Gute Nacht

Wieder ein Wet­terchen, dass einen etwas platt macht. Aber mit ein paar kalten Duschen ist es dann doch auszuhal­ten.

Wie dem auch sei. Lorenz Marold hebt her­aus, dass es in der SPD wohl ein Prob­lem sei, wenn Frauen gegen Män­ner um Bun­destags­man­date antreten, hier: Sawsan Chebli gegen Michael Müller. Vielle­icht nicht ganz genü­gend belegt, die Geschichte.

Da fällt mir ein, ich habe mein Blogh­in­ter­grund­bild aus­ge­tauscht. Gar nicht so leicht zu erken­nen ist, dass es sich um ein Boot han­delt, von dem aus die Fotografie gemacht wurde. Das bish­erige Bild war wohl doch eins von Adobe, und bevor man da in Schwierigkeit­en wegen unberechtigter Benutzung kommt, sollte man das vielle­icht ändern. Das aktuelle Foto jeden­falls kommt von Joseph Bar­ri­en­tos, der meint:

Shar­ing pho­tos with you to hope­ful­ly see them organ­i­cal­ly in the world. Use as you wish and best of luck in your cre­ative projects!

Jan Fährmann, Clemens Arzt und Hart­mut Aden hal­ten dem Umstand des Abgreifens von Gästelis­ten in Restau­rants durch die Polizei für eine neue Form der Vor­rats­daten­spe­icherung.

In Belarus find­et ger­ade eine Rev­o­lu­tion statt, meint Artur Klin­au:

Uner­wartet für alle. In Min­sk wird buch­stäblich rund um die Uhr gehupt.

Apro­pos Auto, da meinte neulich jemand in unserem Bekan­ntenkreis zum Neukauf ihres Autos, sie hät­ten einen Neuwa­gen angeschafft, um keine Kom­pro­misse zu machen. Irgend­wie kommt mir das wie die Über­nahme eines Werbe­spruchs vor, denn ein Kom­pro­miss ist eigentlich

die Lösung eines Kon­flik­tes durch gegen­seit­ige frei­willige Übereinkun­ft, unter bei­der­seit­igem Verzicht auf Teile der jew­eils gestell­ten Forderun­gen.

Und während ich mir die Frage stelle: Fühlt man sich bess­er, wenn man Werbe­spruche bei Kauf des bewor­be­nen Pro­duk­ts kri­tik­frei übern­immt? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Kant und die Rasissmusdebatte

In Die Anstalt hat man einen Beitrag gebracht, man solle doch Kant vom Sock­el stoßen, was auch immer das für ein Sock­el sein soll. Ihn kri­tisch zu lesen ist ja ger­ade seine Philoso­phie. Es geht wohl um diesen Abschnitt ein­er Vor­lesungsmitschrift aus dem Jahre 1775:

Die Men­schheit ist in ihrer größten Vol­lkom­men­heit in der Race der Weißen. Die gel­ben Indi­an­er haben schon ein gerin­geres Tal­ent. Die Neger sind weit tiefer, und am tief­sten ste­ht ein Theil der amerikanis­chen Völk­er­schaften.

Men­schheit ist bei Kant nicht in heutiger Ver­wen­dung gebraucht, es geht nicht um den Gat­tungs­be­griff, son­dern um das Men­sch­sein. Somit wäre hier­mit gemeint, entwick­lungsmäßig lägen die Weißen vorne, ohne zu sagen, wieso. Nun ist dieser Text in einem Band erschienen, den Kant nicht selb­st veröf­fentlicht und abge­seg­net hat und der Her­aus­ge­ber schreibt auch:

Indessen bemerke ich schließlich nur dieses noch, daß vorzüglich der naturbeschreibende oder naturhis­torische Theil gegen­wär­ti­gen Werkes fast ein­er gän­zlichen Umar­beitung bedurft hätte, wie jed­er ein­se­hen muß, der auch nur eine sehr gewöhn­liche Ken­nt­niß der Sache nach Maß­gabe unser­er Zeit besitzt. Aber hätte ich das gewagt, wie viele Krit­tler würde ich, namentlich nach dem oben Gesagten, gegen mich gehabt haben!

So ganz so ein­fach, wie man es in der Anstalt sieht, liegt die Sache nicht.

Micha Brum­lik hat schon vor der Sendung zur Vertei­di­gung Kants ange­hoben:

Immanuel Kant hat­te zwar ras­sis­tis­che Vorurteile, glaubte aber nicht daran, dass „Rasseeigen­schaften“ ange­boren und unverän­der­lich seien. Er war zudem ein Geg­n­er von Leibeigen­schaft wie Sklaverei und schon früh ein­er der schärf­sten Kri­tik­er der kolo­nialen Expan­sion europäis­ch­er Staat­en. Dieses Denkmal kann, nein, muss ger­adezu ste­hen bleiben.

Klingt nett, aber im ersten Zitat ist beispiel­sweise vom Tal­ent die Rede, was nach Kant gle­ichbe­deu­tend mit Natur­gabe ist, und das klingt dann schon sehr nach dem, was Brum­lik mit Rasseeigen­schaften meint. Aber, wie gesagt, Kant hat diesen Band nicht selb­st her­aus­gegeben oder gele­sen. Der Band kommt auch aus der so genan­nten vorkri­tis­chen Phase, und dort find­en sich viele Beispiele, die mit den kri­tis­chen Werken Kants in Kon­trast ste­hen.

