Lesezeichen vom 1. August 2015

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Lesezeichen vom 2. August 2015

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Alle reden vom Grex­it, in Frankre­ich redet man aber auch über den Deux­it.

Was Staats­ge­heimnisse anbe­langt, bin ich ja Kan­tian­er: „Alle auf das Recht ander­er Men­schen bezo­gene Hand­lun­gen, deren Maxime sich nicht mit der Pub­liz­ität verträgt, sind unrecht.“ Man muss nicht alles bre­it­treten, was man so tut, aber daraus eine Straf­barkeit abzuleit­en, damit tue ich mich schw­er. Und welche fremde Macht soll mit der Infor­ma­tion über die Höhe der Gelder, die in der Bun­desre­pub­lik für die Überwachung sozialer Net­zw­erke aus­gegeben wer­den sollen, großar­tig was anfan­gen? Und glaubt wirk­lich jemand, “fremde Mächte” bräucht­en Blogs, um an solche Infor­ma­tio­nen zu kommen? 

Offen­bar erken­nt nicht mal so ein Gen­er­al­bun­de­san­walt Staats­ge­heimnisse auf Anhieb, son­dern braucht einen exter­nen Gutachter. Aber so ein Jour­nal­ist soll das auf Anhieb erken­nen? Ich stell mal die Stop­puhr, wann sie Range aufs Altengleis stellen, jeden­falls hat er ger­ade den Schwarzen Peter dem Bun­desjus­tizmin­is­ter Maas zugesteckt: Der habe gestern die Nach­forschung, ob es sich bei den in Rede ste­hen­den Doku­menten um ein Staats­ge­heim­nis han­delt, gestoppt. Tja, und wenn kein­er genau weiß, ob das da ein Staats­ge­heim­nis ist, kann man wohl auch keinen wegen Lan­desver­rats ankla­gen. Der Gutachter hat aber wohl, bevor er in Urlaub gefahren ist, gemeint, das wäre wohl eins.

Was eine Posse. 

Und während ich mir die Frage stelle: Wann macht Maas mobil? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Zimmermann, Eduard — Auch ich war ein Gauner

Es ist schon ganz inter­es­sant zu lesen, wie Eduard Zim­mer­mann vor dem Zweit­en Weltkrieg lebte und nach dem zweit­en Weltkrieg ein wenig rum­gaunerte. Aber so schlimm war es dann doch nicht. Dass damals viel gehehlt wurde, machte bes­timmt viele zu Gaunern, die später davon abließen. So ganz spek­takulär will mir das nicht vorkommen. 

Dass er danach allerd­ings in hals­brecherisch­er Art und Weise in Frachträu­men von Schif­f­en als blind­er Pas­sagi­er gen Schwe­den schip­perte, beißt sich für mich fast ein wenig mit seinen späteren War­nun­gen in Akten­ze­ichen XY … ungelöst vorm Tram­p­en, was etwas bieder daherkam.

Die let­zten 35 Jahre seines Lebens kom­men vielle­icht gen Ende des Buch­es etwas kurz, aber man gewin­nt einen guten Ein­blick in seine Auf­fas­sung der Krim­i­nalsendung, die ihn so berühmt machte. Alles in allem ein unter­halt­samer Blick in eine jüngst ver­gan­gene Zeit.

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Lesezeichen vom 4. August 2015

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Lesezeichen vom 5. August 2015

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Mar­gari­ta Tso­mou, Her­aus­ge­berin des “Mis­sy Mag­a­zine”, haut mal bei den Krautre­portern auf die Kacke: Die deutschen Print­me­di­en haben bei der Griechen­land-Finanz-Krise ver­sagt und einen unter­schwelli­gen Nation­al­is­mus befördert:

das Sub­jekt dieses neuen Nation­al­is­mus ist der „deutsche Steuerzahler“ — meine Lieblings­fig­ur in der Debatte.

Rechte ziehen auf Patrouille durch Dort­mund.

Darauf habe ich ja gewartet: Es wird unter­sucht, ob es sich beim Ein­greifen von Heiko Maas in die Netzpolitik.org-Affäre um Strafvere­it­elung im Amt han­delt.

Und während ich mir die Frage stelle: Was kann der Maas eigentlich noch wer­den, wenn das mit der Poli­tik nicht klappt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Lesezeichen vom 9. August 2015

  • Thomas Moser| „Umpol­ung“ “Ermit­tlun­gen mit Schlag­seite kon­nten „keinen ein­deuti­gen Nach­weis erbrin­gen, dass Böhn­hardt und Mund­los am Tattag in unmit­tel­bar­er Tatort­nähe There­sien­wiese waren“. (Zitat BKA-Ermit­tlungs­bericht, Okto­ber 2012) Das wiederum kann bedeuten: Die wahren Täter oder Mit­täter laufen noch frei herum. Und die Ver­ant­wor­tung dafür haben die Bun­de­san­waltschaft, der Lan­desin­nen­min­is­ter, das LKA und auch der Erste Staat­san­walt von Heilbronn.”
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