Morgenkaffee

Heute wird mal in den Sonntagszeitungen geblättert.

Ich habe mir früher ja gerne wegen den Artikeln von Stefan Niggemeier die FAZ am Sonntag gekauft. Das habe ich dann eingestellt, als Niggemeier weg war. So ist es gekommen, dass ich lange Zeit die Zeitung nicht mehr gekauft habe. Heute schaute ich mal rein und bin dich erstaunt, wie wenig Journalismus in der Zeitung geblieben ist und wie viel Meinungshamtitam über Politiker und Künstler.

Was man lesen kann in der FAZ (ich finde derzeit noch keine Links, also sollte man sich die heute besser kaufen): Was der BND wirklich will von Frank Rieger und Constanze Kurz (mehr Geld für Abhörgeplänkel), Wer tötete Hae Min Lee? von Johanna Adorján (Podcastmördersuche der Radio-Sendung „This American Life“) und Ich ertrage diese Storys nicht mehr (Interview mit Martina Gedeck über ihre Rolle als Kirsten Heisig).

Die Süddeutsche Zeitung habe ich ja früher unheimlich gerne gelesen, bis die mir auf merkwürdige Art ein Abo reingedrückt haben, woraufhin ich die Zeitung nur noch sporadisch lese. Gerade umfunktioniert man die Samstagsausgabe zu einer Wochenendausgabe, was aber derselbe Wein in neuem Schlauch ist. Es ist angenehm weniger Heititei in der Zeitung drin, dafür:

Ein neues Europa mit England von Egon Bahr, Quälend von Cathrin Kahlweit (Geständnisrücknahme in einem Fall von Polizeiübergriffen auf einen abgeschobenen Asylbewerber), Nichts als das Leben von Frank Nienhuysen (über die Flucht von Krimtartaren und Ostukrainern) und Die Aussiedler von Peter Burghardt (deutsche Antisemiten, die 1886 im Urwald von Paraguay ein Dorf gründen, heute).

Und während ich mir die Frage stelle: Könnten die Krautreporter nicht noch was von der Süddeutschen lernen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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