Ibbenbürener Graffiti

 Früher, ja früher, da gab es eine Graf­fi­tikul­tur in Ibben­büren. Das hat mir ein Graf­fi­tikün­stler mal erk­lärt: Anhand der Graf­fi­tis in ein­er Stadt könne man erken­nen, ob es in ein­er Stadt eine solche gäbe oder nicht. Klingt ein­leuch­t­end. So gab es in Ibben­büren mit Mur­dock, Boris und wie sie alle hießen, eine flo­ri­erende Graf­fi­tikul­tur, aber in Duis­burg nicht.

Und das sah man auch: In Duis­burg, zum Beispiel, waren Graf­fi­tis nur Schmier­ereien ohne tiefer­ge­hen­den Sinn. Meist nur Schriftzüge oder ein­fache Striche. In Ibben­büren gab es zahlre­iche Bilder zu sehen von unter­schiedlichen Kün­stlern. Wer genau hin­sah, hat die Einzel­bilder auch den jew­eili­gen Kün­stlern zuord­nen kön­nen. Am Kohlekraftwerk waren andere Leute am Werk als am Kranken­haus oder am Laggen­beck­er Bahn­hof.

Heutzu­tage sieht die Graf­fi­ti­land­schaft tris­ter aus: Das kün­st­lerische, von vie­len als Schmier­ereien ver­schmähte Hob­by ist aus der Mode gekom­men. Kun­stvolle Bilder kom­men nicht neu zum Vorschein. Immer­hin haben manche noch eine Aus­sage, die etwas Irri­ta­tion in die All­t­agsäs­thetik brin­gen. Immer­hin.

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