Guten Morgen

morgenkaffee

Hat sich nicht erst ver­gan­gene Woche jemand über Schnee im Herb­st beschw­ert? Es ist 1. Dezem­ber. Die Wei­h­nacht­szeit naht. Und hier und da kann man schon Adventskalen­dertürchen öffnen.

Kiki zeigt uns heute ihre gesam­melten Lieblingst­weets aus dem Novem­ber.

Inno­cence in Dan­ger wird heute im Inter­net mal wieder behan­delt, nach­dem der Vere­in gestern angekündigt hat­te, gegen kri­tis­che Medi­en­berichter­stat­tung vorge­hen zu wollen: Johannes Boie stat­tet hierzu seinen zusam­men­fassenden Artikel mit Links aus und bei Heise wächst die Kri­tik.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann kaufe ich wohl das erste Wei­h­nachts­geschenk? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Ama­zon verkauft ja nicht nur Büch­er, son­dern bietet auch an, dass man darüber Doku­mente zur Ver­fü­gung stellen kann. Das hat man für Wik­ileaks jet­zt eingestellt .

Die Stat­tkatze stellt sich auf den here­in­brechen­den Win­ter ein.

Han­jo gibt Katrin Pas­sig Kon­tra:

Es gab immer Leute, die nach dem Abebben ihrer Sturm-und-Drang-Phase jugendlichen Massen­le­sens schließlich gereift lieber in Illus­tri­erten geblät­tert haben als sich erneut auf Büch­er einzu­lassen. Daran ist nichts Schlecht­es. Früher allerd­ings haben sie dies nicht zum gesellschaftlichen Ide­al erhoben.

Und während ich mir noch die Frage stelle: Hab ich mir eigentlich jemals eine Illus­tri­erte gekauft? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der Speku­la­tion darüber, warum Rus­s­land und Katar den Zuschlag zu Aus­rich­tung der näch­sten Fußball­welt­meis­ter­schaften bekom­men haben, ist Tür und Tor geöffnet, wenn sich alle Fachkundi­gen einig sind, dass die Wahl nicht auf die Län­der fiel, die die besten Präsen­ta­tio­nen abgegeben haben.

Bei der Rheinis­chen Post kann man heute mal nach­le­sen, wie Land­tagsab­stim­mungen so abge­hen können.

Die FDP greift die CSU an nach den Äußerun­gen von CSU­lerin Haderthauer über Asy­lanten: Diese hat­te gesagt, dass die bayrische Lan­desregierung unzufriedene Ayslanten gerne bei der Aus­reise behil­flich sei.

Und während ich mir die Frage stelle: Was passiert wohl mit der Begeis­terung über Fußball­welt­meis­ter­schaften, wenn man dem­nächst ein­fach andere Großereignisse zeitlich ver­anstal­tet? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Das Wort, das nicht gesagt wer­den darf: Ich tippe ja mal drauf, dass den Depeschen der USA noch der Streisand-Effekt ein­holt. Das Auswär­tige Amt hat laut Huff­in­g­ton Post Stu­den­ten der Colum­bia Uni­ver­sität anger­at­en, auf Twit­ter und Face­book nichts über Wik­ileaks zu schreiben. [ Ich ver­wende übri­gens derzeit immer wikileaks.nl. ]

Thomas Stadler sieht im Agieren der amerikanis­chen Regierung der Ver­rat am höch­sten selb­st propagierten Wert: Frei­heit.

In den Veröf­fentlichun­gen durch Wik­ileaks wird nahe gelegt, dass die USA am spanis­chen Urhe­ber­recht mit­geschrieben haben. Na sowas.

Jeff Jarvis hält eine pos­i­tive Ein­schätzung beim Umgang mit den Wik­ileaks-Veröf­fentlichun­gen fest: Wir kön­nen bess­er mit Enthül­lun­gen umge­hen als gedacht. [ Orig­i­nal ]

Und während ich mir die Frage stelle: Stirbt jet­zt der erste Spanier? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der Bürg­er­meis­ter von Neukölln hat dem Tagesspiegel ein Inter­view gegeben und erläutert seine Sicht der Sarrazin-Debatte.

Voll ist das Inter­net derzeit mit nichtssagen­den Artikeln über die abge­broch­ene Wet­ten, dass..? — Sendung vom Woch­enende. Nur blöd, wenn Zeitun­gen Artikel pub­lizieren, die sie vorher auf Halde geschrieben haben.

