morgenkaffee

In der Schaltzen­trale wird darauf hingewiesen, dass noch gar nicht klar ist, ob eine EU-Richtlin­ie für Net­zsper­ren, so wie sie die EU-Kom­mis­sarin für Innen­poli­tik Cecil­ia Malm­ström fordert, von Deutsch­land über­haupt umge­set­zt wer­den müsste.

Matt Wag­n­er pocht auf die Bedin­gun­gen, unter denen er sein Fernseh­paket bei Sky ver­längert hat. Das passt Sky aber mal so gar nicht in den Kram.

Joachim Stein­höfel, der als TV-Raubold und Media-Markt wer­be­treibend bekan­nte Recht­san­walt, wartet in seinem Blog mit der spek­takulären Mel­dung auf, dass Ger­hard Schröder bei der skan­dalösen Alko­hol­fahrt von Mar­got Käß­mann neben ihr im Auto saß.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn Schröder tat­säch­lich im Auto saß und noch hack­en­stram­mer war als Käß­mann, war das dann schon wieder eine gute Tat von Käß­mann, zumin­d­est Schröder nicht fahren gelassen zu haben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Nicht nur in Deutsch­land wird offen­bar ger­ade ein Zeitungsar­tikel­erfind­er ent­larvt, auch bei The New York­er stellt Judith Thur­man fest, dass es in Ital­ien jeman­den gibt, der Promi­nen­ten das Beant­worten von Inter­views unge­mein erle­ichtert hat.

Das poli­tis­che Mag­a­zin Cicero veröf­fentlicht einen sehr inter­es­san­ten biographis­chen Artikel über den aktuellen NRW-Min­is­ter­präsi­den­ten Jür­gen Rüttgers.

Anne Roth berichtet über die Fes­t­nahme von autonomen Link­sex­tremen in Berlin, die verdächtigt wer­den, eine Straftat bege­hen zu wollen und sucht im Text verge­blich die autonomen Link­sex­tremen und die Straftat.

Und während ich mir die Frage stelle: Zählt es eigentlich auch zur Auf­gabe der Presse, für präsente Klis­chees zu sor­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Bei den Repub­likan­ern gibt es intern offen­bar große Machtkämpfe, was eine Zusam­me­nar­beit mit der neuen Split­ter­gruppe Pro NRW ange­ht. Pro NRW werde von außen völ­lig über­schätzt, wobei die poli­tis­che Rel­e­vanz rechter Grup­pierun­gen in NRW ja eh kaum mess­bar ist.

Bischoff Mixa bere­it­et sich auf das let­zte Abend­mal vor, sieht aber nicht die Schwierigkeit, als verdächtigter Gewalt­täter in der­sel­ben Per­son für poten­tielle Opfer den See­len­friedenss­tifter spie­len zu wollen.

Bei Netzpolitik.org und Fefe regt sich Ver­wun­derung über die Benen­nung von Nicole Simon in die Inter­net-Enquete-Kom­mis­sion, die zu schnell unsach­lich wird. Fehlt nur noch der Kom­men­tar von Don Alphon­so. Allerd­ings dürfte die CDU/CSU gerne mal erk­lären, wonach sie Experten auswählt.

Bei Dichtheit und Wahrung stellt man die grundle­gende Frage, was denn über­haupt den Geset­zge­ber berechtigt, über die Zeit und deren Umstel­lung zu entschei­den.

Und während ich mir die Frage stelle: War der Früh­lings­be­ginn eigentlich immer schon auch eine the­ma­tis­che Zeit­en­wende? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Bei der Süd­deutschen Zeitung wen­det man sich ein­mal mehr der Pop­kul­tur zu und ver­fol­gt die weit­eren Schick­sale der Stars von YouTube-Videos, wie Pand­abären, Selb­st­pro­trätern, Cola-Fontaine-Erzeugern und Kleinkindern.
Michael Kessler wartet passend zum 1. April mit ein­er optis­chen Verän­derung auf, was Bas­t­ian Pastewka gle­ich kom­men­tieren muss. Bei Gre­gor Meyle gibt’s das Video von der OP.
Katha­ri­na Mik­lis vom STERN hat sich einen Gegen­film von Sci­en­tol­ogy zum gestern gezeigten ARD-Film Bis nichts mehr bleibt angeschaut und ist nicht son­der­lich beein­druckt vom Gebaren der in Deutsch­land täti­gen Sci­en­tolo­gen wie dem Schweiz­er Jürg Stet­tler. Unter dessen Namen wurde auch gestern bei Twit­ter nach der Sendung Hart aber fair zum The­ma auf etwas ein­samen Posten ver­sucht, Sci­en­tol­ogy im Anse­hen der Zuschauer vor einem, laut sein­er Mach­er, “muti­gen” Film zu ret­ten.
Und während ich mir die Frage stelle: Wen muss man eigentlich ger­ade am drin­gend­stem vor wem ret­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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Bei der Inter­net Gesellschaft beschäftigt man sich mit Man­i­festen und stellt fest, dass Man­i­feste wohl erst dann richtig ernst zu nehmen sind, wenn sie etwas neues bein­hal­ten oder fordern. Das würde befes­ti­gen, was mich da let­ztes Jahr beim Inter­net Man­i­fest so gestört hat.

