Morgenkaffee

Ich Arbeit­erkind, ganz wun­der­bar unprä­ten­tiös­er Text von Mar­co Mau­r­er. (aus den Links von Diplix, wo sich noch mehr lesenswerte Texte find­en.)

Don Dahlmann über das Prob­lem der Schaden­freude beim Dschun­gel­camp.

Die Linke will, dass man in Deutsch­land nicht mehr als 40.000€ monatlich ver­di­enen kann.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer­den die Linken radikaler, jet­zt, wo sie im West­en kein­er mehr wählt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Wie ich vor 9 Monat­en schon schrieb: Die Dis­ser­ta­tion­sar­beit von Annette Scha­van taugt nicht. Da mag man bei der Süd­deutschen noch kom­men­tieren, dass die Entschei­dung der Uni­ver­sität Düs­sel­dorf, Scha­van ihren Dok­tor­grad zu entziehen, falsch ist, eine Dis­ser­ta­tion ver­jährt eben nicht. Ein Rück­tritt liegt nahe.

Alexan­der Wal­lasch emp­fiehlt das Blog ein­er Frau aus dem Haarem Rain­er Lang­hans’.

Eric T. Hansen meint, die Deutschen seien ver­glichen mit Amerikan­ern bezüglich des Humors zu intel­li­gent. Hansen, ken­n­ta, ken­n­ta, ken­n­ta?

Und während ich mir die Frage stelle: Wie stark darf eigentlich eine Bil­dungsmin­is­terin, die nicht ein­mal Pla­giate erken­nt, der Wis­senschaft in den Rück­en fall­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Die Süd­deutsche Zeitung hebt her­aus, dass im Ver­fahren um die Aberken­nung des Dok­tor­grades von Bil­dungsmin­is­terin Scha­van, die Rolle der Uni­ver­sität Düs­sel­dorf, zu der gehört, im Pro­mo­tionsver­fahren ver­sagt zu haben, zu wenig Beach­tung erhält.

Das ist schon krass, wie die Abmah­nin­dus­trie Ger­ingver­di­ener aus­beit­et, weil sie juris­tisch nicht auf der Höhe waren: Fam­i­lie in Bram­sche soll, nach­dem Sohn ange­blich eine Tor­rent-Datei gesaugt hat, peu á peu pro Lied zahlen — max­i­mal 100.000€.

Hierzu schreibe ich: Wenn ein Abmahn­schreiben wegen ille­galem File­shar­ings ins Haus flat­tert, ist vie­len gar nicht klar, dass sie den größten Fehler erst noch bege­hen. Daher unbe­d­ingt sofort einen Inter­ne­trecht­sex­perten kon­tak­tieren, wie aktuelle Fälle zeigen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer schützt Nor­mal­sterbliche eigentlich vor Juris­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee Ulrich Horn beleuchtet den Kol­leter­alschaden des Peerblogs, ein Blog, das ange­blich unab­hängig den Wahlkampf Peer Stein­brücks unter­stützen sollte. Die ver­mutete Nähe zum Blog Wir-in-NRW, worüber im NRW-Wahlkampf 2010 mas­siv Indiskre­tio­nen aus dem CDU-Umfeld veröf­fentlicht wur­den, sowie die ungek­lärte Finanzierung brin­gen nun die SPD in Zwielicht. Und dass die CDU gegen diese Angele­gen­heit nicht mit einem Unter­suchungsauss­chuss vorge­ht, spricht auch Bände.

Ich hat­te mich auch schon gewun­dert, wie unre­al­is­tisch im Fernse­hen Dingfest­machun­gen von Krim­inellen geschildert wer­den. Meist guckt der zuständi­ge Ermit­tler ruhig und grim­mig, während man selb­st meint, dass die Vor­würfe ziem­lich halt­los sind und in der Luft zer­fet­zt wer­den kön­nen. Und nun dies: Der 10jährige, der in den USA seinen recht­sradikalen Vater erschoß, hat sich argu­men­ta­tiv an US-Krim­is­e­rien ori­en­tiert.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man den Kindern in der Schule nun auch mal beib­rin­gen, dass das Fernse­hen lügt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Cas­ca­da fährt mit Glo­ri­ous zum Euro­vi­sion Song Con­test nach Malmö. Hat man auch irgend­wie alles schon mal so gehört, was in dem Lied drin ist.

