Morgenkaffee

Bundespräsident Gauck besucht Griechenland und wird mit der Geschichte der 48.000 getöteten jüdischen Einwohner von Thessaloniki konfrontiert.

Heute entscheidet das Bundesverfassungsgericht, ob die 3%-HĂĽrde bei Europawahlen kippt.

Gestern lief ja der Wulff-Film auf Sat1, der mit *hust* fachkundiger und unkritisch gesehener Unterstützung von Blödzeitungsjournalisten zu stande kam. Sowwieso bringe das Betrachten des Films unterm Strich nichts, meint Josef Seitz beim Focus. Stefan Niggemeier erinnert an ein Buch, das die Rolle der Blödzeitung in der Causa Wulff in anderem Licht darstellt.

Apropos Blödzeitung, die meinte gestern wohl, man habe nun erstmals belegt, dass man an Haschischkonsum sterben könne. Sven Stockrahm schreibt, dass der vorliegende Fall diese These mitnichten unterstütze.

Und während ich mir die Frage stelle: Dient der Film demnach nicht der Aufklärung, sondern nur der Darstellung der Blödzeitung? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Da plappert die IVZ eine Prognose der Osnabrücker Stadtwerke zur Zukunft der geplanten Stadtwerke Tecklenburger Land nach, sprich von jemandem, der in dieser Angelegenheit ein Eigeninteresse hat, und erhält von 9 Bewertungen auf ihrer Artikelseite satte 9 mal die schlechteste Bewertung. Zu Recht. Denn bei den Leersprecheinlagen, die man da wiedergibt, verwundert es schon, dass keine der Bedenken, die Lesern des Artikels umgehend ins Auge fallen, einen Weg in den Bericht findet. So kommentieren Leser des Artikels z.B.

– zur Rentabilität

25.02.2014 07:24 von emsi:
Die Zahlen beweisen eindeutig wie unrentabel die Stadtwerke wirklich sind. Wenn eine Kommune erst nach 20 !!!! Jahren eine Dividende an den Verbraucher geben kann und dann effektiv erst Schwarze Zahlen einfährt,ist die Lage ja wohl klar. ABER, die Herren werden das Ergebnis schon im Vorfeld schönrechnen, sich die meiste Dividende geben und grünes Licht geben!!

– zu angeblichen Pluspunkten

25.02.2014 12:25 von Perro:
Hallo!
Zitat:
„Zu den Vorteilen gehöre, dass man einen Ansprechpartner vor Ort habe.“
…….hat man jetzt auch schon……
Zitat:
“ Hinzu komme das gute GefĂĽhl, etwas fĂĽr die heimische Wirtschaft zu tun, die mit Aufträgen bedacht wird.“
….auch heute arbeiten schon Firmen aus dem Umfeld fĂĽr die RWE/ Westnetz…..


– zur kritisierbaren Begutachtung

25.02.2014 15:53 von KritischesAuge:
Immer dann, wenn wer etwas will oder macht frage ich mich nach dem Warum. Wer verdient hier eigentlich….z.b…..direkt und warum verkauft jemand. Verdienen statt persönlich zahlen oder haften tun wohl einige BĂĽrgermeister. Die RWE verkauft hier was….warum gibt die RWE was vom Kuchen ab? Warum gibt es keine neutralen Berater fĂĽr die die ein Ja oder Nein letztlich entscheiden? Alles sehr seltsam. Ich denke, man sollte sich gut ansehen, welche Partei sich in IbbenbĂĽren wie positioniert….bald sind Kommunalwahlen.

– zum Lobbyistentum

25.02.2014 17:23 von kommentar:
Zitat: “ Ratsmitglieder …, … bei Sonderterminen am 5. und 6. März beraten lassen“.

„Beraten lassen“ ist hier wohl der falsche Ausdruck! Es erinnert eher an Verkaufsveranstaltungen, bei der erst der Saal verlassen werden darf, wenn der Verkäufer seinen Umsatz erreicht hat. Hier halt nur niveauvoller.

– zur Befähigung der Politiker, derart wirtschaftlich zu agieren:

25.02.2014 17:28 von Schnuffi 2:
Solage Politiker nicht zur rechenschaft gezogen werden können, was sie mit Steuergeldern machen, hat man als Bürger keine Chance, etwas dagegen zu tun.
Nichtwählen bringt da auch nichts.
Nur gut, dass ich nicht gezwungen werden kann, Kunde zu werden.
Alles andere kann man ja bei Teldafax lesen, aber da scheinen unser Vertreter des Volkes Scheuklappen zu tragen.
Abgesehen davon, dass Politiker jeglicher Fraktion meist für ihre Tätigkeit noch nicht einmal annähernd die richtige Ausbildung nachweisen kann, egal ob Kreis, Land oder Bund.
In der freien Wirtschaft undenkbar.
Von dieser Materie haben diese Leute keinen Schimmer Ahnung und davon eine ganze Menge.
Aber es ist ja nicht ihr Geld was dort in den Sand gestzt wird und zur Verantwortung werden sie nicht herangezogen.

Zur Frage, was die RWE von diesem Deal hat, zitiert ĂĽbrigens die NOZ Marc Schrameyer von der IbbenbĂĽrener SPD:

Sie sollten sagen, dass sie als Stadtwerke Osnabrück und RWE durch die neuen Stadtwerke auch Kunden gewinnen können, die sie sonst nicht erreichen. Insofern gibt es eine Win-Win-Situation.

Und wenn man laut WN selbst bei der CDU einräumt, bei der ganzen Angelegenheit ginge es auch stark um die private Versorgung von Politikern, d.h. neben deren fachlicher Eignung steht deren Objektivität in Zweifel:

„Kaum sind die Stadtwerke gegründet, geht die Jagd auf Pöstchen los“, kritisierte Jonas.

dĂĽrfte man doch etwas kritischeren Journalismus erwarten.

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