Guten Morgen

Morgenkaffee

Flusskiesel macht eine Blogschau. Sehr schön, sehr schön, sehr schön. Blogschau, schönes Wort.

Bleiben wir gle­ich mal bei sein­er Blogschau: Kosten­stelle ist auch so ein schönes Wort. Ger­ade, wenn man wie Volk­er Strübing ver­sucht, bei der Bahn etwas Milch für seinen Kaf­fee zu bekom­men.

Apro­pos Kaf­fee: Ben stellt fest, dass Kaf­feevol­lau­to­mat­en — auch so ein Wort, fast wie Verkos­tung — zusät­zlich zur eigentlichen Auf­gabe zum Nörgeln ani­mieren.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist eigentlich Carl Got­tlieb Her­ings “C‑A-F-F-E‑E/ trink nicht so viel Kaffee/nicht für Kinder ist der Türkentrank/schwächt die Ner­ven, macht dich schwach und krank/sei doch kein Muselman/der es nicht lassen kann.” schon poli­tisch kor­rekt eli­m­iniert wor­den? hole ich mir erst­mal noch etwas von diesem kof­fein­halti­gen Heißgetränk.

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Duve, Karen — Lexikon der berühmten Tiere

Das Sofa ist wohl nicht das einzige Plätzchen in den eige­nen vier Wän­den, an dem man gerne zur Lek­türe greift. Auch das stille Örtchen wird gerne für einen Blick in Gedruck­tes genutzt. Das hat in unseren Wän­den dazu geführt, dass Gäste unseres Lokuss­es sich­er sein kön­nen, Lesenswertes zu ent­deck­en.

Ein Klas­sik­er unter den Klolek­türen ist das Lexikon der berühmten Tiere. Von Alf und Don­ald Duck bis Pu der Bär und Ledas Schwan von Karen Duve und Thies Volk­er. In diesem Stan­dard­w­erk [ hier eine Besprechung von Flo­ri­an Felix Weyh ], bei uns in der Aus­gabe von 1999 aus­gelegt, wird von altertüm­lichen Gestal­ten wie den Eulen von Athen, Fabel­we­sen, Wer­be­fig­uren wie dem Erdal­frosch, Comic­fig­uren wie Fix und Foxi bis hin zu realen Tieren wie For­tunée, dem Mops der Kaiserin Josephine, so ziem­lich alles abge­grast, was man bis dato selb­st ger­ade noch in Erin­nerung hat.

Es ist also durch seine Lustigkeit, durch die Erin­nerungsmöglichkeit und die inter­es­san­ten, neuen Geschicht­en der Ide­ale Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Peter Buwalda — Bonita Avenue

buchleserMehr als 300.000 Mal wurde dieser Schmök­er alleine in den Nieder­lan­den verkauft. Es han­delt vom Ensched­er Hochschullehrer Sierius, dessen Kinder sein­er Patch­work-Fam­i­lie im Erwach­se­nenal­ter Prob­leme machen, was als heil­lose, gewaltvolle und sex­uelle Katas­tro­phe sein Leben zer­stört.

Der Ver­gle­ich mit Jonathan Franzen hinkt, denn bei Boni­ta Avenue han­delt es sich weniger um eine gesellschaftliche Analyse über eine Fam­i­lie als um die Odysee eines famil­iären Nieder­gangs. Im Nieder­ländis­chen reißt der Roman durch seine Wort­ge­walt mit, welche in der deutschen Über­set­zung lei­der oft­mals hol­prig daher kommt. Man braucht sicher­lich einen län­geren Atem, um mit dem Werk zurecht zu kom­men, aber es lohnt sich.

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