Bei Mais­chberg­er wollte Matussek darauf aus, dass Eltern ihre Kinder auf der Suche nach Werten in katholis­che Kindergärten schick­en, und kriegt von Fliege pro­vokant eingeschenkt, dass dies eher deswe­gen wäre, weil katholis­che Kinderkärten türken­freiwären.

Ulrich Horn beleuchtet die Berater- und Beratungskatas­tro­phen bei Peer Stein­brück.

Und während ich mir die Frage stelle: Was würde eigentlich passieren, wenn Spitzen­poli­tik­er ohne Berater Wahlkampf macht­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

CDU/CSU und FDP wollen Abmahn­ab­zock­en doch nicht ent­ge­gen­treten .

Joachim Rohloff nimmt anlässlich Frank Schirrma­ch­ers neuem Buch das alte auseinan­der . Dabei ver­wun­dert es schon einiger­maßen, wie viele gram­matikalis­che Fehler sich im Buch unredigiert find­en lassen. Aber auch stilis­tisch ist Rolof etwas ange­fressen:

Es ist ohne­hin stets zu empfehlen, nur Ver­gle­ich­bares zu ver­gle­ichen, auch wenn das Frank­furter Feuil­leton sich zur kün­stlichen Erzeu­gung von Tief­sinn gern des Tricks bedi­ent, ger­ade solche Gegen­stände zu ver­gle­ichen, die nichts miteinan­der zu schaf­fen haben, das Ter­tium Com­pa­ra­tio­nis mit Gewalt her­beizuziehen und das Resul­tat, das aus nichts beste­ht als der Fest­stel­lung, das Ver­glich­ene sei ver­gle­ich­bar, für einen Gedanken auszugeben. Diesen Trick hat Schirrma­ch­er hier lei­der falsch angewen­det, obwohl er eigentlich doch weiß, wie’s geht: Auch die Bibel war einst eine große Such­mas­chine.

Und während ich mir die Frage stelle: Wozu liest man eigentlich Büch­er von Schirrma­ch­er? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Han­nah Wil­heilm haut in die Gerechtigkeitskerbe, was das ach so vornehm wirk­ende Großspenden von Mil­liardären ange­ht.

Bess­er spät als… Die CDU ver­langt von der nor­drhein-west­fälis­chen Lan­desregierung Aufk­lärung über den “Peerblog”.

Hil­fsver­bände kri­tisieren den Vorschlag, wegen des Pfer­de­fleis­chskan­dals aus dem Han­del genommene Lebens­mit­tel an Bedürftige abzugeben.

Es beste­hen Zweifel daran, dass der Papst nur wegen sein­er Gesund­heit zurück­trete, wie man beim Tagesspiegel nach­le­sen kann.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum glauben alte Män­ner, sie kön­nten mit ihrem Geld auch Moral einkaufen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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In Ibben­büren, Ste­in­furt, Ochtrup, Greven und Has­ber­gen kam es in let­zter Zeit zu Schock­an­rufen durch rus­sisch sprechende Betrüger, die über einen erfun­de­nen Unfall informierten, für den eine hohe Summe Geld schnell gezahlt wer­den solle.

Die Polizei rät: Gehen Sie auf keinen Fall auf solche Forderun­gen ein. Übergeben Sie niemals Geld an Per­so­n­en, die Sie nicht ken­nen. Leg­en Sie ein­fach auf und rufen Sie die Ihnen bekan­nte Tele­fon­num­mer des Ver­wandten an. Ver­ständi­gen Sie sofort über den Notruf „110“ die Polizei. Bitte war­nen Sie auch andere Mit­bürg­er vor diesen Betrügern.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen auch in rus­sis­ch­er Sprache erhal­ten Sie bei der Polizeilichen Beratungsstelle „Safe & Co.“ in Rheine, ✆ 05971 / 938‑5917 und unter http://www.polizei-nrw.de/steinfurt.

