Molto non bene

Manchmal kommst du hinter die Frauen auch nicht hinter. Da sitzen wir gemütlich beim Nachbarn zum Geburtstagsfeiern in großer Runde und seine Frau spielt sich halt gastgeberisch etwas auf – soll sie doch. Meiner Holden missfällt sowas immer gleich, sie mag’s leise geordnet, nicht über die Strenge schlagend, bedacht – sie wissen schon: spießig halt.

Nur geht mir sowas immer am Allerwertesten vorbei, was die Hühner da begackern. Mir klagte mein Nachbar das Leid mit seinen Toskana-Terrassenfliesenfugen. Die Fliesen sind erst vor 2 Jahren neu verlegt worden, bei dem Regen wären die aber irgendwie auseinander gegangen. Er wüsste gar nicht warum, ob’s am Regen läge? Oder an den Fliesen?

Ich meinte dann, sicherlich etwas auftrumpfend, Nee, nix Regen, der Fugenspachtel sieht alloplastisch aus, dein Fugenmeister hat da wohl krudes Zeugs verfugt.

Meine Holde war schon den ganzen Abend fuchsig auf die Hausherrin, manchmal können sich Frauen ja nicht so riechen. Da baut sich dann sowas von eine Abneigung auf, das kriegt man manchmal gar nicht mit. Verstanden hat meine Holde aus meiner Äußerung wohl, dass ich nicht der Fugenspachtel siehr alloplastisch aus, sondern mich auf die Seite der Nachbarin geschlagen und gesagt hätte, seine alte Schachtel sähe phantastisch aus und dampft ab – ohne irgendein weiteres Wort mit mir zu wechseln.

Solche Kindereien muss sie dann aber echt mit sich selbst ausmachen. Mit dem Nachbarn musste ich eh noch die Spielregeln unseres Kicktippspiels ausmachen, schließlich startet heute die Bundesliga wieder. Da braucht man Nerven für,

ihr Philibb

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