Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Bun­desregierung oder genauer das CDU geführte Bun­desin­nen­min­is­teri­um hat den Bun­destag bel­o­gen — und ver­sucht, das nachträglich in der eigentlichen Stel­lung­nahme rauszup­fuschen. Es geht um eine Sicher­heit­slücke bei Reglung­stech­niken von Heizkraftwerken, Brauereien und Gefäng­nis­duschen, die mit­nicht­en zur Zeit der Stel­lung­nahme behoben war.

Eben­so nicht ganz stimmte die Antwort des CDU geführten, nieder­säch­sis­chen Lan­desin­nen­min­is­teri­ums auf die Anfrage der Jour­nal­istin Andrea Röp­ke, ob sie vom Ver­fas­sungss­chutz überwacht werde. Das Innen­min­is­teri­um unter Leitung von Uwe Schüne­mann hat­te geant­wortet, es gäbe keine Akte über sie. Da hat dann die neue Präsi­dentin des nieder­säch­sis­chen Ver­fas­sungss­chutzes die Jour­nal­istin noch mal angerufen, man habe da doch was. Und was meint Schünemann?

Ich finde es aber bemerkenswert, dass die jet­zige Ver­fas­sungss­chutzspitze von den möglichen Ver­stößen offen­sichtlich schon län­gere Zeit wusste und es aus­gerech­net in dieser Woche der Öffentlichkeit präsentiert.

Ver­let­zun­gen der Presse­frei­heit als Wahlkampfge­plänkel. Nee, is klar.

Für Ulrich Horn gibt es schon einen Wahlver­lier­er: Den gemiede­nen Sig­mar Gabriel.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum fahren die immer das Bun­desin­nen­min­is­teri­um so groteskt gegen die Wand? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Journalistische Ausbeutung oder: Die hässliche Seite des amerikanischen Traums

Es war zu erwarten, dass der deutsche Ableger der Huff­in­g­ton Post eben­so wie in anderen Län­dern auch in Deutsch­land das Geschäftsmod­ell ein­set­zen möchte, Schreibern von Artikeln nichts für ihre Arbeit zu bezahlen. Das ist wohl auch genau­so einge­treten, wie dieser Link klar macht. Dem kann man direkt nichts bess­er ent­ge­genset­zen als der let­zte Kom­men­ta­tor dieses Artikels bei der Huff­po: Don’t write for free!

Es ist nichts anderes als die hässliche Seite des amerikanis­chen Traums: Das vage und ohne Ver­ant­wor­tung aus­ge­sproch­ene Ver­sprechen, dass man für die geleis­tete Arbeit möglicher­weise in der Zukun­ft etwas gewin­nt, während der Traumver­sprech­er direkt seinen Gewinn daraus zieht. Und die Leute, die so etwas betreiben sind moralisch schon so verküm­mert, dass sie keine Skru­pel in diesen Din­gen mehr kennen.

Macht doch jed­er. Funk­tion­iert doch pri­ma in Ameri­ka, dann kann es woan­ders nicht falsch sein. Kann es doch.

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