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Wegen Umzugs und Aufpassens auf die Nachkommenschaft wurde es lesetechnisch gesehen mau bei mir, ich halte mal fest, was im Sommer so unter meine Augen kam:

Gary Shteyngart – Willkommen in Lake Success Stark startender Roman ins heutige Amerika: Einem millionenschweren, aber nicht exorbitant reichen Investmentbanker fallen seine Lebenslügen vor die Füße, was nicht weniger wird, als er eine Odyssee startet, die ihm das Gestern wieder bringen soll, während ihm das Heute wegschwimmt. Verliert zur Mitte etwas an Spannung, gipfelt (SPOILERALARM) in der These, dass die USA ein Land ist, dass die schlimmsten Leute belohnt, und findet ein versöhnliches Ende. Etwas merkwürdig, dass einem Soziopathen so viel Wohlwollen entgegenkommt, ansonsten sehr lesenswert.
Georg Geismann – Einmischung ist Bürgerpflicht Gesammelte Briefe und andere Texte eines der unterhaltsamsten Kantianer. Diese werden zudem in den Kontext eingebettet, der den bloßen PDFs, die man im Netz von ihm findet, fehlen.
Dimitrij Kapitelman – Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters Autobiographisch wirkende Erzählung eines Sohnes über seinen aus der Sowjetunion nach Deutschland gekommenen Vaters, der auf Selbstfindungstrip ist, während sein Laden krieselt.
Leon de Winter – Geronimo Leidlich spannende Gesichichte, die an die Ereignisse der Ergreifung Osama bin Ladens angelehnt ist.
Rob Wijnberg – Nietzsche & Kant lezen de krant Essaysammlung des Miterfinders von De Correspondent. Unterhaltsam, süffig zu lesen, aber argumentativ ziemlich verblendet. Die eigene, im Niederländischen verhaftete Es gibt nur Meinungen, keine Wahrheiten-Attitüde nervt irgendwann, wenn jeder Artikel mit nicht-hinterfragten Ausgangslagen startet („Wo liegt die Moral: In der Tat oder den Folgen?“), in denen der Casus knaxus (Weder noch.) liegt. Ganz gruselig wird es, wenn auf als ausgebildeter Philosoph auf nicht-hinterfragte Interpretationen anderer Denker über andere Denker gebaut wird.

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Daniel Brössler schreibt, dass die FDP eigentlich nicht genug Themen besetzt, um bei Wahlen sich über Wasser halten zu können.

In Kleingeistereinistan steht Boris Johnsson mit wenig Aufwind vor seiner Neuwahlforderung.

Verkehrsregeln für’s All – angesichts des Betriebs, der dort oben herrscht, ein Gedanke, der nicht abwägig ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie tacktert man im All Knöllchen an? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Im Marienhospital in Düsseldorf, in dem unser Nachwuchs zur Welt kam, hat es gestern Abend gebrannt, ein Patient starb, vier sind noch in Lebensgefahr. Komisches Gefühl.

Ben feiert 18jähriges Bloggen, herzlichen Glückwunsch von hier aus. Da bin ich erst 2 Jahre später zu gekommen auf meiner 20 Jahre alten Seite. Man freut sich allerdings über fast jeden, der der Form so lange die Treue hält.

Flusskiesels Ode an die Dreischeibenomma, sehr hörenswert.

Und während ich mir die Frage stelle: Müsste man nach langjährigem Bloggen nicht einem Club beitreten, ehrenvollerweise? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Dies gilt es noch nachzureichen: Die skurrile Behauptung in der Wikipedia, die IVZ hätte im Gegensatz zu anderen Zeitungen Deutschlands an zahlenden Lesern hinzugewonnen, ist rasch korrigiert worden. Bloggen hilft 😉
Die Autorin dieser seltsamen Stelle hat übrigens die Information im Eintrag gelöscht, dass die IVZ durch die Einstellung der Ibbenbürener Ausgabe der Westfälischen Nachrichten Leser gewonnen hat.

Liest sich im Zusammenhang wie Schönfärberei. Wer hat denn daran ein Interesse?

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