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Jede Pressemit­teilung in punk­to Online­mark­t­platz, den kein­er braucht, ein Anlass sich zu wun­dern:

Das geplante Förder­pro­jekt ist darauf aus­gerichtet, den örtlichen Einzel­han­del hin­sichtlich der Auswirkun­gen zunehmender Online-Affinität von Kun­den zu sen­si­bil­isieren,

Jaha, es sind nicht mehr die online-affine Kun­den, denen man etwas präsen­tieren möchte, son­dern die Händler muss man die Auswirkun­gen zunehmender Online-Affinität erk­lären. Das ist denen bis heute völ­lig unbekan­nt.

ihn bei der Ein­führung eigen­er Online-Ange­bote zu unter­stützen

Wer ist den von denen noch nicht im Inter­net, obwohl er das will, und zudem bere­it ist, die zusät­zlichen Arbeit­skräfte für einen Online­han­del einzustellen? Die Ärzte wohl nicht, die Friseure wohl nicht, die Restau­rants, Eis­die­len und Kneipen wohl nicht, die Spiel­hallen wohl nicht, die Bek­lei­dungs- und Schuhgeschäfte wohl nicht, die Apotheken wohl nicht, die Schreib­waren­lä­den wohl nicht, die Geschäfte größer­er Ket­ten wohl nicht, sehr kleine Geschäfte wohl nicht.

und über einen bere­its beschlosse­nen lokalen Online-Mark­t­platz hin­aus­ge­hende Aktiv­itäten und Zusat­zleis­tun­gen für Kun­den zu etablieren.

Ganz offiziell redet man jet­zt nicht mehr von einem beste­hen­den, son­dern von einem “bere­its beschlosse­nen”, mehr auch nicht, Online-Mark­t­platz, ungeachtet dessen, dass der alte schon keinen mehr inter­essiert. Das Cre­do lautet: Sachen auf ein­er Ibben­büren­er Inter­net­seite bestellen und am gle­ichen Tag liefern zu lassen — was die Unternehmer zusät­zlich Geld kostet. Das machen große Super­mark­tket­ten selb­st, Büch­er kom­men per Post, Fer­tigessen mit dem Piz­zataxi. Wo ist denn da die Mark­tlücke?

Fern­er soll das Pro­jekt die Attrak­tiv­ität und Funk­tion­al­ität der Ibben­büren­er Innen­stadt sowie der Zen­tren in den Ort­steilen steigern.

Natür­lich. Ich steigere die Attrak­tiv­ität der Innen­stadt ja auch dadurch, dass ich den Kun­den beib­ringe, dass sie ihre Waren auch von Zuhause aus kaufen kön­nen.

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Morgenkaffee

In mein­er Heimat­stadt gibt es eine Lokalzeitung, die gerne ihre Bedeu­tung her­aushebt. Es ist aber so, dass in let­zter Zeit so wenig kri­tis­ch­er Jour­nal­is­mus dort auf­taucht, dass die nächst größere Zeitung, die Neue Osnabrück­er Zeitung, genau diese kri­tis­che Berichter­stat­tung, wenn die Angele­gen­heit bedeu­tend genug ist, gle­ich mit erledigt. Ich komme darauf, weil die britis­che Inter­net­seite The Bureau of Inves­tiga­tive Jour­nal­ism den deutschen, ras­sis­tis­chen Twit­ter-Account @xyeinzelfall auseinan­dern­immt.

Stephen King ver­wurstet Don­ald Trumps Ver­schwörungs­the­o­rien über Barack Oba­ma zu ein­er eige­nen.

Katha­ri­na Grazin emp­fiehlt den Roman Real­itäts­ge­wit­ter von Julia Zange.

Pay­pal hat ger­ade das Prob­lem, dass über­wiesene Gelder nicht immer da ankom­men, wo sie hin­sollen.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist die anhal­tende Regierungskrise der USA Resul­tat eines niederge­hen­den Jour­nal­is­mus’? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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  • Putin Par­dons Russ­ian Woman Charged for ‘Trea­so­nous’ Text Mes­sages “Russ­ian secu­ri­ty agents arrest­ed Sev­as­ti­di in Jan­u­ary 2015, claim­ing that the friend to whom she had sent the mes­sages had been a Geor­gian spy. She was even­tu­al­ly sen­tenced to sev­en years’ impris­on­ment. Putin’s par­don, which comes into force on March 12, 2017, says that it was signed on “the prin­ci­ples of human­i­ty.” Sevastidi’s lawyer, Yevge­ny Smirnov, told the Inter­fax news agency that his client could not remem­ber appeal­ing to Putin for a par­don.”
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