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Markus Pieper, EU-Par­la­men­tari­er aus dem Mün­ster­land, hat sich als ein­er der weni­gen mal getraut, auf den Punkt zu brin­gen, wie die kon­ser­v­a­tive Posi­tion der CDU zum Eltern­recht aussieht:

Kinder haben gottgegebenes Recht auf Vater und Mut­ter. Nie­mand ein Recht auf Kinder.

Gut, wenn man Gott in Spiel bringt, hat man keine son­der­lich große Diskus­sions­ba­sis. Ver­suchen wir es mal mit einem etwas zugänglicheren Mann: Immanuel Kant.

Bei Kant ist eine Sorgepflicht der Eltern für ihre Kinder dadurch gegeben, dass sie es gewe­sen sind, die ihre Kinder ohne deren Ein­willi­gung in die Welt geset­zt haben. Damit haben Eltern ein ethis­ches, wie juridis­ches Recht zur Erziehung ihrer Kinder, wie die ethis­che Pflicht (aber nicht eine juridis­che) hierzu. Kinder sind bei Kant keine Rechtsper­so­n­en, daher kommt bei ihm nicht vor, dass diese bes­timmte Rechte hät­ten. Wie sollte ein Kind auch das ange­bliche Recht auf einen Vater in Anspruch nehmen, wenn dieser gestor­ben oder unaufind­bar ist?

Sicher­lich hat Kant bei Eltern an Vater und Mut­ter gedacht. Aber die Begrün­dung der Rechte und Pflicht­en von Eltern liegt nicht in ihren biol­o­gis­chen Attribut­en:

da das Erzeugte eine Per­son ist, und es unmöglich ist, sich von der Erzeu­gung eines mit Frei­heit begabten Wesens durch eine physis­che Oper­a­tion einen Begriff zu machen*): so ist es eine in prak­tis­ch­er Hin­sicht ganz richtige und auch noth­wendi­ge Idee, den Act der Zeu­gung als einen solchen anzuse­hen, wodurch wir eine Per­son ohne ihre Ein­willi­gung auf die Welt geset­zt und eigen­mächtig in sie herüber gebracht haben; für welche That auf den Eltern nun auch eine Verbindlichkeit haftet, sie, so viel in ihren Kräften ist, mit diesem ihrem Zus­tande zufrieden zu machen.

Wäre es dem­nach denkbar, dass der Beschluss, ein Kind in die Welt zu set­zen, von zwei gle­ichgeschlechtlichen Men­schen aus geht, so wie er von leib­lichem Vater und leib­lich­er Mut­ter aus­ge­ht?

Ja. Das ist der­selbe Fall wie bei der kün­stlichen Befruch­tung. Auf die Idee, den geset­zlichen Eltern eines so gezeugten Kindes, ehe­liche Rechte zu entziehen, ist auch noch nie­mand gekom­men.

Bei Kant ist das Eltern­recht ethisch begrün­det, nicht juridisch, nicht biol­o­gisch und nicht religiös. Juridis­che, biol­o­gis­che und religiöse Umstände mag es geben, sie rüt­teln aber nicht an der ehtis­chen Begrün­dung des Eltern­rechts, weil man es hier mit ver­ant­wortlichen Erwach­se­nen zu tun hat.

Kant wen­det sich impliz­it gegen Piepers Rede vom Gott gegebe­nen Eltern­recht, weil Kinder Wesen sind, denen es möglich sein wird, freie Entschei­dun­gen zu tre­f­fen, wobei es für den Men­schen unmöglich zu denken ist, dass die Möglichkeit zu freien Entschei­dung auf eine physis­che Ursache zurück­führbar wäre,

*) Selb­st nicht, wie es möglich ist, daß Gott freie Wesen erschaffe; denn da wären, wie es scheint, alle kün­ftige Hand­lun­gen der­sel­ben, durch jenen ersten Act vorherbes­timmt, in der Kette der Naturnoth­wendigkeit enthal­ten, mithin nicht frei. Da sie aber (wir Men­schen) doch frei sind, beweiset der kat­e­gorische Imper­a­tiv in moralisch prak­tis­ch­er Absicht, wie durch einen Macht­spruch der Ver­nun­ft, ohne daß diese doch die Möglichkeit dieses Ver­hält­niss­es ein­er Ursache zur Wirkung in the­o­retis­ch­er begrei­flich machen kann, weil bei­de übersinnlich sind.

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