Dass es so etwas gibt, wie ein Wahlbeeinflussungsverbot auf Twitter, ist im Grunde schon ein Grund, den Dienst argwöhnisch zu begegnen. WĂ€re ich nicht lĂ€ngst im Fediverse sicher gelandet, es wĂŒrde mir Bauchschmerzen bereiten.

Thomas Stadler ist der Zugang zu seinem Twitter-Account gesperrt worden, weil angeblich ein alter Tweet von ihm dazu diene, Wahlen zu beeinflussen. Sowas DĂ€mliches ĂŒberhaupt zu behaupten, ist schon eine Ansage. Stadlers in Rede stehender Tweet beinhaltet einen Rat an AfD-WĂ€hler, ihren Wahlzettel zu unterschreiben. Er ist mit einem Smiley am Ende versehen, der einen Zaunpfahlwink auf den Irrsinn des Rates darstellt, denn durch das Unterschreiben wird der Wahlzettel ungĂŒltig. Hierin eine ernsthafte Empfehlung zu sehen, beinhaltet, dass man Scherze nicht versteht oder dass man einrĂ€umt, dass es Personen gibt, denen es nicht möglich ist, diesen Scherz zu verstehen, die aber wĂ€hlen dĂŒrfen. Was fĂŒr sich genommen wieder ein Witz wĂ€re.

Kurz und gut: Ich glaube nicht, dass Twitter noch zu helfen ist.

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