Moin

Morgenkaffee

Es ist August, die Leute rück­en mit ihren Lieblingst­weets raus. Für den Anfang: Felix Schwen­zel, Kiki und meinere­in­er.

Die USA haben endlich einen Kom­pro­miss im Schulden­stre­it und ÜBERRASCHUNG: Sie nehmen neue Schulden auf. Natür­lich auf Kosten der sozial Schwachen. LAND OF THE FREE, HOME OF THE BRAVE.

Erwin Teufel rech­net mit Angela Merkel ab.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann gibt es in den USA denn mal Proteste gegen ungle­iche Verteilung? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

die einen sind im Dunkeln.
Und die andern sind im Licht.
Und man siehet die im Lichte.
Die im Dunkeln sieht man
nicht.

Mir ist eine solche Welle von Mitlei­ds­bekun­dun­gen im deutschen Inter­net für jeman­den, dessen Äußerun­gen im Inter­net so bekan­nt, die das Inter­net, wie wir es kan­nten, so lesenswert macht­en, dessen Per­son aber ver­gle­ich­sweise so unbekan­nt war, noch nie begegnet:

Stel­lvertre­tend: Ste­fan Nigge­meier über Jörg-Olaf Schäfers.

Weit­er im Text: Don Dahlmann und Anke Grön­er rück­en auch noch ihre Twit­ter­lieblinge des Juli raus.

Detlef Kuhlbrodt hat das Man­i­fest von Anders Behring Bre­vik gele­sen, darin nichts Intellek­tuelles, son­dern unterm Strich nur Affek­tar­mut gefun­den.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man nicht doch mal über die Wirkung von Baller­spie­len reden? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Wie die Springerpresse Guttenberg rückplagiiert

Ich weiß nicht, wie man so arbeit­en kann, wie man bei der Springer­presse arbeit­et, aber es scheint Meth­ode zu haben. Thomas Vitzthum schreibt auf welt.de, Gut­ten­bergs “Dis­ser­ta­tion”

set­zt sich mit der Entwick­lung auch der amerikanis­chen Ver­fas­sung auseinan­der. Schon ganz zu Beginn beschäftigt sie sich mit den „Fun­da­men­tal Orders of Con­necti­cut“. Hier hat­ten die Pla­giate­jäger nichts zu beanstanden. 

Das klingt ja schon mal inter­es­sant für eine Arbeit, bei der die Pla­giate­jäger auf 94,4% der Seit­en Pla­giate ent­deckt haben. Die Textstelle umfasst die Seit­en 24–27 der “Dis­ser­ta­tion” Gut­ten­bergs. Pla­giate find­en sich auf den Seit­en 24, 25, und 27. Dass auf 3 von 4 Seit­en Pla­giate bean­standet wer­den, nen­nt Vitzthum “nichts zu beanstanden”.
Wer so arbeit­et, kann auch während eines Gewit­ters nach draußen schauen und sagen, von Regen könne keine Rede sein.

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Was ich noch sagen wollte zu … Modepolitik

Ich habe ja schon ein­mal gesagt: Auf die CDU haut man im Inter­net noch am lieb­sten ein. Nun hat es Siegfried Kaud­er getrof­fen mit sein­er Aus­sage, es sei in let­zter Zeit Mode gewor­den, Frei­heit­srechte der Bürg­er in den Vorder­grund zu stellen, und Sicher­heit­saspek­te in den Hintergrund.
Was die Inter­ne­tak­tiv­en größ­ten­teils daraus macht­en, war, dass Kaud­er gesagt habe, das Ein­treten für Frei­heit­srechte sei eine Mod­eer­schei­n­ung. Nur: Das hat Kaud­er nicht gesagt. Falsch ver­ste­hen kann jed­er Depp und das auch noch zu zele­bri­eren, zeugt nicht davon, dass man dem The­ma gewach­sen ist.
Was Kaud­er unterm Strich gesagt hat, ist, dass es eine Mode gewor­den sei, Sicher­heit­srechte der Bürg­er gegen Frei­heit­srechte der Bürg­er auszus­pie­len. Man solle aber das eine wie das andere verfolgen.
Wenn man dann sowas meint wie:

Natür­lich wäre es nicht schlecht, wenn die Polizei genug Per­son­al hat, um auch im Inter­net mal zu schauen, welche Geis­tes­gestörten sich an welchem Winkel des Net­zes ger­ade austoben. 

merkt man schon gar nicht mehr, dass man wenig anderes sagt als Kauder. 

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Moin

Morgenkaffee

20 Sport­blog­ger rät­seln, wer kom­mender deutsch­er Fußballmeis­ter wird.

Hol­ger Ehling beschäftigt die Frage, ob der afrikanis­che Bücher­markt nicht in Schwung kommt, weil man so viele Büch­er importiert.

Vielle­icht ist nur mir das neu, aber Zap­ping ist wieder da.

