Mit Technik aus dem Tecklenburger Land gegen den √Ėlteppich im Golf von Mexico

Die Bildzeitung schreibt ger­ade fol­gen­des:

Mit ein¬≠er speziellen Chemikalie getr√§nk¬≠te Vlies-Tep¬≠piche sollen laut ‚ÄěFAZ‚Äú √Ėl und Wass¬≠er tren¬≠nen. Dass es gelingt, davon sind die Her¬≠steller TWE aus Ems¬≠det¬≠ten (NRW) und HeiQ aus der Schweiz √ľberzeugt. In den n√§ch¬≠sten Tagen sollen Tests im Golf von Mexiko starten.

Na dann: toi, toi, toi.

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Uni-Radio f√ľr Steinfurt und M√ľnster wegen Logo zu 25.000‚ā¨ abgemahnt

Radio Biele¬≠feld und Radio G√ľter¬≠sloh erleben ger¬≠ade einen soge¬≠nan¬≠nten shit¬≠storm auf Face¬≠book. Daniel Fiene hat¬≠te in seinem Blog dar√ľber berichtet, dass die zu diesen Radios geh√∂rende Betreiberge¬≠sellschaft dem f√ľr Ste¬≠in¬≠furt und M√ľn¬≠ster senden¬≠den, stu¬≠den¬≠tis¬≠chen Radio Q eine auf einen Schadenswert von 25.000 ‚ā¨ bez¬≠if¬≠ferte Unter¬≠las¬≠sungserk¬≠l√§rung geschickt hat¬≠te. Das Logo von Radio Q w√§re ein Pla¬≠giat des Logos von u.a. Radio Biele¬≠feld.

Danach erschien den Radios die Sit­u­a­tion wie fol­gt:

Na, dann recher¬≠chiere ich doch mal: Die Aus¬≠sage √ľber die Schrift scheint so nicht zu stim¬≠men. Denn eine solche Schrift ist dur¬≠chaus auf dem freien Markt zu erwer¬≠ben: Sie kostet 12,99$. Hier kriegt man sie auch kosten¬≠los, es scheint keine der Radi¬≠ogesellschaft geh√∂rige Schrift zu sein. Insofern ist es gar nicht ver¬≠st√§ndlich, dass ein Pla¬≠giat einger√§umt wird: Die Rechte an der Schrift liegen schlicht nicht bei der Betreiberge¬≠sellschaft, son¬≠st w√§ren doch die Verk√§ufer dieser Schrift schon l√§ngst verk¬≠lagt wor¬≠den. Und weswe¬≠gen sollte der Tr√§gervere¬≠in von Radio Q ein¬≠r√§u¬≠men, diese Schrift sei auf dem freien Markt nicht erh√§ltlich? Abge¬≠se¬≠hen davon unter¬≠schei¬≠det sich die son¬≠stige Logogestal¬≠tung doch sehr. Worin soll also das Pla¬≠giat beste¬≠hen? Worin die Rechtsver¬≠let¬≠zung in ein¬≠er k√§u¬≠flichen Schrif¬≠tart bezo¬≠gen auf die Betreiberge¬≠sellschaft?

Den¬≠noch behauptet der Gesch√§fts¬≠f√ľhrer der zuge¬≠h√∂ri¬≠gen audio media ser¬≠vice:

[W]ir [haben] von ein¬≠er Grafik-Design Agen¬≠tur den Schriftzug radio exk¬≠lu¬≠siv f√ľr uns entwick¬≠eln lassen. Es han¬≠delt sich also um keinen Schriftzug, den es so zu kaufen gibt.

Der Vor¬≠sitzende des Tr√§gervere¬≠ins hat nach Ein¬≠gang des Schreibens mit mir tele¬≠fonisch Kon¬≠takt aufgenom¬≠men, und wir haben uns vern√ľn¬≠ftig geeinigt: Radio Q √§ndert sein Logo. Und wir verzicht¬≠en auf Schaden¬≠er¬≠satz¬≠forderun¬≠gen und Mahnkosten.

Das hätte ich der audio media ser­vice aber auch ger­at­en.

Es ist nicht ver­wun­der­lich, dass man aus der Ecke von Radio Q die Angele­gen­heit etwas anders sieht:

Wenn ich das mal richtig stellen darf. So war das ganz und gar nicht. Diese ver¬≠meintliche Eini¬≠gung kam nicht durch das Tele¬≠fonat mit dem Radio Q‚ÄĎVorsitzenden zus¬≠tande, son¬≠dern erst auf Druck durch Prof. Hoeren, der sich in diesem Fall eingeschal¬≠tet hat¬≠te.

Und selb¬≠st diese Eini¬≠gung ist eine erzwun¬≠gene. Von mehreren Seit¬≠en (Juris¬≠ten und Design¬≠ern) wur¬≠den Radio Q gute Chan¬≠cen einger√§umt, im Falle des Fall¬≠es vor Gericht Recht zu bekom¬≠men. Argu¬≠mente: Free Font, keine iden¬≠tis¬≠che Schrif¬≠tart, andere Far¬≠ben, andere Designele¬≠mente, angewinkel¬≠ter Schriftzug, usw. Nur kann sich Radio Q eine solche gerichtliche Auseinan¬≠der¬≠set¬≠zung nicht leis¬≠ten. Deshalb kam es zu dieser ‚ÄúEini¬≠gung‚ÄĚ.

So bleibt es ein Ding, auf rechtlichem Wege eine Matt-Sit¬≠u¬≠a¬≠tion zu erzeu¬≠gen, und ein ganz anderes Ding der Sache nach eine √Ėffentlichkeit zu √ľberzeu¬≠gen. Daran sollte man bei der audio media ser¬≠vice wohl noch etwas arbeit¬≠en.

Eben¬≠sogut kann man mich auf 25.000‚ā¨ wegen mein¬≠er ver¬≠wen¬≠de¬≠ten Schriften verk¬≠la¬≠gen. Ich habe den Nach¬≠weis der Recht¬≠slage, die mir die Ver¬≠wen¬≠dung ein¬≠r√§umt. Aber 25.000‚ā¨ √ľber f√ľr die Vertei¬≠di¬≠gung dieser Recht¬≠slage, die habe ich nicht.

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