Guten Morgen

Morgenkaffee

Das ganze Internet wird überwacht. So neu kommt einem das aber nicht vor. Neu ab heute: Neben dem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz tritt das Leistungsschutzrecht für Presseverleger in Kraft und jeder sollte aufpassen, wie er, wenn er, Presseverlagsprodukte zitiert und verlinkt. Don Dahlmann erklärt es aus seiner Sicht:

Ich glaube den Verlagen nichts mehr. Weder, dass sie auf Abmahnungen verzichten, noch, dass die Autoren, von deren Texten die Verlage ja leben, am Ende beteiligt werden. Die Konsequenz ist, dass ich weder hier, noch in meinen anderen Blogs und Magazinen Links zu deutschen Verlagsseiten setzen werde. Um rechtssicher verlinken zu können, müsste ich von jedem Verlag eine Freigabe erbeten, das mache ich sicher nicht. […] Die Verlage haben sich mit dem LSR ein Monster erschaffen, das nicht zu kontrollieren ist.

Die FAZ hat Blogger Fefe zur Hacker-Konferenz „Blackhat“ in Las Vegas geflogen, um die dort stattfindende Stellungnahme des NSA-Geheimdienstchefs Keith Alexander zu verfolgen. Im eigenen Blog schreibt er:

Es gab das übliche Programm, was ich mal als die US-Version der Ziercke-Tournee bezeichnen will. Internetzensur begründet man mit Kinderpornographie, Abschnorcheln begründet man mit den Terroristen. Und so was jedes zweite Wort „Terrorist“ in der Keynote. Die seien halt unter uns und da müsse ja jemand was tun. Ob er sich als Befehlsempfänger sieht oder als Akteur kam nicht wirklich rüber, weil er jedes Indiz auszuräumen versuchte, dass das in irgendeiner Art und Weise moralisch verwerflich sei, was die NSA da tut. Alles total harmlos! Wir haben da nur ein paar Telefonnummern und verknüpfen die, und damit geben wir dann wertvolle Hinweise an das FBI, und die laufen dann mit National Security Letters los, finden die Namen der Verdächtigen, haben dank unserer Daten „probable cause“ und schicken dann einen Richter los. Man könnte es fast zusammenfassen als: Wenn hier einer zu viel Macht hat, dann das FBI!1!!

Das fiel ihm wohl auch selber auf, daher schloss sich eine Hollywood-mäßige Lobeshymne an. Das FBI sei eine großartige Behörde, und ihr Leiter Robert Mueller, das ist ja der tollste Mann, den er je kennengelernt hat. Das war echt wie eines dieser schmierigen Making-Of-Trailer aus Hollywood. Es sei ein Privileg und eine Ehre, mit allen diesen tollen Menschen zusammenzuarbeiten. Alle Mitarbeiter seien selbstlose, ehrenwerte Menschen, die Amerika zu einem besseren Ort machen wollen!

Ulrich Horn fasst kurz zusammen, wieso allein die Diskussion um seine Doktorarbeit Norbert Lammerts politische Karriere beenden könnte .

Und während ich mir die Frage stelle: Was passiert wohl, wenn die Bösen sich in die NSA einhacken oder Böse bei der NSA arbeiten? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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