Die Top10-Tweets des Oktobers

Psy­cho­the­ra­peu­tin hat mir ein Glas Rot­wein zum Ein­schla­fen emp­foh­len. Was wird sie mir als nächs­tes emp­feh­len: Ver­drän­gung?

— Eri­ka Rat­clif­fe (@ratcliffe_erika) 7. Okto­ber 2020

auf der wasch­ma­schi­ne stand noch 100 minu­ten und ich war mir für einen 30-jäh­ri­gen erstaun­lich sicher dass das eine stun­de ist

— lukas ‘brot­ein­heit’ die­s­tel (@EckDoktor) 28. Okto­ber 2020

„Hast du die neu­es­ten Zah­len schon gese­hen?“

„Es gibt neue Zah­len? OMG! Haben sie end­lich ‚drölf­zig’ auf­ge­nom­men?“

„Was?“

„Was?“

— Enten­schaf (@meisterkurs) 28. Okto­ber 2020

Du bist also Radio­lo­ge? Nenn mir alle Lie­der.

— Ann Wäl­tin (@Ann_Waeltin) 29. Okto­ber 2020

Es bleibt eines der gro­ßen humo­ris­ti­schen Man­kos der deut­schen Poli­tik, dass Herr Müt­zenich (SPD) mit Vor­na­men schlicht „Rolf“ heißt statt „Ich­find­mei­ne“.

— bov bjerg (@bov) 29. Okto­ber 2020

Klolektüre #28: Passig, Kathrin; Scholz, Aleks; Schreibner, Kai — Das neue Lexikon des Unwissens

Auch schon fast wie­der 10 Jah­re alt ist die­ser Lexi­kon­sschmö­ker. Auf dem Don­ner­bal­ken ist er doch eher etwas hin­der­lich, die Tex­te sind eher chao­tisch zusam­men­ge­stellt, das Vor­ge­hen unge­ord­net. Eini­ge der unge­klär­ten Wis­sens­fra­gen kann­te ich schon, eini­ge wür­de ich nicht dar­un­ter ein­ord­nen. Es ist eher ein Buch zum Rum­stö­bern, wenn man damit die Hoff­nung ver­bin­det auf ein The­ma zu sto­ßen, in das man sich ver­tie­fen möch­te, wozu das Buch dann lei­der nicht groß­ar­tig wei­ter­hilft.

Von fünf mög­li­chen Klo­rol­len bekommt die­ser Schmö­ker von mir:
2 von 5 Ster­nen

Wellenfutter #1: Hasters, Alice — Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten

Ich bin über die­ses Buch wegen des Ansto­ßes an den Kom­men­ta­ren von Die­ter Nuhr über eben jenes gera­ten. Und da ich durch­aus kri­ti­sche Ein­schät­zun­gen zu Nuhr tei­le, hat­te ich etwas Hoff­nun­gen in die Lek­tü­re gesetzt. Aber ach: So wich­tig es ist, Ras­sis­mus auf den Schirm zu brin­gen durch vie­le Stim­men, so ärger­lich ist es, wenn Autoren sich dabei durch unter­schwel­li­ge Vor­ver­ur­tei­lun­gen ande­rer so sehr selbst im Weg ste­hen. Hier wird mit anek­do­ti­scher Evi­denz ver­sucht, ein Ras­sis­mus­sys­tem auf­zu­zei­gen, was schief läuft. Und so unter­läuft die­sem Buch eine pein­li­che Kant-Kri­tik, aus der deut­lich wird, dass man ihn nicht gele­sen hat, was ja Nuhr zu die­sem Buch ange­krei­det wird, und dass Nuhrs Kri­tik, man ver­bes­sert eine Situa­ti­on von Vor­ver­ur­tei­lun­gen nicht über Vor­ver­ur­tei­lun­gen sei­ner­seits, zutref­fend ist, obwohl er das Buch nicht gele­sen hat.

Klolektüre #29: Feuerstein, Herbert — Feuersteins Reisen nach Alaska, Vanuatu, Arabien, Mexiko

Schon etwas älter, 20 Jah­re, genau gesagt, ist die­se Qua­si-Sekun­där­li­te­ra­tur zu Her­bert Feu­er­steins dama­li­ger Rei­se­sen­dung. Es wird von chao­tisch anmu­ten­den Film­auf­nah­men in aller Welt berich­tet, kurz­wei­lig und humor­voll. Inter­ers­san­ter­wei­se staubt das nicht mal son­der­lich an. Und man erfährt, wie sich die Wol­pers-Aver­si­on so gestei­gert hat.

Von fünf mög­li­chen Klo­rol­len bekommt die­ser Schmö­ker:
3 von 5 Ster­nen