Sommerlese

  • Sam Byers — Schönes neues Eng­land An guten Stellen ein erhel­len­der Hal­lo-wach-Mach­er über ein inner­lich zer­fal­l­enes Post-Brex­it-Eng­land, an schlecht­en Stellen ent­täuschen­des Creative-Writing-Resultat.
  • Salman Rushdie — Qui­chotte Gern gele­sene Farce inner­halb der US-amerikanis­chen Gesellschaft.
  • Janosch — Papa Löwe und seine glück­lichen Kinder. Klein­er Erziehungs­ber­ater Papa Löwe schmeisst den Haushalt und macht die Kinder glück­lich, während die Mama pupsende Mitar­beit­er belehrt. Sehr gut.
  • Aeneas Rooch — Mein wasserdicht­es Baby Nett geschrieben­er und inhaltlich für die Ziel­gruppe sehr lesenswert­er Elternratgeber.
  • Leav­is Car­roll — Alice in Brex­it­land Witzige Brex­i­ta­u­fab­rech­nung im Klassikergewand.
  • Oliv­er Kalkofe, Peter Rüt­ten — Die 100 schlecht­esten Filme aller Zeit­en Fan-Buch zur Tele-5-Rei­he ohne recht­en Mehrwert
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von der Lippe, Jürgen — König der Tiere

Der Autor war schon mal auf der Klos­et­tablage. Diese Geschicht­en gefall­en mir ein wenig bess­er als damals, und deut­lich bess­er als der Roman­er­stling, weil hier der Humor hier gut funk­tion­iert. Vielle­icht liegt von der Lippe die Langstrecke nicht, son­dern nur die kurzen Stücke von der All­t­agssi­t­u­a­tion bis zur irri­gen Verwicklung.

Von fünf möglichen Klorollen:

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Gute Nacht

Durch den Tod von Ruth Bad­er Gins­burg sieht Thorsten Den­kler den das lib­erale Ameri­ka in Gefahr. Kam mir jet­zt auch vorher nicht son­der­lich lebendig vor.

Wahrlich ein Wirtschaft­skri­mi: Wire­card and me [via]

Heike Buchter meint, der Tik-Tok-Taka-Tiki ger­ade kön­nte auch den deutschen Außen­han­del irgend­wann beein­trächti­gen.

Long­cat ist gestor­ben. Ruhe in Frieden.

Neueste Trends in der Flug­branche: Flüge nach nir­gend­wo und Fake-Flüge oder sowas.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer gewin­nt ger­ade eigentlich in der Krise? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Face­book bietet an Face­book und Insta­gram in Europa abzuschal­ten. AKZEPTIERT! What­sApp wollen sie dann doch wohl weit­er anbi­eten. Irgen­dein Hak­en ist ja immer.

Der CDU-Ober­bürg­er­meis­terkan­di­dat fordert, dass die Polizei ein­schre­it­et, wenn Kip­pen oder Kau­gum­mis auf die Straße gewor­fen wer­den. Erst dann fühlt sich der immer­schon­richtige Deutsche wieder sich­er. Wird sich­er mit dem vorhan­de­nen Per­son­al ganz ein­fach zu kon­trol­lieren sein, diese Kaugummikippenspuckmafia:

Das Ziel der Strate­gie ist es, Straftat­en bere­its im Anfangssta­di­um aufzudeck­en und zu verhindern.

YEAH! Raub­mord­kau­gum­mi­und­kip­pen­spuck­mafi­aminor­i­tyre­port. Dann sind wir endlich alle wieder sicher.

In Amerika­land ist man ja auch auf dieser pop­ulis­tis­chen Law-and-Order-Schiene unter­wegs, die ger­ade seit­ens der Regierung endgültig ins Ras­sis­tis­che kippt.

Und während ich mir die Frage stelle: Wen sich jemand schon ange­sprochen fühlt, wenn ihm uner­füll­bares Macht­demon­stra­tions­gepö­bel ent­ge­genge­brüllt wird, ist dem geholfen, wenn man ihm ein­fach Gebrülle ver­schreibt? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Gute Nacht

Die Über­schrift reicht mir fast schon zum The­ma Kinder-Osteopathie: Babys sind wed­er schief noch block­iert. [via]

Sen­sa­tion! Hak­le ver­sucht die Bild zu übernehmen:

“Mit diesem Kauf schwin­gen wir uns zur unange­focht­e­nen Num­mer eins in Deutsch­land auf, was die Her­stel­lung von Papier­erzeug­nis­sen ange­ht, die für den Arsch sind”, so ein Sprech­er von Hakle.

Flusskiesel blog­gt mit der Schreib­mas­chine.

Auch den muss man sich wirk­lich immer und immer wieder vor Augen hal­ten: CDU-Innen­poli­tik­er: Stärk­eres Augen­merk auf linke Gewalt richten

Die Zahl der Gewalt­tat­en in diesem Bere­ich hat sich laut Ver­fas­sungss­chutzbericht im ver­gan­genen Jahr nahezu ver­dop­pelt. Der Ver­fas­sungss­chutz verze­ich­nete 486 link­sex­trem­istisch motivierte Straftat­en — ein deut­lich­er Anstieg im Ver­gle­ich zu 2018. Dabei ging es häu­fig um Delik­te wie die Beschädi­gung oder Zer­störung von Wahlplakaten. 

DIE REDEN ÜBER KRICKELKRACKEL! [via]

Und während ich mir die Frage stelle: Wird das Beibehal­ten des Bloggens Gutes brin­gen? fahre ich den Rech­n­er runter.

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Moin

Chris­t­ian Wei­de­mann ver­reisst Markus Gabriels Ethik-Best­seller zu Coro­na-Krise.

In der taz meint Gabriel auch merk­würdi­ge Dinge:

Ich habe mich 2015 sehr geärg­ert über die Willkom­men­skul­tur. Warum? Da kom­men ein­fach Leute, die Gott sei Dank Rechte haben, soge­nan­nte Asyl­rechte, und jet­zt applaudiert man denen und heißt sie willkom­men. Warum? Das sind ein­fach Leute, die Rechte haben, und dazu gehört auch das Recht, ein Arschloch zu sein, man muss sie wed­er mögen noch willkom­men heißen, son­dern ihnen ihre Rechte und unsere Unter­stützung geben – ein­fach nur, weil sie auch Leute sind wie du und ich, nur aus Syrien oder Pakistan.

Ich habe mich ja noch nie geärg­ert, wenn wer anders wen anders gegrüßt hat und ich habe auch schon Leute gegrüßt, von denen ich nicht wusste, ob sie Arschlöch­er sind. Manch­mal ist es ein­fach ganz gut, Fre­undlichkeit vorzuleben.

Auf der Vogelkä­fig­seite kam rein, dass der Papst keine Organe spenden dürfe, da sein Kör­p­er der Kirche gehöre. Ist halt auch nur wegen der merk­würdi­gen Begrün­dung inter­ess­sant. Das ist wohl tat­säch­lich wahr, da wohl eine kün­ftige Verehrung wichtiger ist als das Ret­ten von einzel­nen Menschenleben.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben wir schon ein Rank­ing von Feuil­leton­philosophen? hole ich mir erst­mal noch einen Tee.

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