Im Kern­forschungszen­trum Cern in der Schweiz hat man gestern das erste Mal Pro­to­nen in Licht­geschwindigkeit aufeinan­dertr­e­f­fen lassen kön­nen und erwartet nun Antworten auf Fra­gen bezüglich des Urk­nalls.

Der Jugend­forsch­er Kurt Starke sieht in der Tit­ulierung der heuti­gen Jugend als Gen­er­a­tion Porno eine Diskri­m­inierung und eine Krim­i­nal­isierung von Sex­u­al­ität. Das scheint mir Hand in Hand zu gehen mit der aktuellen Kri­tik an der Katholis­chen Kirche, die Ver­ant­wor­tung von inter­nen Miss­brauchs­fälle auch der sex­uellen Rev­o­lu­tion der 68er zugeschoben hat­te.

Und während ich mir die Frage stelle: Fällt bei der katholis­chen Kirche neuerd­ings die Jesus-Geschichte, dass man den Split­ter im Auge des anderen, aber nicht den Balken im eige­nen sieht, in die Kat­e­gorie ‘Sprüche’ ? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Das Medi­um­magazin bringt eine Fak­tenüber­sicht über den Fall des Jour­nal­is­tik­stu­den­ten, der einige Artikel mit falschen Quellen in Umlauf gebracht hat, wobei unklar ist, wer der Fälsch­er ist. In jedem Fall ein Zäh­neknirsch­er für das eine und das andere Presse­or­gan.

Katrin Schus­ter meldet sich mal wieder, schreibt vom Einge­hen des Alt­pa­piers, ihrem neuen Pro­jekt Lit­er­atur­por­tal Bay­ern und fühlt sich unwohl darin bestätigt, dass die Presse zunehmend in staatliche Hand gerät.

Chris­t­ian Jaku­betz befasst sich mit dem von Zeitun­gen aus rein wirtschaftlichen Grün­den vor­ge­tra­ge­nen Phan­tasievorstel­lung, mit deut­lich weniger Per­son­al in den Redak­tio­nen könne dieselbe Qual­ität erzeugt wer­den.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie wenig freie Presse verträgt Deutsch­land wohl? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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In Köln ist ein 21jähriger Betrüger von ein­er Rent­ner­in aus­get­rickst wor­den, der er sich als ihr Enkel Frank in finanziellen Schwierigkeit­en vorstellte, ohne dass sie einen Enkel hat. Manche 69erinnen sind eben noch nicht so verkalkt wie manche 21jährige.

Oswald Met­zger mag ein bun­desweit fundiert­er Sach­poli­tik­er sein, schafft es aber offen­sichtlich nicht die Vor­be­halte ander­er gegen seine Per­son so abzu­min­dern, dass er in ein bezahltes Amt kom­men kann. Oder er hat die Fes­tigkeit der inter­nen Net­zw­erke der CDU ein­fach unter­schätzt.

Die Recht­en von Pro NRW und NPD schaf­fen es zwar Massen zu mobil­isieren, aber eben nur gegen sich selb­st und nicht für die ange­blichen Missstände, die sie anprangern möcht­en. Die Recht­en müssen sich eingeste­hen, dass sie bei 150 zu 5000 Demon­stran­ten nur als eine recht­slastige Min­der­heitsmei­n­ungsvertreter anzuse­hen sind.

