Morgenkaffee

Bei der ERGO-Ver­sicherung legt man Fehlver­hal­ten von Mitar­beit­ern vor. Da kriegt man ja glatt Bock, in der Ver­sicherungs­branche anzuheuern, so wie die es da krachen lassen.

Herr Paulsen war in Dubrovnik. Müsste ich auch mal wieder hin.

Christoph Süß über Kan­zler­frage und Finanz­markt:

Und während ich mir die Frage stelle: Kön­nen Parteien nicht auch mal solche Lis­ten über die größten Fehlver­hal­ten der let­zten 5 Jahre online stellen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Ich schreibe hier schon seit mehr als 2 Jahren mor­gendlich, was mir so lesend auf den Bild­schirm knallt. Und gerne nehme ich dazu Blog­ger­texte, im möglichen Irrglauben, die seien anderen noch nicht unter die Lupe gekom­men. Oft­mals find­et sich da aber wenig, oder ich habe sie ander­weit­ig schon verblog­gt. Dann ver­weise ich oft auf Ver­lag­s­texte, die dieselbe Funk­tion haben, aber nicht so per­sön­lich ver­fasst sind. Heute aber, heute erfreuen mich drei Blog­ger mit guten Tex­ten:

Da ist Denis mit seinem Rat­ge­ber, wie man neg­a­tiv ver­laufend­en Ren­de­vous ulti­ma­tiv den Todesstoß ver­set­zt.

Da ist Dorin Popa mit sein­er lesenswerten Antwort auf die Dat­ing-Fra­gen der jet­zt-Redak­tion.

Nicht zulet­zt ist da Blog­gerurgestein Felix Schwen­zel, der eine berent­nerte Ede­ka-Ecke in Augen­schein nimmt.

So viel Gutes bekommt man son­st in ein­er ganzen Woche nicht vorge­set­zt.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind Wet­terum­schwünge blog­beitrags­be­fördernd? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Die Türkei greift auch heute mor­gen Syr­i­an an.

Torsten Lands­berg darüber, dass die Nachricht­e­na­gen­tur dapd immer nur als Spielzeug gedacht war.

Véronique Zanet­ti hat einen schön leser­lichen Artikel über Kants ange­blich­es Demokratiev­er­ständ­nis qua Selb­st­ge­set­zge­bung geschrieben. Der Schön­heits­fehler ist nur, dass Kant die Demokratie als Despotie ange­se­hen hat,

weil sie eine exeku­tive Gewalt grün­det, da alle über und allen­falls auch wider Einen (der also nicht mite­in­stimmt), mithin alle, die doch nicht alle sind, beschließen; welch­es ein Wider­spruch des all­ge­meinen Wil­lens mit sich selb­st und mit der Frei­heit ist.

Kant geht es nicht um die demokratis­che Selb­st­bes­tim­mung, son­dern um die Rechtsstaatlichkeit. Die poli­tis­che Herrschafts­form hierzu mag eine Demokratie oder auch eine Monar­chie sein.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie bedro­ht sind die Medi­en denn von Heuschreck­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Hans-Ulrich Wehler schreibt, dass kein Weg an der Frauen­quote in Führungspo­si­tio­nen vor­beiführe.

Joachim Leser schreibt alamiert darüber, dass die Lit­er­aturkri­tik zum Still­stand gekom­men ist und unkt:

Wer sich am Jahre­sende in einem weit­ge­hend fair aus­ge­tra­ge­nen Best­seller­wet­tbe­werb als Sieger im SPIEGEL sieht, darf zur besten Sendezeit dann mit Richard David Precht im ZDF philoso­phieren. Wom­öglich wäre Herr Precht dazu bere­it, gegebe­nen­falls das Gespräch auch mit sich selb­st zu führen.

Und dafür wird man ihn dann doch ver­mis­sen, den Kurt Beck: Kön­nen Sie mal das Maul hal­ten?

Und während ich mir die Frage stelle: Nehmen Poli­tik­er öffentliche Kri­tik eigentlich noch ernst? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Vielle­icht wird es ja mal der Lanz-Effekt genan­nt: Das über­große Inter­esse an ein­er Sache, das ihrer Qual­ität nach nicht angemessen ist. Zumin­d­est stellt Mar­i­on Löh­n­dorf bei J.K. Rowl­ings erstem Erwach­se­nen­buch fest, dass ohne den Hype um das Buch kein Hahn danach gekräht hätte.

Rum­lanzen wäre aber auch ein schönes Wort für das durch Charme kaschierte gän­zlich respek­t­lose Fra­gen­stellen, wie z.B. die Frage an Jen­nifer Lopez während der hem­mungslosen Boule­vard-Schranze:

Bezahlen Sie Ihren Fre­und eigentlich dafür, dass er mit Ihnen tanzt?

