Guten Morgen

Morgenkaffee

Auf der Insel ist jetzt wohl richtig Stimmung: Nicht nur, dass England bei der EM gegen Island rausgeflogen ist, die Regierung kündigt an, wegen des EU-Ausstiegs erstmal die Steuern erhöhen und die öffentlichen Ausgaben zu senken.

Der Schatzmeister der britischen Regierung, George Osborne, drückt es so aus:

Life will not be as rosy as it would be inside the EU

All das konterkariert die Aussage des möglichen neuen Ministerpräsidenten Englands, Boris Johnson, von gestern:

The only change – and it will not come in any great rush – is that the UK will extricate itself from the EU’s extraordinary and opaque system of legislation: the vast and growing corpus of law enacted by a European Court of Justice from which there can be no appeal. This will bring not threats, but golden opportunities for this country – to pass laws and set taxes according to the needs of the UK.

Brüssel hat verhindert, dass man in England die Steuern anzieht? Auch bei der New York Times hat man Verständnisschwierigkeiten:

the vision he sketched out — of a Britain that is still in a trading bloc with Europe — seemed at best difficult to achieve, since the price of membership in the single market has always been the two things the Leave movement explicitly campaigned against: free movement of European citizens across borders and contributions to the bloc’s operating budget.

Klaus-Dieter Frankenberger drückt es in der FAZ so aus:

Sollte sich herausstellen, dass Britannien auch künftig Lasten zu tragen hätte, welche die Wähler soeben abgelehnt haben, dann werden viele das Referendum als teuren und bösen Witz empfinden, erzählt von Politunternehmern in eigener Sache.

Und während ich mir die Frage stelle: Was erst, wenn man unterm Strich mehr zahlt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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