David Baddiel — The secret purposes

David Bad­diel ist in Großbri­tan­nien bekan­nt als Come­di­an und Mitschreiber von “Football’s com­ing home”. In Deutsch­land lei­der etwas unbekan­nt ist die Tat­sache, dass Bad­diel drei ganz wun­der­volle Büch­er veröf­fentlich hat, die außer dem let­zten auch in deutsch­er Sprache erschienen sind. “The secret pur­pos­es” schildert biographisch ange­haucht das Schick­sal seines Groß­vaters, der im Drit­ten Reich mit sein­er Frau aus Deutsch­land nach Eng­land flieht und dort wegen kom­mu­nis­tis­ch­er Ansicht­en interniert wird.

Zimmermann, Eduard — Auch ich war ein Gauner

Es ist schon ganz inter­es­sant zu lesen, wie Eduard Zim­mer­mann vor dem Zweit­en Weltkrieg lebte und nach dem zweit­en Weltkrieg ein wenig rum­gaunerte. Aber so schlimm war es dann doch nicht. Dass damals viel gehehlt wurde, machte bes­timmt viele zu Gaunern, die später davon abließen. So ganz spek­takulär will mir das nicht vorkom­men.

Dass er danach allerd­ings in hals­brecherisch­er Art und Weise in Frachträu­men von Schif­f­en als blind­er Pas­sagi­er gen Schwe­den schip­perte,

Gottschalk, Thomas — Herbstblond

Auto­bi­ogra­phien unter­liegen immer der Aus­gangss­chwierigkeit, dass der Autor die Sache gar nicht ganz oder gerecht erfasst hat, obwohl er doch selb­st meist dabei war. So ist das lei­der auch mit Thomas Gottschalk. Der Erfol­gsmod­er­a­tor von Wet­ten, dass ..? hat kaum eine Erk­lärung für den Erfolg der Sendung, seinen Anteil daran, und kann die unpassenden Ret­tungsver­suche,

Harlan, Thomas — Veit

Vor vier Jahren ent­deck­te ich Thomas Har­lan für mich. Schon merk­würdig, wer alles so am eige­nen Radar vor­bei geht. Wenn ich mich recht erin­nere, war das auch nur beim Durchzap­pen von YouTube, den genauen Anlass kenne ich nicht mehr. Nun kam mir auf dieselbe beiläu­fige Weise sein let­ztes Buch unter die Augen: Veit.

Zuckmayer, Carl — Geheimreport

Offen ges­tanden kenne ich nur wenige der in diesem Buch beschriebe­nen Per­so­n­en. Aber das scheint mir gar nicht so wichtig, denn Zuck­may­ers mei­n­ungsstark­er, pointiert­er Stil set­zt den mir bekan­nten scharfe Kon­turen und den anderen immer­hin ein ver­ständlich­es Bild. Man hat es hier mit dem Rück­grat eines wortre­ichen Schrift­stellers zu tun, der ver­sucht, unver­logen und fair gegenüber den Rollen der anderen zu sein.

Jensen, Caroline L. — Frau Bengtsson geht zum Teufel

Die Autorin hat wohl in Schwe­den vor diesem Mach­w­erk mit ein­er Pornobe­ichte Erfolg gehabt. Mein Inter­esse weck­te dieses Werk durch das Youtube-Video. Beim Lesen dieses Gott-Teufel-Haus­frau-Schinkens wartete ich immer irgend­wie darauf, dass der große Witz noch um die Ecke schaut — vergebens. Eine nette, kurzweilige Unter­hal­tung bietet der Schmök­er, aber wieso ich den gele­sen habe,

Kerkeling, Hape — Der Junge muss an die frische Luft

Dieses Buch ist wohl eher etwas für Fans des aktuell mit zu den bedeu­tend­sten Komik­ern zäh­len­den, gebür­ti­gen Reck­ling­hausen­ers.
Ker­kel­ing erzählt von ein­er fröh­lichen Kind­heit, die vom Tod sein­er Mut­ter über­schat­tet wird, welch­er allerd­ings auch der Fix­punkt für Ker­kel­ings spätere Kar­riere zu sein scheint. Sicher­lich ist diese Tragödie wesentlich für ein Ver­ständ­nis von Ker­kel­ings Kun­st, der Rest des Buch­es kommt allerd­ings etwas schwärmerisch-spir­ituell und banal daher.