Sowas nen­nt man bei der Rheinis­chen Post frech und wertet es pos­i­tiv. Aber da macht man auch eine Klick­strecke mit den Witzen von Markus Lanz, die man alle­samt für gescheit­ert hält.

Und während ich mir die Frage stelle: Warum fühlen sich die Zeitun­gen eigentlich mit­tler­weise her­aus­ge­fordert, Blödsinn nicht mehr zu ignori­eren, son­dern zu übertr­e­f­fen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

David Bad­diel hat in einem Inter­view eine sim­ple Formel ange­bracht, wie er in sein­er Arbeit weit­erkam: Ein­fach die Stim­men im Kopf ignori­eren.

Das Bun­desumweltamt informiert: Bio-Plas­tik­tüten sind Unsinn.

Die CDU stimmt der ver­stärk­ten Trans­parenz in Abge­ord­neten­neben­tätigkeit­en zu: Wenn das mal nicht schiefge­ht: Nach Stein­brück ist CSU-Ex-Min­is­ter Michael Glos Topver­di­ener – und das nur als Lob­by­ist.

Kleine Sprachkunde: In Bay­ern sagt man, man sei beim ADAC gewe­sen, wenn die näch­ste Ladung Kokain angekom­men ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird jet­zt der Stein­brück von den Banken dafür bezahlt, dass er unab­hängig von den Banken ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Eric T. Hansen, Autor des schö­nen Buchs Nörgeln!, schreibt darüber, weswe­gen es keine linken Amerikan­er gibt.

In Sankt Peters­burg wird eine Straße nach Eduard Hill alias Der Trolo­lo-Mann benan­nt.

Bis­lang war der Tenor im Ver­fas­sungs­blog, das Köl­ner Urteil zur Beschnei­dung als Gemein­heit aufz­u­fassen, nun kommt Andreas Gotz­mann, Pro­fes­sor für Judais­tik, zu Wort und fordert von jüdis­ch­er Seite eine Erk­lärung, weswe­gen man die Beschnei­dung nicht auf das 14 Leben­s­jahr ver­schieben könne. Nun ist diese Frage aber schlicht schon beant­wortet wor­den: Weil man die Beschnei­dung am 8. Tag für ein Gottes­ge­bot hält, über dessen Befol­gung man selb­st nicht zu dis­putieren habe.

Die BBC hat das For­mu­lar veröf­fentlicht, das bein­hal­tet, wie man am besten Nobel­preis­gewin­ner wird. Als Chemik­er sollte man unbe­d­ingt ver­heiratet sein.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann kriegt wohl in Deutsch­land der erste Inter­net­star seinen Straßen­na­men? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Leis­tung muss sich wieder lohnen. Sagt wer? Der Vor­stand der Piraten­partei Hes­sen und erhöht seine Gehäl­ter um 50%.

De Ein­satz von Drohnen hil­ft ange­blich bei Brän­den, Geisel­nah­men und zur Dro­gen­bekämp­fung, meint man jeden­falls ohne einen Beleg zu geben im hes­sis­chen Innen­min­is­teri­um. An das Wort Kinder­pornogra­phie traut man sich wohl nicht mehr ran.

Hans Leyen­deck­er tippt beim Tod Uwe Barschels auf Ster­be­hil­fe.

Lothar Lenz vom WDR hat da aber mal eine ganz pfif­fige Lösung für die Beschnei­dungs­de­bat­te: Wenn es mal der Fall ist, dass das Recht auf kör­per­liche Unversehrtheit und mit dem Recht auf freie Reli­gion­sausübung kol­li­diert, dann hat der Beschnit­tene eben Pech:

Und während ich mir die Frage stelle: Wie FDP sind eigentlich die Pirat­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Der Frieden­sno­bel­preis geht in diesem Jahr an die EU. Muss der Kohl wohl noch warten.

Jens Berg­er nimmt den aktuellen SPIEGEL-Titel auseinan­der. Den SPIEGEL lese ich inzwis­chen aber genau­sowenig wie Walser.

Der chi­ne­sis­che Kün­stler Al Wei­wei kri­tisiert die Ver­gabe des Lit­er­aturnobel­preis­es an Mo Yan:

er ist kein Intellek­tueller, der die heutige chi­ne­sis­che Zeit vertreten kann

Und während ich mir die Frage stelle: Welch­er deutsche Intellek­tuelle kön­nte wohl die heutige deutsche Zeit vertreten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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