Die Staatsanwaltschaft MĂŒnster stellt das Ermittlungsverfahren gegen Dieter Jasper vorlĂ€ufig ein. Sie geht offensichtlich davon aus, dass Jasper jahrelang vorsetzlich Titelmissbrauch betrieben habe, denn dies sei laut Wolfgang Schweer von der Staatsanwaltschaft Grundlage des Verfahrens.

Mit einer Zahlung von 5000€ wird das Verfahren ganz beendet. Damit wĂŒrde Jasper allerdings auch den vorsetzlichen Titelmissbrauch eingestehen und seine gegenĂŒber der IVZ getĂ€tigte Aussage,

Die ÜberprĂŒfung [eines von ihm beauftragten AntwalsbĂŒros] hat ergeben, dass der an der Freien UniversitĂ€t Teufen erlangte Doktorgrad aufgrund des ‚Deutsch-Schweizerischen Abkommens ĂŒber die Gleichwertigkeit im Hochschulbereich‘ in Deutschland nicht anerkannt wird.

wĂŒrde sich, was den Inhalt des PrĂŒfungsergebnisses betrifft, als, sagen wir mal, unkorrekt erweisen.


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SĂŒddeutsche Zeitung: Titelmissbrauch – Falscher CDU-Doktor muss 5000 Euro zahlen

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Vor kurzem noch hatte der neue NRW-CDU-GeneralsekretĂ€r lauthals behauptet, der Wir-in-NRW-Blog sei eine reine SPD-Schmutz-Kampagne. Nun wird man wohl einem Blog, der kritikfrei Sigmar Gabriel, BĂ€rbel Höhn und Sylvia Löhrmann bei sich bloggen lĂ€sst, eine gewisse Rot-grĂŒn-SchwĂ€che unterstellen dĂŒrfen.

Allerdings gesteht Krautscheid heute beim Spiegel ein, dass der Wir-in-NRW-Blog eben inhaltlich nicht unrecht hat. Über die SpendenaffĂ€hre rund um eine offensichtlich tĂ€uschende „unabhĂ€ngige WĂ€hlerinitiative“ hatte der Wir-in-NRW-blog am 18.04. berichtet.

Heute schreibt hierzu der Spiegel:

Wie CDU-GeneralsekretĂ€r Andreas Krautscheid nun bestĂ€tigte, war die Partei schon in einer frĂŒhen Wahlkampfphase in die PlĂ€ne zur GrĂŒndung der Initiative eingeschaltet. Nach SPIEGEL-Informationen hatte die Initiative nach der erfolgreichen Landtagswahl sogar noch ihre Akten samt Rechnungsunterlagen in der Parteizentrale abgeliefert. Daher prĂŒft nun die Bundestagsverwaltung, ob die Verbindung zwischen Partei und Initiative so eng war, dass die Einnahmen der Gruppe als Gelder der Union zu werten sind und im Rechenschaftsbericht fĂŒr das Jahr 2005 hĂ€tten auftauchen mĂŒssen. Davon gehen mittlerweile selbst enge RĂŒttgers-Berater aus, die nun ein Strafgeld wegen verdeckter Parteienfinanzierung erwarten.

Krautscheid begrĂŒndete den Vertrag zwischen Partei und Agentur damit, dass die RĂŒttgers-UnterstĂŒtzer ihr gesammeltes Geld „komplett fĂŒr Zeitungsanzeigen und andere Aktionen, nicht fĂŒr die Organisation der Kampagne“ hĂ€tten verwenden wollen.

Das ist wohl das Äußerste, was man sagen darf, wenn man der eigenen Partei nicht zusĂ€tzlich schaden möchte.

Es bleibt dabei, dass die FĂŒhrung der NRW-CDU die Skandale rund um die Partei nicht eingrenzen kann, und das geht vor allem auf Kosten derer, die sich ehrenamtlich fĂŒr diese Partei engagieren. Von daher wĂ€re ein großer Umbruch in dieser Partei wohl nicht das Schlechteste.

