Guten Morgen

Morgenkaffee

Ein paar Umstel­lun­gen sollte es heute geben: Der Google Read­er soll abgeschal­tet wer­den, funk­tion­iert derzeit aber noch. Vielle­icht sind denen die Daten­men­gen zu viel gewor­den. Das Ziel, RSS zu ver­nicht­en, wird wohl eher nicht erre­icht.

Die NSA hat sys­tem­a­tisch Botschaften aus­ge­späht. Wegen Ter­ror und so.

Min­is­ter­präsi­dentin Kraft ist in Mün­ster von demon­stri­eren­den Beamten aus­gep­fif­f­en wor­den.

Kai Bier­mann fordert im Zuge des Daten­ab­fan­gen-Skan­dals der USA in der ZEIT eine umfassende Mail­ver­schlüs­selung seit­ens der Provider.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann kriegt die NSA denn dann die 4jährigen in den Griff, die ihre Ver­wandten erschießen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Laut Wil­ikeaks beantragt Edward Snow­den auch in Deutsch­land Asyl. Allerd­ings ist Wik­ileaks ger­ade mit äußer­ster Vor­sicht zu genießen.

Das Kriegsmin­is­teri­um ver­sucht sich ger­ade in ein­er Transparanzini­tia­tive. Die Süd­deutsche hat da noch ein paar Fra­gen.

Da kann man Sascha Lobo wirk­lich mal zus­tim­men: Es ist wirk­lich merk­würdig, dass bei all den aktuellen Mel­dun­gen nichts von den Pirat­en zu hören ist:

Und während ich mir die Frage stelle: Sind die Pirat­en unfähig, intern für eine Wech­sel­stim­mung zu sor­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Michael Spreng hält fest, wie gut das deutsch-türkische Ver­hält­nis inzwis­chen ist und worauf man kün­ftig acht­en sollte.

De Prozess um den Jenaer Jugendp­far­rer Lothar König gerät ins Stock­en: Offen­bar sind Videos aufge­taucht, die nur in verän­dert­er Form in den Prozess einge­gan­gen sind. Königs Anwalt spricht von ein­er polizeilichen Fälscher­w­erk­statt.

Lorenz Matzat meint, dass die Poli­tik das PRISM-Prob­lem nicht lösen wird.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer­den die Leute heutzu­tage schneller entrüs­tungsmüde? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Der Inter­net-Sicher­heit­sex­perte Felix von Leit­ner, auch als Fefe bekan­nt, äußert sich in der FAZ dazu, wie man auf die aktuelle Sicher­heit­slage reagieren kann.

Sig­mar Gabriel hat laut der Süd­deutschen Zeitung gestern bei Anne Will mächtig gepunk­tet. U.a. damit:

Die Frei­heit­srechte sind das wichtig­ste in unser­er Ver­fas­sung, dafür haben viele Men­schen ihr Leben geopfert. Der Staat muss begrün­den, nach­weisen, kon­trol­lieren, wie weit er diese Frei­heit­srechte im Einzelfall und nur dann, wenn schwere Straftat­en zu befürcht­en sind, ein­gren­zen darf. Und jet­zt erleben wir das genaue Gegen­teil. Das ist die Zer­störung unseres Werte­fun­da­ments, mit dem wir in der Ver­gan­gen­heit unsere Zusam­me­nar­beit mit den Vere­inigten Staat­en und die Europäis­che Union begrün­det haben.

Heute protestieren WordPress.org, Red­dit, Mozil­la u.a. online gegen PRISM .

Sie haben Post? Ange­blich lässt die USA den Briefverkehr all ihrer Bürg­er abfo­tografieren .

Und während ich mir die Frage stelle: Wann kommt denn mal ein amerikanis­ch­er Liebesfilm-Tele­fon­di­en­sts­pi­onage-Film in die Kinos? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Sascha Pal­len­berg, der let­zte Woche mit seinem Adblock-Plus-Ein­trag Furore machte, macht nun mit Caschy von Stadt-Bremerhaven.de, den ich mal zu Twit­ter brachte, einen Pod­cast. Fre­undlich gesagt, die Banal­itäten­pa­rade hat noch viel Luft nach oben.

Kat­ja Petrowska­ja hat den 37. Inge­borg-Bach­mann-Preis erhal­ten. Zudem wurde bekan­nt, dass der Preis selb­st erhal­ten bleibt. Ihr Buch gibt es allerd­ings erst 2014 zu kaufen:

Erzählt wird die von ein­er Enke­lin imag­inierte Geschichte vom Tod ihrer jüdis­chen Urgroß­mut­ter, die 1941 in Kiew von den Nazis erschossen wird.

