Was ich noch sagen wollte zu… Herles’ verstaubtem Sofa

Man kann ja seit einiger Zeit mit Inter­esse beobacht­en, wie das ZDF eine Lit­er­atursendung nach der anderen vergeigt, wenn es darum geht, einen Nach­fol­ger für das Reich-Ran­ick­is Lit­er­arisches Quar­tett oder auch nur für Hei­den­re­ichs Lesen! zu find­en.
Dieses Mal hat man sich wohl gedacht: Wir brauchen auch so eine Sendung wie druck­frisch, bloß bieder­er. Und so kam Wolf­gang Her­les die Auf­gabe zu, eine hippe Sendung im Haupt­pro­gramm des ZDF zu machen. Her­aus­gekom­men ist ein unaus­ge­goren­er Schmu, der es wed­er ver­ste­ht, Lit­er­atur mit Niveau zu ver­mit­teln, noch zu unter­hal­ten. Her­les doziert angestrengt über irgendwelche Büch­er, wobei der Leser mit der Frage im Stich gelassen wird, wonach Her­les eigentlich sucht, nach welchen Kri­te­rien er lobt oder tadelt. Eine Sendung ohne Poten­tial.
Ich stolpere ger­ade über­haupt nur über die Sendung, weil ich mir das neue Ausse­hen der FAZ-Inter­net­seite zu Gemüte führe. Dabei springt mir eine aktuell scheinende, lobende “Früh”-Kritik der Sendung ins Auge, die auf der Feuil­leton-Seite aktuell erscheint, aber doch schon knapp 3 Wochen alt ist. Ähn­lich ver­staubt wie das blaue Sofa.

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