Insofern wird man zur Beant­wor­tung der Frage, tiefer in die Texte ein­steigen müssen, und wer das nicht will, sollte sich vielle­icht wieder eines vorurteil­be­hafteten Urteils enthal­ten.

Ich lese diese Stellen aus den naturhis­torischen Befas­sun­gen Kants so, wie der Her­aus­ge­ber oben schreibt: Sie hät­ten offen­sichtlich ein­er gän­zlichen Umar­beitung bedurft.

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Sven Hammond Soul & Shary-An — Six Feet Under (Live bij Evers Staat Op)

Ich weiß nicht mehr, woher ich den Titel kenne, habe mich aber schon mal zufäl­lig mit einem pro­fes­sionellen Musik­er auf ein­er Par­ty über Sven Ham­mond unter­hal­ten.

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Gute Nacht

Ein­er Twit­terin ist ein Fisch aufs Dach gefall­en und hat ein Loch hin­ter­lassen.

Bei der Süd­deutschen rammt man Dieter Nuhr, weil die Deutsche Forschungs­ge­mein­schaft mit ihm gewor­ben hat. Mich inter­essieren bei­de nicht so, kön­nte man dabei belassen.

In den USA gilt wohl ger­ade Isabel Wilk­er­sons Caste als let­zter Schrei. Werde ich mal rein­guck­en.

Und während ich mir die Frage stelle: Seit wann ist Kabarett in der ARD denn so eingeschlafen? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Michael Spreng ist gestor­ben. Ich fand ihn in den let­zten Jahren erfrischend pro­vokant, wenn ich auch nicht all seine Orakeleien mit­sponn.

Im Warschauer Ghet­to wurde durch Social Dis­tanc­ing das Fleck­en­fieber besiegt.

Dave Eggers berichtet so aus den USA, dass man wieder unge­mein froh ist, nicht da zu sein:

Es hat fünf Tage gedauert, bis ich einen Ter­min für einen Coro­na-Test bekom­men habe. Weit­ere 15 Tage habe ich auf das Ergeb­nis gewartet. An Tag 15 hat die Labor­fir­ma dann endlich zugegeben, dass sie meinen Test ver­loren hat­te.

Beim Redak­tion­snet­zw­erk Deutsch­land fragt man sich, ob Eva Her­mann daran beteiligt ist, in Kana­da eine Kolonie für Recht­sex­treme aufzubauen. Wobei ja auch fraglich ist, welchen Nachricht­en­wert Eva Her­man über­haupt noch hat.

Und während ich mir die Frage stelle: Müsste das Wellen­ver­hin­dern nicht Spaß machen? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Wie sagte Christoph Süß vor Kurzem so passend: Deutsch­land hat kein Coro­na, Deutsch­land hat Tön­nies. Clemens Tön­nies hat wohl wegen des Ver­bots von Werkverträ­gen bei Fir­men über 50 Mitar­beit­ern ab 2021 diverse Gesellschaften gegrün­det, die weniger als 50 Mitar­beit­er beschäfti­gen.

Sven Knurr erläutert mal, was ihn von Onlinezeitun­gen fern hält. Woe­bi mir auf­fällt, dass mir ger­ade die Papierzeitun­gen kaum ins Auge fall­en und eine Kaufentschei­dung obso­let machen.

Ich erhielt let­ztens auch Post:

Ich hoffe, dass dieser Brief dich rechtzeit­ig erre­icht. Ich bin zur Zeit in Kher­son und habe meine Tasche ver­loren. Lei­der waren mein Reisep­a­ss und meine Kred­itkarte auch in der Tasche. Die Botschaft ver­sprechen, mir zu helfen, mit einen vor­läu­fi­gen Ausweis. Ich muss nur noch für mein Tick­et und die Hotel­rech­nun­gen zahlen. Ich wollte dich fra­gen, ob du mir 1400,-EUR so schnell wie möglich lei­hen kannst. Ich warte auf deine Antwort. Viele Grüße
Ernst.

So weit, so durch­schaubar­er Spam. Das Erstaunliche, so lese ich ger­ade in der Lokal­presse, ist ja, dass Leute nun den eigentlichen Besitzer der E‑Mail-Adresse angezeigt haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Kön­nen Anzeigen auch umge­hend abgelehnt wer­den, wenn Anzeiger sach­lich nicht auf der Höhe sind? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Mann geht seiner Frau in deren Traum fremd

… und soll sich entschuldigen. Mein Mit­ge­fühlt hat er:

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Zanger Bob — Vleeskroket

Ich bin ja schon so einiges gewöh­nt, was die Untiefen des nieder­ländis­chen Gesangs ange­ht, aber das schaffte mich dann auch wieder. Hier besingt Zanger Bob (den Namen gab’s schon mal) die nieder­ländis­che Auto­maten­fleis­chkrokette. Das ist an sich ja schon schlimm genun, aber dann kommt Minute 2.24.

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