Und während ich mir die Frage stelle: Kriegt man eigentlich je wieder die Realtiät angemessen auf den Schirm, wenn man ein­mal ange­fan­gen hat, für solch aus­sicht­slose Angele­gen­heit­en zu kämpfen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Für einige ist der Fre­itag ja so mit der wichtig­ste Tag in der Woche, um sich eine Süd­deutsche Zeitung zu kaufen, denn Fre­itags ist das Mag­a­zin der Süd­deutschen Zeitung mit dabei. Und dort küm­mert man sich heute über das Auf­tauchen des Meer­schweinchens in der mod­er­nen Kun­st. Cathrin Kahlweit moniert, dass man die Inter­essen der Kinder ein weit­eres mal nicht genü­gend ver­fol­gt hat. Auch schön ist, wie der Green­peace-Chef Kumi Naidoo sich den Fra­gen im Gestik-Inter­view stellt.

Ste­fan Lau­rin befasst sich bei den Ruhrbaro­nen nochmal mit Wer­bung auf Inter­net­seit­en, die durch Wer­be­block­er die Finanzierung der betr­e­f­fend­en Seit­en in Frage stellen und kon­sta­tiert, dass Jour­nal­is­mus im Netz dann nur noch als paid con­tent oder nahezu gar nicht vorkom­men werde.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum ist noch nie­mand auf die Idee gekom­men, Wer­beanzeigen direkt an das Anzeigen der Inter­net­seite zu kop­peln? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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Julia Troess­er unter­sucht beim Spiegel die Inter­ne­tak­tiv­itäten der nor­drhein- west­fälis­chen Parteien in Zeit­en des dor­ti­gen Land­tagswahlkampfes und kommt zu einem eher neg­a­tiv­en Faz­it:

Ob aus Überzeu­gung oder Pflicht­ge­fühl — um einen effek­tiv­en Online-Wahlkampf zu betreiben, reicht es nicht aus, die eigene Partei auf allen erden­klichen Kanälen anzumelden. Die Regeln des Inter­nets müssen verin­ner­licht wer­den. Und das bedeutet, ein­mal erstellte Accounts ständig zu pfle­gen und mit neuem Inhalt zu füllen — son­st geht die PR-Aktion schnell nach hin­ten los.
Ein Beispiel dafür ist ein Twit­ter-Account der Linkspartei, der im Novem­ber 2009 ein­gerichtet wurde und laut Ankündi­gung über den aktuellen Wahlkampf der NRW-Linken informieren soll.
Genau diese Beschrei­bung ist dort zu lesen — son­st nichts.
67 Abon­nen­ten warten nun seit vier Monat­en auf Neuigkeit­en aus der Partei. Bis­lang verge­blich.

In der Zeitung erfahre ich, dass Tom Gaebel bei seinem Konz­ert vor dem ort­san­säs­si­gen Lions-Club in mein­er Heimat­stadt von seinem eige­nen Man­ag­er den Jazz Award ver­liehen bekom­men hat.
Und während ich mir die Frage stelle: Wann hat Musik so an Anse­hen ver­loren, dass man sich inzwis­chen selb­st die Preise ver­lei­hen muss? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.
[Foto: Luc van Gent]

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Spür­bar ruhiger gewor­den ist es auf dem CDU-kri­tis­chen Wir-in-NRW-Blog. Heute befasst man sich boule­vardesk und somit eher unge­fährlich mit den Rauch­genuss­geschicht­en des CDU-Beraters Michael Spreng.

Felix Schwen­zel nimmt aus­führlich einen Artikel von Frank Pat­a­long auseinan­der und meint,

wer leser beschuldigt an der mis­ere des qual­ität­sjour­nal­is­mus schuld zu sein, hat unge­fähr gar nichts ver­standen (oder mag nicht zugeben, dass er selb­st auf dem schlauch ste­ht). ich kenne auch keine lösung. aber von einem bin ich fest überzeugt: geld ver­di­enen im inter­net geht nicht gegen die leser, son­dern nur mit ihnen. und ich bin der fes­ten überzeu­gung, dass leser bere­it sind sich finanziell zu beteili­gen, wenn man sie ern­st­nimmt, offen, ehrlich und trans­par­ent erk­lärt für was man geld braucht — und es ihnen leicht macht geld oder aufmerk­samkeit zu geben.

Julias Seel­iger berichtet in mehreren Blog­a­r­tikeln über das Polit­bar­camp, wo man sich wohl sehr wichtig nahm. Herz­er­wär­mend sind dabei allerd­ings Sätze wie:

Die Über­tra­gung des radikalen Indi­vid­u­al­is­mus bzw. die völ­lige Auflö­sung von Grup­pen auf Demokratie bere­it­et mir noch mehr Sor­gen.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind wir nicht alle ein biss­chen Weltschmerz? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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