Nach Her­fried Mün­kler hät­ten die Europäer vergessen, den Amerikan­ern gegenüber kri­tisch zu sein. Um mal nicht zu vergessen, Her­fried Mün­kler gegenüber kri­tisch zu sein: Ich glaube, er wollte ein­fach nur irgend­wie was zu PRISM schreiben, ohne tief­ere Ein­sicht­en zu haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum gibt es den Inge­borg-Bach­mann-Preis nicht nur für voll­ständig vor­liegende Büch­er? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ab August wird das von Axel Springer bei der Bun­desregierung bestellte lob­byierte Leis­tungss­chutzrecht in Deutsch­land recht­skräftig, was grund­sät­zlich nichts anderes mit sich zieht, als dass beim zitieren­den Ver­linken von Ver­lag­s­tex­ten äußer­ste Zurück­hal­tung geboten ist. Ste­fan Nigge­meier hält fest, dass Jour­nal­is­ten als Urhe­ber von diesem Recht nicht auch nur ansatzweise prof­i­tieren wer­den. Das ist ja über­haupt ein­er der größten Schild­bürg­er­stre­iche, dass im Zusam­men­hang mit dem LSR dauernd die Zukun­ft des kri­tis­chen Jour­nal­is­mus’ the­ma­tisiert wurde, wo es doch nur um die Sicherung von Ver­lagspfrün­den ging.

Die NPD hat in Bay­ern in vie­len Wahlbezirken nicht genü­gend Unter­stützer­stim­men sam­meln kön­nen, um zur Bun­destagswahl zuge­lassen zu wer­den, auch wenn die Unter­schriften­samm­ler 5€ pro Unter­schrift bekom­men haben sollen.

Kon­rad Ade­nauer hat den Briten und Amerikan­ern erlaubt, in Deutsch­land rumzuschnüf­feln. Offen­bar gel­ten diese Erlaub­nisse noch heute.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann the­ma­tisiert der erste jet­zt wieder die Schuld­frage? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Nicht mal bei Axel Springer kann man der derzeit­i­gen USA-Reise des Innen­min­is­ters irgen­det­was abgewin­nen. Stattdessen hätte Leutheuser-Schnar­ren­berg­er fahren sollen.

Felix Schwen­zel favorisiert eben­so die Bun­desjus­tizmin­is­terin in Sachen PRISM, kon­sta­tiert aber, dass in der Poli­tik sowieso alle mit PRISM über­fordert seien.

Kon­stan­tin Klein erk­lärt, wie sich im Zuge von PRISM auch die Rede von Sicher­heit bei De-Mail ger­adezu ver­pul­verisiert hat. Diese nicht vorhan­dene Sicher­hheit hat der Chaos Com­put­er Club (CCC) schon im März als gewollte Hin­tertür für Polizei und Geheim­di­en­ste deklar­i­ert. Eine Entwick­lung, die man widerum beim Ver­fas­sungs­blog so zusam­men­fasst:

Jen­seits des Regierungsnet­zw­erks ist der Staats­feind. Jen­seits des Regierungsnet­zw­erks sind … wir.

Und während ich mir die Frage stelle: Wozu ist der Friedrich eigentlich im Amt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Vertrauen

kannitverstanIn zwei unter­schiedlichen Blogs war ger­ade die Rede von Ver­trauen: Bei Had­mut Danisch und Felix Schwen­zel. Zwei sehr unter­schiedlichen Blogs. Hart­mut Dan­ish nahm die Fed­er auf, dass selb­st unter Krim­inellen Ver­trauen herrschen müsse, damit Sys­teme wie das der Mafia funk­tion­iere. Felix Schwen­zel schreibt darüber, dass Ver­trauen gegenüber Fir­men darüber entschei­de, wie groß der Zus­pruch ihrer Kun­den sei. Was bedeutet nun eigentlich Ver­trauen?

Ver­trauen ist die zwis­chen­men­schliche, nichtver­tragliche Annahme, mein Gegenüber bekenne sich ein­er moralis­chen Ver­ant­wor­tung´, sei daher mir gegenüber aufrichtig und wolle mir durch das, was er tut, nicht schaden. Insofern ist Mis­strauen sicher­lich das Gegen­stück zu Ver­trauen, aber Ver­trauen ist mehr als die Abwe­sen­heit von Mis­strauen, was auch lediglich Unbeküm­mertheit sein kann: Man hegt keinen Arg­wohn.

