

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Guten Morgen

Ich bemerke ger­ade, dass Grafiken, die fließend an einen Text ange­bun­den sind, dem Lese­fluss doch eher hin­der­lich sind. Das ist ja alles etwas, was nur durch Hand­habung erschlossen wer­den kann. Ich lasse solche Grafiken aber jet­zt erst mal raus, da ich hier auch noch andere grafis­che Ele­mente ver­wende und irgend­wann ist auch genug.

Hans Kund­nani stellt die These auf, dass der amerikanis­che Bürg­erkrieg nie wirk­lich been­det wurde.

Stephan Bier­ling hat im Gegen­satz zu mir schon den ersten Teil der Biogra­phie Barack Oba­mas gele­sen und stellt her­aus, Oba­ma empfinde Wladimir Putin als 

Chef von etwas, „das eben­so einem krim­inellen Syn­dikat ähnelte wie ein­er klas­sis­chen Regierung“. 

Und während ich mir die Frage stelle: Hat Trump sich noch nicht gemeldet, um zu jam­mern, Oba­ma haue seinen größten Bucher­folg direkt nach sein­er Abwahl raus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Gute Nacht

Das Wichtig­ste zuerst: Durch Flat­u­len­zen kann man das Coro­n­avirus auch über­tra­gen. Massen­imp­fun­gen gegen das Virus wird es erst Mitte 2021 geben.

Auch die Katholis­che Kirche geht neue Wege: Wei­h­wass­er aus dem Spender. Nicht zu ver­wech­seln mit dem Desinfektionsmittelspender.

Don­ald Trump ist auf eine Fake-Twit­ter-Seite reinge­fall­en, auf der behauptet wurde, sie gehöre sein­er Schwester.

Und während ich mir die Frage stelle: Drehen jet­zt noch mehr Leute durch, weil wir vielle­icht erst die Hälfte des Weges hin­ter uns haben? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Guten Morgen

Tele5 set­zt zu Wei­h­nacht­en erst mal ein Drit­tel der Beschäftigten vor die Tür, obwohl das Geschäft gut läuft.

Diego Maradona ist gestern gestor­ben. Jet­zt kann man sich stre­it­en, ob er den Fuß Gottes hat­te oder die Hand.

Es sind wohl so 350.000 Zugangs­dat­en zu Spo­ti­fy im Netz aufge­taucht, schein­bar durch schlecht gewählte Passwörter.

Ein Schrift­steller hat sich auf Lib­er­ary Gen­e­sis ein Buch nicht so legal run­ter­laden und jet­zt wurmt mich doch, wer dieser tolle Schrift­steller wohl sein mag. Das eigentliche The­ma ist ja so unheim­lich alt, dass man nur gäh­nen kann.

Und während ich mir die Frage stelle: Redet man bei ille­gal im Netz herum­schwirren­den Büch­ern nicht von weggeschwomme­nen Fellen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Gute Nacht

Wohin die Bewun­derung eines Lehrers dieser Tage so geht.

1000 Fox­conn-Mitar­beit­er, die Apple-Kram her­stellen, streiken ger­ade wegen nicht aus­gezahlter Löhne.

Github nimmt das YouTube-Down­load-Script wieder ins Pro­gramm.

Bei kottke.org schaut man in die Kristal­lkugel, wie viele Tote man in den USA zu erwarten habe, und stellt sich darauf ein, Tage mit 5400 Toten zu bekommen.

Und während ich mir die Frage stelle: Ob die USA bei dieser Pan­demie wohl irgen­deine Schätzung mal unter­bi­eten? fahre ich den Rech­n­er runter.

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