Guten Morgen

Morgenkaffee

Anfang des Jahres war ich in den USA und ein russischstämmiger Amerikaner erzählte mir, wie beunruhigend es für ihn sei, wie amerikanische Gehirnwäsche auf seinen Sohn erfolgreich wirke.

Dieser wolle gerade unbedingt Soldat werden, egal in welchen Konflikt er so gezogen werde. Schließlich ginge es um die Verteidigung des eigenen Landes. Als Alternative könne er sich vorstellen, auf Grund seiner jüdischen Zugehörigkeit für Israel in den Krieg zu ziehen. Und sowas aus dem Mund eines 17jährigen.

Aber diese Art erfolgreicher Gehirnwäsche kann man gerade auch bei Eric T. Hansen in der ZEIT nachlesen, der einem Brief Putins in der New York Times antwortet. Amerika sei das einzige Land, dass außenpolitisch mutig Verantwortung für die Welt übernehmen würde. Wirtschaftspolitische Interessen, Völkerrecht und Machterhaltungsgehabe knipst Hansen so einfach wie einen Lichtschalter aus und merkt gar nicht, dass die Strategie, seine Untertanen möglichst naiv zu belassen, damit sie nicht aufbegehren, auch bei ihm aufgeht. Das ist dieselbe Situation wie beim Autofahrer auf der Autobahn, der in den Nachrichten hört, ein Geisterfahrer sei unterwegs, und meint: „Einer? Hunderte!“

Und während ich mir die Frage stelle: Wann fangen die Amerikaner eigentlich mit diesem Auf-Linie-trimmen an? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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