Simsek, Semiya und Peter Schwarz — Schmerzliche Heimat

So langsam komme ich mal mein­er Able­seliste hin­ter­her: Dieses Buch bein­hal­tet Semi­ya Şimşeks Beschrei­bung des Lebens und der Ermor­dung durch die NSU ihres Vaters, Enver Şimşek, den Fol­gen für ihre Fam­i­lie und erbärm­liche Rolle, die der deutsche Staat bei der Aufar­beitung gespielt hat und immer noch spielt.

Wir schreiben das Jahr 2017,

Emcke, Carolin — Gegen den Hass

Ich dachte erst, man müsste die Autorin eventuell gegen ihre Kri­tik­er in Schutz nehmen, aber allzu schlimm fand ich die Kri­tik dann doch nicht.

Emcke befasst sich in ihrem aktuellen Buch mit den aufkeimenden und gediehenen nation­al­is­tis­chen Posi­tio­nen in Deutsch­land und darüber hin­aus, wobei sie einen Akzent set­zen möchte für die Vertei­di­gung von Min­der­heit­en im Lichte des Pop­ulis­mus dieser Zeit.

Flasch, Kurt — Warum ich kein Christ bin

Der englis­che Philosoph Bertrand Rus­sell hat 1927 einen Vor­trag mit dem Titel Warum ich kein Christ bin gehal­ten. Darin kri­tisiert er christliche Argu­men­ta­tio­nen wie Gottes­be­weise und moralis­che Argu­mente als wider­prüch­lich und nicht kon­sis­tent. Ein Christ ist für Rus­sell jemand, der an Gott, Unsterblichkeit und Chris­tus glaubt:

Ich meine, man muss wenig­stens daran glauben,

Fischer, Marc – Die Sache mit dem ich

Marc Fis­ch­er nahm sich 2011 das Leben. Zudem ver­lor er sich in sein­er selb­st so genan­nten “Fis­cher­welt”, dass jede nähere Befas­sung mit ihm und diesem Buch nicht unbe­d­ingt zu guter Laune führt. Dem Leser bleibt bei all den in diesem Buch ver­sam­melten Reporta­gen Fis­ch­ers die Frage, was schief gelaufen ist. Und die Frage, warum einen diese Frage umtreiben sollte.

Schoeps, Julius H. — Leiden an Deutschland

Dieses Buch ist 1990 veröf­fentlicht wor­den und ich habe es seit den 90ern irgend­wo im Büch­er­schrank gelassen. Anfangs dachte ich, dem The­ma nicht son­der­lich gerecht zu sein, was dur­chaus zutr­e­f­fend gewe­sen ist. Inzwis­chen sehe ich das anders und gott­sei­dank hat dieses Buch nichts an sein­er Aus­sage ver­loren. Ger­ade in der heuti­gen Zeit, in der mit der Beschnei­dungs­de­bat­te ein Kern der jüdis­chen Reli­gion zur Dis­po­si­tion ste­ht,

Haeusler, Tanja & Johnny – Netzgemüse

Wei­h­nacht­en ste­ht vor der Tür und vielerorts wer­den nun die Buch­lä­den durch­stöbert, um inter­es­sante lit­er­arische Sachen aus­find­ig zu machen. Ich habe mir mal Net­zgemüse von Tan­ja und John­ny Haeusler, der auch unter spreeblick.de blog­gt, angeschaut. In diesem Fall ist es vielle­icht hil­fre­ich, die bei­den erst selb­st zu Wort kom­men zu lassen:

Jet­zt kann man zunächst ein­mal fest­stellen,