Sehr sch√∂nes, bestuhltes Konzert der Hamburger Band. Der Sound lie√ü etwas zu w√ľnschen √ľbrig, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Es √ľberrascht dann doch, wie viel kompetente Musiker da auf der B√ľhne sitzen. Bei mir ist dieses Lied als Ohrwurm da geblieben. Die Band, von denen Totte selbst hier √ľber den Abend geschrieben hat, ist am Ende des Monats noch einmal in Oberhausen, wer sie nicht verpassen m√∂chte, es sei ihm oder ihr sehr ans Herz gelegt.

Monsters of Liedermaching, Haus der Jugend, D√ľsseldorf, 100 Zuschauer

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In letzter Zeit waren wir auf zwei Barcamps, eines davon in der GarageBilk in D√ľsseldorf und eines im Unperfekthaus in Essen.

Barcamp Netzpolitik

Dieses Barcamp wurde vom Ministerium f√ľr Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und ich habe hier dar√ľber gepodcastet, da geschrieben. Im Grunde war es nur ein Treffen von Leuten, die sich eh schon kannten und Spa√ü haben wollten, Ernsthaftig- und Nachhaltigkeit waren da nicht so gefragt. Gerade der lokale Politikbezug fehlte vollkommen. Eine f√ľr durch die Politik organisierte Veranstaltungen ganz typisches aussageloses Event, in dem sich ein paar Politiker sonnen wollten.

Barcamp.ruhr

barcampruhr

Nach einj√§hriger Pause wurde dieses Barcamp wieder aufgelegt, gef√ľhlt allerdings mit denselben scheubeklappten Pappnasen und Barcamptouristen wie vor Jahren. Klassentreffen nennt man das dann gerne, aber wer will schon jedes Jahr auf Klassentreffen?

Sicherlich bedeutet das Auf-die-Beine-Stellen eines solchen Barcamps viel Zeit und Kraft, aber auch bei diesem Barcamp zeigte sich, dass oftmals die Teilnehmer nicht sonderlich gut diskutieren konnten – und darunter subsumiere ich auch das Kritikabwiegeln mit „Irgendeiner meckert immer“-, debattieren dagegen mit Vorliebe. Das f√ľhrt auch hier wieder dazu, dass Nachhaltigkeit hopps geht, wenn man sie nicht auf Meet-and-Greet reduziert. Im Grunde schade, da die Atmosph√§re schon mal un√ľberhypter als die in D√ľsseldorf war.

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Ges¬≠tern waren wir bei der zwei¬≠ten Talk¬≠runde von Staf¬≠fan Val¬≠de¬≠mar Holm mit Vom Rit¬≠chie (Gro√ü¬≠bri¬≠tan¬≠nien, Schlag¬≠zeu¬≠ger (Die Toten Hosen)), Kyoko Jastram (Japan, Musik-Lehrerin), Fio¬≠rella Falero Rami¬≠rez de Ent¬≠ner (Peru, Studentin/Garderobenpersonal), Iraj Farzi Kah¬≠kash (Iran, B√ľdchen-Inhaber) dar¬≠√ľber, wie man in D√ľs¬≠sel¬≠dorf stran¬≠det und wieso man es inzwi¬≠schen mag. Das For¬≠mat ist sowas wie ein Selbst¬≠l√§u¬≠fer. Man bekommt schwere wie auch lus¬≠tige Geschich¬≠ten √ľber die Auf¬≠br√ľ¬≠che in die Fremde zu h√∂ren. Man lernt lebens¬≠lus¬≠tige Men¬≠schen ken¬≠nen, an denen man sonst viel¬≠leicht ein¬≠fach nur vor¬≠bei l√§uft. Dabei kommt die Frage, was an D√ľs¬≠sel¬≠dorf so toll sein soll, schon fast zu kurz, aber was will man auch sagen? Aus dem Publi¬≠kum kam die ver¬≠suchte Erkl√§¬≠rung: ‚ÄúClau¬≠dia Schif¬≠fer.‚ÄĚ, wor¬≠auf¬≠hin Holm meinte: ‚ÄúDas kann es nicht sein.‚ÄĚ

Viel¬≠leicht gibt es nicht sol¬≠che Gr√ľnde, viel¬≠leicht gibt es nur die geleb¬≠ten Erfah¬≠run¬≠gen, die alle G√§ste vor¬≠zu¬≠wei¬≠sen haben. Denn es springt ins Auge, dass alle, die auf der B√ľhne sind, so h√∂f¬≠lich wie offen sind, wenn es um die Geschich¬≠ten der ande¬≠ren geht. Vom Rit¬≠chie erz√§hlt, wie er mit sei¬≠ner Locker¬≠heit stu¬≠ren M√ľnch¬≠ner Poli¬≠zis¬≠ten begeg¬≠net, die seine abge¬≠lau¬≠fene Auf¬≠ent¬≠halts¬≠er¬≠laub¬≠nis mit ‚ÄúSchei√üe, Schei√üe, Schei√üe‚ÄĚ kom¬≠men¬≠tie¬≠ren. Fio¬≠rella Falero Rami¬≠rez de Ent¬≠ner beschreibt, wie sie ohne irgend¬≠wie deutsch zu k√∂n¬≠nen nach Deutsch¬≠land kommt, und dort ihr ers¬≠tes Date mit einem Taschen¬≠w√∂r¬≠ter¬≠buch bew√§l¬≠tigt. Kyoko Jastram erz√§hlt √ľber die musi¬≠ka¬≠li¬≠sche Gr√∂√üe Deutsch¬≠lands, die vor Ort doch etwas anders aus¬≠sieht. Und Iraj Farzi Kah¬≠kash berich¬≠tet dar¬≠√ľber, wie er im Iran die Revo¬≠lu¬≠ti¬≠ons¬≠be¬≠stre¬≠bun¬≠gen unter¬≠st√ľtzt hat, Krieg mit¬≠er¬≠lebt hat und schlie√ü¬≠lich in die DDR kommt, und eines Tages von einen Schleu¬≠ser in West-Berlin aus¬≠ge¬≠setzt wird ‚Äď ohne die Spra¬≠che zu k√∂n¬≠nen oder irgend¬≠je¬≠man¬≠den zu ken¬≠nen.

Also ein ganz gro√ü¬≠ar¬≠ti¬≠ges For¬≠mat, das Holm da aus dem √Ąrmel gesch√ľt¬≠telt hat, und bei dem an die¬≠sem Abend auf¬≠fiel, dass weder der Begriff ‚ÄúDie Toten Hosen‚ÄĚ, noch der Begriff ‚ÄúInte¬≠gra¬≠tion‚ÄĚ ein ein¬≠zi¬≠ges Mal gefal¬≠len ist. Wenn er es jetzt noch schafft, dem D√ľs¬≠sel¬≠dor¬≠fer Publi¬≠kum das Klat¬≠schen bei¬≠zu¬≠brin¬≠gen, ist ihm ein Denk¬≠mal sicher.

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