Die von der CSU ausgerufene, ersehnte Konservativ-bürgerliche Wende ist nach Kirsten Girschick nur ein Überspielen des eigenen Wählerschwundes.

Weitere unfassbare Peinlichkeit im Fall des angeblich selbst angezündet habenden Oury Jalloh: Ein Zeuge möchte bei der Polizei eine Aussage machen und erhält stattdessen einen Verweis.

Das wird Sie jetzt sicher so überraschen wie mich: Die Weiterbildungsangebotet der Arbeitsagenturen helfen nicht den Arbeitslosen, sondern den Anbietern der Maßnahmen.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum gehen Skandale in der Presselandschaft gegenüber Popkulturstuss so unter? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Auch schon wieder 10 Jahre her:

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Alexander Dobrindt hat in der Welt ein politisches Mia-san-mia-Häuflein hinterlassen. So bange ist man schon in der CSU angesichts der Landtagswahlen. Will man Dobrindt verstehen, sollte man zunächst einmal seinen Sinn für Logik wegsperren. Für Dobrindt

dominiert in vielen Debatten eine linke Meinungsvorherrschaft eine dieses Schauspiel ertragende bürgerliche Mehrheit. Der Ursprung dafür liegt vor genau 50 Jahren, im Jahr 1968. Damals haben linke Aktivisten und Denker den Marsch durch die Institutionen ausgerufen und sich schon bald Schlüsselpositionen gesichert in Kunst, Kultur, Medien und Politik. Sie wurden zu Meinungsverkündern, selbst ernannten Volkserziehern und lautstarken Sprachrohren einer linken Minderheit.

Die 68er sind an allem schuld. Ich glaube, da verhebt sich der Dobrindt schon. Ein ganz großer Teil der Deutschen hat die 1968er damals so gut wie gar nicht wahrgenommen. Dass das konservative Verhalten nach dem Krieg, sprich: die Vergangenheit ruhen zu lassen, keine Kritik zuzulassen, eine Gegenreaktion hervorruft, das finde ich nur natürlich. Und überhaupt: In intellektuellen Kreisen gibt es seit je her eine linke Mehrheit, das haben die 1968er weder erfunden noch befördert.

Die 68er waren dabei immer eine Elitenbewegung, eine Bürger-, Arbeiter- oder Volksbewegung waren sie nie.

Ob jemand in der Mehrheit ist oder nicht, ist  nicht entscheidend dafür, ob Recht hat oder nicht. Und bei Bewegungen, sofern sie erfolgreich sind, ist es eben auch immer so, dass es Führungsfiguren braucht, die einen und die Bewegung vorantreiben.

Wo Linke seit 1968 versuchen, den Patriotismus als etwas Böses zu diffamieren, stehen wir zu Vaterland wie Muttersprache.

Ja, dolegsdinida.

Wir brauchen den Aufbruch einer neuen Bürgerlichkeit, die sich ihrer Werte und Freiheit bewusst ist. Wir brauchen den Aufbruch in eine neue, konservative Bürgerlichkeit, die unser Land zusammenführt, unsere Wertegemeinschaft stärkt und unsere Freiheit verteidigt.

Und nicht die der anderen, oder was. Und wozu überhaupt? Und was ist mit den Vertretern linker Bürgerlichkeit, die im Klima von Pegida Flüchtlinge bei der Einreise freundlich begrüßt haben, insofern unser Land zusammenführten, unsere Wertegemeinschaft stärkten und unsere Freiheit verteidigten? Deren Verhalten hat Wellen geschlagen. Mir fällt da gerade nicht mal ein aktuelles Beispiel von konservativer Seite ein.

Auf die linke Revolution der Eliten sollte unbedingt eine konservative Revolution der Bürger folgen

Eine Revolution wendet sich allerdings immer gegen ein bestehendes Machtsystem. Und Dobrindt meint, das sei in Deutschland gerade nicht links. Wir brauchen also eine konservative Revolution gegen eine konservative Regierung?

Was dem Dobrindt vorschwebt, wird es schlicht nicht geben. Konservative Ideen schlagen in Deutschland bis auf Weiteres keine volksbewegenden Wellen, dazu ist die Zugehörigkeit der Leute zur Aufklärung nicht gebrochen genug. Egal, wie sehr Dobrindt ihr an den Kragen will.

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