Eine Runde Schmökern mit Carsten Herkenhoff

Außer Haus

Wenn ich mal in meine Heimatstadt komme, dann miste ich gerne die Bücherschränke meiner Eltern aus und stelle die an die Luft gesetzten Schmöker in den ortsansässigen Bücherschrank. Das gibt einem die Gelegenheit, auch dort mal reinzuschauen, ob was Mitnehmbares eingestellt wurde. Das ist in Ibbenbüren zwar nicht sonderlich oft der Fall, kommt aber vor.

Auf dem Sofa

Gerade bin ich mit Peter Buwaldas Bonita Avenue durch, was schon ein ziemlicher Akt war, weil man einerseits wissen wollte, wohin die Geschichte steuert, andererseits die Geschichte nicht allzu einfach geschrieben ist und mitunter runterziehend. Für denjenigen, der bei sowas mitzieht, ist dies eine sehr unterhaltsame Lektüre. Auf die Ohren gibt’s gerade Thomas Manns Der Zauberberg, gelesen von Gert Westphal. Wunderbar.

Lesegeräte

Für unterwegs habe ich meinen E-Book-Reader, sowie mein Smartphone. Es ist mein dritter E-Book-Reader, Nr. 1 ließ ich beim Zugausteigen in Magdeburg auf dem Fenstersims liegen, Nr.2 wurde im Handschuhfach eines Umzug-LKW vergessen.

Ich finde E-Book-Reader dennoch ungemein praktisch, weil ich viel unterwegs bin und nun nicht mehr dutzende Bücher mitschleppe, die ich auch auf dem Reader mitnehmen kann.

Auf dem Reader schmökere ich gerade in Torsten Sträters Der David ist dem Goliath sein Tod. Mich überrascht, dass man auch ohne Sträters Vortrag – eigentlich ist er Slam Poet oder sowas – durchaus bei den Geschichten zum Lachen geneigt ist. Ein paar Geschichten sind auch lahm, oft ist irgendwie keine Tiefe da, aber für unterwegs ist der Schmöker ganz großartig. Auf meinem Handy findet sich gerade Ferdinand von Schierachs Verbrechen. Das finde ich zwar moralsich etwas verloren, aber beim Zahnarzt ist es eine bessere Lektüre als die Lesezirkeldinger. Und da es sich um kurze Episoden handelt, kann man auch nach einem halben Jahr Nichtbeachtung wieder einsteigen.

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