Was ich noch sagen wollte… zu Markus Lanz

Was soll auch schon dabei rumkom­men, wenn man wie gestern Abend im Fernse­hen Markus Lanz im Gespräch mit Til Schweiger und Armin Rohde sieht? Bitte. Was kann man da erwarten?

Markus Lanz sitzt da eh nur wegen seines Ausse­hens, das For­mat an sich über­fordert ihn der­maßen, dass er sein verkrampftes Zettelo­ri­en­ta­tion­sklam­mern nie loswer­den wird.

Die Bildzeitungslakaien Schweiger und Rohde durften in erregter Herzenslust rachelüsternd und unkri­tisiert erbar­mungslos­es Strafen und öffentlich­es Brand­marken für Sex­u­al­straftäter fordern, weil Sex­u­al­straftäter ihr Recht in dieser Gemein­schaft ver­wirkt hät­ten. Als ob so etwas über­haupt möglich wäre: Sich selb­st aller men­schlichen Rechte zu entledigen.

Das Niveau der Sendung erin­nerte mich an eine Folge von Sabine Chris­tiansen über Gesund­heit­spoli­tik, zu der Rain­er Hunold ein­ge­laden wurde, weil der den Dok­tor in Prax­is Bülow­bo­gen gespielt hat. Die Zuständi­gen bei der ARD hat­ten im Vor­feld gar nicht geschnallt, dass Hunold von der Materie keinen Schim­mer hat­te und wirk­lich nur Schaus­piel­er ist.

Und genau­so ist im ZDF nie­mand, der der ver­hin­dert, dass eine Sendung wie Lanz der­art aus dem Rud­er läuft, dass die ein­ge­ladene Jas­min Ger­at wegen der aggres­siv-reißerischen Atmo­sphäre das Stu­dio verlässt.

Til Man­ta, Man­ta Schweiger unter­strich seine Wel­tentrück­theit in der Sendung gar dadurch, dass er ein­räumte, sich selb­st als Intellek­tuellen anzuse­hen. Ok, ich will mal fair sein: Ich denke mal, der Schweiger weiß ein­fach nicht, was ein Intellek­tueller ist. So wie in dieser Sendung kaum jemand irgen­det­was genau auf dem Schirm hatte.

[ Foto: http://www.flickr.com/photos/teller/ / CC BY-NC-SA 2.0 ]

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Guten Morgen

morgenkaffee
Katrin Schus­ter wun­dert sich, dass sich Leute durch Dinge unter­hal­ten lassen, die sie für rein­sten Schwindel halten.
Die Wirtschaftswoche erläutert nochmal Blog­ger­gate. Darin geht es um nicht als solche deklar­i­erte Wer­bung in Blogs zwecks Such­maschi­nenop­ti­mierung der bewor­be­nen Seit­en. Felix Schwen­zel schreibt, dies mache Spiegel Online genau­so. Inzwis­chen ist der von Schwen­zel kri­tisierte SpiegelOn­line-Net­zwelt-Chef Frank Pat­a­long aus­geschert und Nach­fol­ger Chris­t­ian Stöck­er demen­tiert, dass Spiegel Online der­art Links verkaufe.
Konz­ertver­anstal­ter Berthold Seliger äußert sich über die Ver­bre­itung des Kul­tur­prekari­ats, der­weil das große Geld woan­ders ver­di­ent wird.
Und während ich mir die Frage stelle: Wie traut man dem Spiegel? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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