Im eigentlichen Kon­text bezieht sich Ver­traue auf ein soziales Ver­hält­nis zwis­chen moralis­chen Per­so­n­en. Es richtet sich nicht auf juris­tis­che Per­so­n­en.

Der Fehler, der im Mafia-Beispiel began­gen wird, das Danisch auf­greift, ist, dass Ver­trauen lediglich als funk­tion­ieren­des Net­zw­erk ange­se­hen wird. Die Mafia ist oft­mals ein funk­tion­ieren­des Net­zw­erk, beruht aber grundle­gend auf Mis­strauen, Angst und Geldgi­er. Sofern ein Teil des Net­zw­erkes die Spiel­regeln dieses Net­zw­erks ken­nt, weiß er, dass er nie­man­dem inner­halb des Net­zw­erkes, außer eventuell sein­er genetis­chen Fam­i­lie, d.i. Per­so­n­en, die in einem grun­f­sät­zlichem sozialen Ver­hält­nis ihm gegenüber ste­hen, ver­trauen sollte. Zwar kann er davon aus­ge­hen, dass es bes­timmte Funk­tion­sweisen inner­halb dieses Net­zw­erkes gibt, mit anderen Worten: Er kann darauf ver­trauen, dass bes­timmte Hand­lungsweisen von stat­ten gehen, allerd­ings ist diese Rede von Ver­trauen nur eine über­tra­gene. Kurzum: Im Kern heitß Ver­trauen inner­halb des Mafia-Beispiels: Die Mafia ist ein funk­tion­ieren­des Net­zw­erk, weil das Net­zw­erk funk­tion­iert. Rede ich davon, dass selb­st die Mafia Ver­trauen brauche, ver­mis­che ich zwei Redeweisen von Ver­trauen: Die ursprünglich moralis­che und die über­tra­ge­nen, bloß tech­nis­che.

Und wenn Felix Schwen­zel “das angesichts der unfass­barkeit all dieser hin­ter­fotzigkeit und unaufrichtigkeit” von Fir­men sein Pop­corn im Halse steckt, sollte eben­so berück­sichtigt wer­den, dass es schon ein Fehler war, bei Fir­men in moralis­chem Sinne von Ver­trauen auszuge­hen. Wie beim Mafia-Beispiel kann man nur davon aus­ge­hen, dass ein Net­zw­erk funk­tion­iert, wobei dieses in Rede ste­hende Net­zw­erk Nutzer offen­bar als moralis­che Per­so­n­en anerken­nen sollte und nicht lediglich als tech­nis­che Bausteine. Aus bloßer Sicht der Spielthe­o­rie völ­lig unver­ständlich.

[ Foto: Rachel PaschWhat part of… | CC BY-NC 2.0 ]

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Guten Morgen

Morgenkaffee Für alle Fre­unde von tollen Popquizzen enpfehle ich heute ein­mal Sacha Brohms TOLLES POPQUIZ 2013.

Ste­fan Nigge­meier meint, Angela Merkel habe nichts Wesentlich­es zu sagen zum aktuellen Abhörskan­dal — und tue das auch.

Der neue Radio-Tatort ist raus. Till­mann liest E‑Mail für alle und Tat­jana Steve Mar­tins Shop­girl.

Und während ich mir die Frage stelle: Wun­dert sich noch jemand, dass die Merkel auch in der DDR nie die Klappe aufgemacht hat? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Innen­min­is­ter Friedrich hat in den USA nicht ein­mal her­aus­find­en kön­nen, wie weit­ge­hend die NSA die deutschen Bürg­er auss­pi­oniert. Vielle­icht fragt er mal beim BND nach. Wie viele tat­säch­liche Ter­rorge­fahren tat­säch­lich durch PRISM ver­hin­dert wur­den? Fra­gen Sie nicht den Min­is­ter.

Thomas Otto schreibt, 30% der Ama­zon-Bew­er­tun­gen seien gefälscht. 5€ bekommt man für eine der­ar­tige Rezen­sion.

Adri­an Chen stellt die Frage:

After all, the U.S. would nev­er think of shield­ing some­one accused of ille­gal­ly leak­ing anoth­er country’s clas­si­fied infor­ma­tion, right? Ha ha, of course we would.

und bespricht dann den Fall des Schweiz­ers Michel Christo­pher Meili, den die USA beschützte, als die Schweiz hin­ter ihm her war.

Flusskiesel bespricht Timisore­ana.

Und während ich mir die Frage stelle: Würde ein Poli­tik­er wohl gewählt wer­den, wenn er ein­fach nur ver­spricht, immer ehrlich zu sein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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