Heut’ mor­gen, da tre­ff ich doch beim Bau­markt auf­fem Park­platz Hoppe-Wielages Eugen von Liegen­schaft­samt. Den kenn ich ja noch von früher. Da konnste früher gut aufn Fre­itag­mit­tag hinkom­men, da wurde dicht gemacht, Schalusien runter, Pulle Schluck aufn Tisch und dann raus die Karten. Heutze­tage is ja der Fre­itag ein ganz nor­maler Arbeit­stag. Soweit iss­es schon gekom­men. Aber das wollte ich ja gar nicht erzählen.

Jeden­falls, wo war ich? Ach ja, wie ich Hoppe-Wielages Eugen tre­ffe. Da tre­ffe ich also den Hoppe-Wielages Eugen vom Liegen­schaft­samt und frag so: “Ja, sach­ma, Eugen, wie kann das denn angehn, dass da die Richter der Stadt so die Hosen run­terziehen mit die Kirmes­ge­bühren? Als ob die Verord­nun­gen noch während der Kirmes nach zu viel Kirmes­bier zusam­menge­tack­ert worn wärn. Avan­ti dilet­tan­ti oder was?”

- “Na, so war das ja nicht”, meinte der Eugen.

“Wie?”

- “Na, es ist jet­zt nicht so, dass da nie­mand bei der Stadt wusste, dass das so nicht geht…”

“Und warum hat da nie­mand was gesagt?”

- “Da hat schon der Zuständi­ge immer was gesagt. Aber der Zuständi­ge in ein­er Ver­wal­tung hat nicht immer das let­zte Wort. Es kann immer noch jemand kom­men, der weniger Bescheid weiß, aber auf ein­er höheren Stufe sitzt, und dann wird durchregiert.”

“Und dann lassen die sich verk­la­gen, ob wohl sie wis­sen…”

- “Ach”, winkt Eugen ab, “so funk­tion­iert halt Ver­wal­tung heute. Irgend­wie wer­den die jet­zt halt ander­swo Kirmes­ge­bühren anheben. Da find­en die schon was. Die Tak­tik wäre ja auch lock­er durchgekom­men, wenn da nicht irgend­je­mand auf die Idee gekom­men wäre, sein gutes Recht einzu­fordern.”

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Morgenkaffee Die Katholis­che Kirche hat die Unter­suchung der sex­uellen Miss­brauchs­fälle in den eige­nen Rei­hen gestoppt, weil sie die Unter­such­er nicht so zen­sieren kon­nte, wie sie wollte — sagen die Unter­such­er. Von Seit­en der Katholis­chen Kirche wider­spricht man zaghaft.

Die FDP ist umfragetech­nisch wieder auf 2%.

Dank Vetter’s law weiß ich nun, dass in Deutsch­land wie in Ami­land gilt: Don’t talk to the police!

Und was soll ich heut’ sel­ber fra­gen, brüllt mich doch heute mor­gen doch glatt ein Opi im Rol­li vorm Altenheim an: Die Men­schen beten heute entwed­er Gott an oder das Geld. Warum? Gute Frage, dachte ich, und holte ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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