Sollte Rot-GrĂŒn die Wahl gewinnen, ist sowas sowieso zu erwarten, spannend wird es in der CDU bei einer großen Koalition. Angesichts der anhaltenden Skandale unter der Verantwortung von JĂŒrgen RĂŒttgers ist eine derartige Konstellation unter ihm als MinisterprĂ€sidenten zumindest fraglich. Spannend bleibt’s.

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Es ist gar nicht lange her, da wollten CDU und FDP in IbbenbĂŒren das Thema „Komasaufen & Flatrate-Parties“ thematisieren. Man hatte nur eben keine Beispiele, dass derartiges in IbbenbĂŒren ĂŒberhaupt eine Rolle spielt.

Vielleicht wĂ€re ihnen folgendes Video gelegen gekommen. Hierbei handelt es sich um den alljĂ€hrlichen Promille Cup an der Skater-Bahn am Aasee. Teinahmebedingung fĂŒr Skater ist angeblich, vorher 2 Liter Bier oder eine entsprechende Menge Schnaps geturnken zu haben:

Vielleicht klingt die Beschreibung drastischer als die Party selbst gewesen ist. Aber so sind halt Jugendveranstaltungen, die man sich selbst ĂŒberlĂ€sst.

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Irgendwie ist ein bisheriges Blog zum Spielball politischer Interpretationen geworden und daraufhin eingestellt worden. Was, wer, warum und wieso, das weiss ich selber nicht genau. Sollen andere darĂŒber spekulieren.

Nach dem Ende gab es allerdings immerhin so viele Stimmen, dass die Idee hier weiterlebt. Wie lange und wie intensiv, das weiss ich auch nicht.

Aber: Wir lassen uns das Bloggen…

Es ist hier alles ganz neu, es wird sich vieles mit der Zeit einspielen und ordnen. Die neuen Ideen mĂŒssen erst noch mal durchgebrainstormt werden. Wer mitlesen, -kommentieren, -schreiben mag, der sei hiermit ganz herzlich eingeladen. Es kann nur lustiger werden ;-).

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meint das langjĂ€hrige CDU-Mitglied Dr. Helmut Casper aus Greven und klagt mithilfe eines IbbenbĂŒrener Anwalts beim Bundesverfassungsgericht.

Ich habe mich sehr geĂ€rgert. Und jetzt will ich tun, was mir als normalem BĂŒrger zu tun möglich ist. 61.444 Menschen haben Dr. Dieter Jasper gewĂ€hlt. Wenn die gewusst hĂ€tten, dass der sich seinen Doktor-Titel nur angemaßt hat, hĂ€tte ihn kein Mensch gewĂ€hlt. Ich habe Herrn Jasper wegen seiner Kompetenz gewĂ€hlt. Und als Zeichen der Kompetenz habe ich seinen Doktor-Titel und auch seine TĂ€tigkeit bei der renommierten Firma Kienbaum gewertet

sagt der 67-JĂ€hrige Dr. Casper der Grevener Zeitung.

Mein Ziel ist, dass die Wahl fĂŒr ungĂŒltig erklĂ€rt wird. Dieter Jasper muss wieder raus aus dem Bundestag.

FĂŒr die Grevener Zeitung ist der Gang vor das Verfassungsgericht eine neue Dimension fĂŒr einen Provinzskandal. Dort muss die Klage allerdings auch erst einmal angenommen werden.

Dieter Jasper wird Titelmissbrauch vorgeworfen. Noch wĂ€hrend des Bundestagswahlkampfes hatte er einen ungĂŒltigen Doktorgrad gefĂŒhrt. Auch die Anstellung bei der Hamburger Unternehmensberatung Kienbaum in Hamburg erwies sich lediglich als 3-monatiges Praktikum. Möglicherweise wird dem Abgeordneten seitens der Staatsanwaltschaft angeboten, gegen eine Geldbuße das seit MĂ€rz gefĂŒhrte Verfahren einzustellen. [ ArtikelĂŒbersicht ]

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