Knöllchen

Im Zuge der ganzen Aufre­gung um das geplante Leis­tungss­chutzrecht, ist ja durch­gesick­ert, dass möglicher­weise jede Seite, auf der Wer­bung vorkommt, vor Gericht als eine kom­merzielle Angele­gen­heit ange­se­hen wird und schmück­ende Zitate gegen das Urhe­ber­recht verstoßen.

Da habe ich dann gemerkt, dass in meinem Blog­header­bild ja ein Zitat von Robert Lem­bke stand. Rein schmück­end. Keine inhaltliche Auseinan­der­set­zung. Sowas von ver­boten, ver­boten­er geht es ja gar nicht. Also runter mit dem Schmuck. Irgend­wie schade, der Inhalt des Zitats gefällt mir ja weit­er­hin. Stand aber eben auch schon lange da, viele wer­den es gar nicht mehr wahrgenom­men haben. Wie Goethe – und den wird man ja noch so zitieren dür­fen – so schön sagt:

Einen Regen­bo­gen, der eine Vier­tel­stunde am Him­mel ste­ht, sieht man nicht mehr an.

Jet­zt ste­hen da aus­ge­suchte Twit­tere­in­träge, die zuvor rechts unter Small-talk standen. Damit sind meine Tweets auch irgend­wie kom­merziell. Nicht bei Twit­ter, aber dadurch, dass ich sie hier nach aktueller Rechtssprechung, nochmal veröffentliche.

Gut, meine Tweets haben jet­zt nicht immer das Niveau des Lem­bke-Zitats. Eigentlich eher sel­ten. Eigentlich nie. Aber dafür ist der Head­er jet­zt etwas urhe­ber­rechts­gerechter. Immerhin.

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Knöllchen

Ich mache mir ja gerne Gedanken darüber, welche Schrif­tarten online lesenswert erscheinen. Und als ich heute über diese Seite stolperte, auf der 10 Google-Schrif­tarten, die laut Autor beson­ders gut in Über­schrift-Text-Kom­bi­na­tion har­monieren, habe ich die Textschrif­tart dieser Seite nochmal verändert.

Zwar mag ich die Google-Schrif­tart Lora weit­er­hin sehr – sie kommt auf dieser Seite auch weit­er­hin als Schirf­tart für Zitate vor‑, allerd­ings wirkt die Schreib­maschi­nen­schrif­tart Spe­cial Elite bess­er in Kon­trast zur Über­schriften­schrif­tart Sagi­naw.

Was mir an der Schreib­maschi­nen­schrif­tart gefällt, auch wenn sie nicht fein, genau und sauber daherkommt? Sie zieht optisch die Aufmerk­samkeit des Lesers bess­er auf sich als Lora und tren­nt den Textbere­ich bess­er vom Rest der Seite ab. Die schriftlice Gle­ich­för­migkeit der Seite war etwas, was mich irgend­wie schon länger an der Seite gestört hat. Zudem sieht sie nach Handw­erk aus. Und das Schreiben ist ja auch irgend­wo Handw­erk. Nichts für jeden. Die Schrif­tart lässt Rechtschreibfehler oder Farbfehler noch authen­tisch erscheinen, sie sind es ja auch. Und hof­fentlich wird man etwas gelassen­er, was die eige­nen Schreibfehler ange­ht. Bis­lang jage ich noch jedem hinterher.

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Knöllchen

Let­ztens traf ich eine Mitar­bei­t­erin des Düs­sel­dor­fer Jugen­damtes. Und da ich in mein­er Heimat­stadt noch ab und an etwas von Jugen­dar­beit mit­bekomme, geri­eten wir etwas ins Gespräch. Ich berichtete über meine merk­würdi­gen Erfahrun­gen im Umgang mit Behör­den, wom­it ich ihr allerd­ings nichts Neues erzählen kon­nte. Es sei halt bei Behör­den mit Team­work nicht weit her. Jed­er würde für sich kämpfen, ein ern­sthaftes Miteinan­der, nein das gäbe es nicht. Ich erzählte von ein­er Bekan­nten, die im Ruhrge­bi­et Lehrerin ist. Sie erzählte, dass sie rechtlich dazu verpflichtet sei, beson­dere Vorkomm­nisse mit Schülern dort zu melden. Aber sie erwarte schon nichts mehr von den Jugendämtern. Egal wie blaugeschla­gen die Kinder ankä­men, das Jugen­damt könne nie etwas Son­der­bares finden.
Auch das ver­wun­derte die Jugen­damtsmi­tar­bei­t­erin nicht. Bei ihr sei es so, dass sie so mit Arbeit zugeschüt­tet werde, dass sie abends wegen der Dinge Skru­pel bekäme, die zeitlich ein­fach nicht mehr erledigt wer­den kon­nten. Schließlich stün­den da ja Men­schen­schick­sale ein­er­seits und ihre rechtliche Eigen­ver­ant­wor­tung ander­er­seits im Raume. Immer mehr habe sie das Gefühl, dass Bürg­er so abgewim­melt wer­den sollen, dass am besten kaum noch jemand ins Jugen­damt komme. Das gin­ge anderen aber nicht anders: Wenn sie tagsüber aus ihrem Büro schaue, sähe sie oft­mals ander­er Mitar­beit­er, die auf dem Flur Weinkrämpfe bekä­men. Weil sie schlicht über­ar­beit­et seien.
Ich zeigte mich etwas ver­wun­dert, schließlich prahle die Düs­sel­dor­fer Poli­tik so mit der Schulden­frei­heit der Stadt. Der Euro­vi­sion Song Con­test kon­nte auch eben mal so finanziert wer­den. Düs­sel­dorf habe doch Geld. Da sagte sie:

Für sowas nicht.

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Knöllchen

Manch­mal ist das Tüfteln an Schrif­tarten für Inter­net­seit­en auch ein gefühltes Fass ohne Boden. Da hat man neulich erst die Grund­schrif­tart ein­er Seite gewech­selt, da sieht man, dass das Ganze unter Lin­ux viel zu klein aussieht. Vielle­icht liegts an meinem Schrif­tarten­satz, aber das will man ja dann auch nicht so ohne weit­eres ste­hen lassen. Also lesen Lin­ux-Nutzer diese Seit­en ab sofort mit der Schrif­tart Bit­stream Char­ter. Ist auch schön:

[ Foto: ttcop­leybore­dom | Cre­ative com­mence licence ]

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