Und während ich mir die Frage stelle: Kommt denn endlich auch mal Kalkofes Mattscheibe zurück? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Friedrich Schor­lem­mer erk­lärt, wie Ulbricht das damals gemeint hat, mit Nie­mand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.

Die Steuer-ID etabliert sich zu ein­er Per­so­n­enkennz­if­fer, meint Fefe.

Christoph Süß hat Röslers Plan für Griechen­land durchschaut:

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Und während ich mir die Frage stelle: Ist die Kri­tik von Teufel an Merkel eigentlich schon wieder im Som­mer­loch ver­sick­ert? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Was ich noch sagen wollte… zur Folterentschädigung an Magnus Gäfken

Da sind sie wieder, die Men­schen­recht­sex­perten, die alleine entschei­den wollen, wem ein Men­schen­recht zuste­ht und wem nicht. Mag­nus Gäfken ist durch den dama­li­gen Polizeipräsi­den­ten Daschn­er Folter ange­dro­ht wor­den: Der Tota­laus­fall ein­er Amtsper­son, mögen die Motive gewe­sen sein wie sie wollen — als Vertreter des Staates ist Folter ohne Wenn und Aber unter­sagt. Genau deswe­gen ist die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land vom Europäis­chen Men­schen­gericht­shof wegen Folter verurteilt wor­den. Dass Gäfken nun Schadenser­satz in Höhe von 3000€ bekommt, ist nun nur folgerichtig.
Das ist aber nicht über­all angekom­men: Volk­er Wagen­er von der Deutschen Welle meint, im deutschen Rechtsstaat sei ein inner­er Defekt sys­tem­a­tisch inte­gri­ert. Dieser sel­ten däm­lichen Analyse liegt der Irrglaube zu Grunde, das deutsche Rechtssys­tem sei dazu da, Gerechtigkeit zu schaf­fen. Weg­n­er wün­scht den deutschen Gericht­en “mehr Spiel­raum” für ihre Urteile. Ein biss­chen Folter soll doch wohl noch erlaubt sein, wenn ich das recht ver­standen habe.
Für Diet­mar Seher ist es aus­gemacht, dass Daschn­er so gehan­delt hat, wie eigentlich jed­er gehan­delt hätte:

Es gibt aber Dinge, die lassen sich nicht in Para­graphen fassen. Ver­set­zen wir uns einen Moment in diesen Polizis­ten, in seine verzweifelte Lage. Vielle­icht ist er selb­st ein Vater. Er muss dieses junge Leben schützen. Wür­den wir an sein­er Stelle mit Gewalt dro­hen? Wahrschein­lich wür­den wir — und müssten uns klar darüber sein, das Grundge­setz zu brechen und dafür zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen zu werden.

Ja, sehr wahrschein­lich wür­den wir das, weil Men­schen ja generell unfähig sind, gegen Emo­tio­nen stand zu halten.
Für Wolf­gang Bos­bach ist der Men­schen­rechtsver­stoß Daschn­ers nichts weit­er als eine unau­flös­lich­es Dilemma:

Das Folter­ver­bot der Straf­prozes­sor­d­nung stand hier gegen die Pflicht zur Leben­sret­tung. Dass Herr Daschn­er der Leben­sret­tung Vor­rang eingeräumt hat, daraus sollte man ihm keinen Vor­wurf machen.

Hal­lo, Herr Bos­bach! Ist Ihnen ent­gan­gen, dass Deutsch­land genau deswe­gen verurteilt wor­den ist? 

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Moin

Morgenkaffee

Die ital­ienis­che Jus­tiz ermit­telt gegen Ratin­ga­gen­turen. Das macht die ital­ienis­chen Finanzen auch nicht besser.
Das Gäfken-Urteil von gestern wird kon­tro­vers disku­tiert, meint die Zeit. Unge­bildet kön­nte man auch meinen.
Friedrich Küp­pers­busch beschäftigt sich diese Woche mit dem total­en Krieg:
[audio:http://httpmedia.radiobremen.de/mediabase/052984/052984_182246.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Warum wird Merkel eigentlich immer ange­gan­gen, wenn sie im Urlaub ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Moin

Morgenkaffee

Die Ratin­ga­gen­tur Stan­dard & Poor’s geht davon aus, dass die niederg­er­atete USA nicht so schnell wieder auf das Niveau AAA kommt. Während­dessen meint das US-Finanzmin­is­teri­um, es könne sich bei der Run­ter­stu­fung nur um einen Rechen­fehler handeln.
Con­stan­tin Seibt schreibt in der Basler Zeitung, dass sich die Repub­likan­er in den USA von ein­er seirösen Poli­tik längst ver­ab­schiedet hätten.
Jochen-Mar­tin Gutsch wun­dert sich, dass man sich in Deutsch­land so sehr über das Goebbels-Zitat von Geißler aufregt.

Und während ich mir die Frage stelle: Soll man Geißler wirk­lich glauben, das Goebbels-Zitat nicht als solch­es gekan­nt zu haben, obwohl Brandt ihn mal als schlimm­sten Het­zer seit Goebbels beze­ich­net hat? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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