Biele­feld hat seinen ersten eige­nen Stadt­teil-Blog: Biele­felds West­en, betreut von Rou­ven Rid­der. Wird noch inten­siv­er begutachtet.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie war eigentlich der Wet­tein­satz? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Des Schülers neues Wunderwort

Niveaulim­bo ist ja das Jugend­wort des Jahres gewor­den, was allerd­ings unter den meis­ten Jugendlich gän­zlich unge­bräuch­lich bis unbekan­nt ist. Es ist nicht unkreativ, mir aber auch schon seit Jahren geläu­fig. Niveaulim­bo beze­ich­net das stetige Sinken des Niveaus in kul­turellen Angele­gen­heit­en. Der Begriff ist etwas ver­fehlt, da beim Lim­bo ja jede neue Runde schwieriger wird, was bei einem ein­fachen Sinken von etwas nicht unbe­d­ingt gesagt ist. 

Egal. Ich habe mir am Woch­enende mal ein neues Update für die aktuelle deutsche Jugend­sprache geholt. Und von der Jugend­sprachkul­turfront lässt sich ver­melden: Es heißt nicht mehr 

Boah, ey.

Naja, vielle­icht hieß der Aus­ruf des Erstaunens für manche jugendliche Zeitgenossen auch noch nie so. Kün­ftig heisst es nur etwas anders. Der Jung­spräch­ling von heute ver­wen­det nach Infor­ma­tio­nen ein­er Lehrerin das Wort

Aboh.

In der konkreten Sprechkon­fronta­tion hört sich das dann so an:

Lehrerin: Der Den­nis kann sich jet­zt mal seinen Kakao von vorne abholen.
Den­nis: Aboh! 

Der Den­nis wurde dann auch gefragt, wass denn Aboh eigentlich heiße und meinte daraufhin:

Aboh? Ey, das heißt alles! 

Alles? Aboh!

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Deutschlands Privatsphäre ist kein Paradoxon

Zu den inter­es­san­teren Din­gen im Inter­net gehört ja die Auseinan­der­set­zung. Das ver­wech­seln manche mit der Anzahl von Kom­mentaren unter einem Beitrag, wenn sich da auch oft­mals nur Auf­spiel­er gesellen. Einen entschei­den­den Impuls, neue Inter­net­tech­niken zu ver­wen­den, bekam ich durch ein Videoin­t­er­view von Jeff Jarvis, der dazu aufrief, neue Tech­niken auszupro­bieren und sich nicht von Bedenken aufhal­ten zu lassen. Es ist Zeit, sich mal mit Jarvis auseinan­der zu setzen.
In Wik­ileaks: Pow­er shifts from secre­cy to trans­paren­cy nimmt er seinen inzwis­chen bekan­nten Stand­punkt ein: Am besten behält man im Inter­net nichts für sicht, ist max­i­malst öffentlich und Deutsch­land ist ein Daten­schutzmiesepeter, der das Spiel verdirbt.
Ich dage­gen bin total froh, dass es so eine Posi­tion wie die deutsche gibt, und dass nicht deswe­gen, weil ich deutsch bin. Vielle­icht ist es so, dass die deutsche Posi­tion etwas mit der deutschen Geschichte zu tun hat. Aber dieser Bezug ist, wenn, dann indi­rekt und das Rum­spekulieren hierin nervt in Deutsch­land viele. Aber hal­ten wir mal fest, dass es in Deutsch­land neg­a­tive Erfahrun­gen gibt mit den Ein­grif­f­en in die Privatshäre.
Es ist vielle­icht der­ar­ti­gen deutschen Erfahrun­gen geschuldet, dass es in Deutsch­land ein Recht auf infor­ma­tionelle Selb­st­bes­tim­mung gibt. Dieses Recht ist etwas, was bei Jarvis nicht vorkommt, nicht vorge­se­hen wird. Warum eigentlich? Weil es sowas in Ameri­ka nicht gibt? Weil er es für ein sin­n­freies Bürokratiegerüm­pel hält?
Bei Jarvis gibt es keinen Unter­schied im Inter­net zwis­chen Din­gen der Öffentlichkeit und der Pri­vat­sphäre: Wenn eine Öffentlichkeit etwas geheim hal­ten will, so muss es gut auswählen, was es wie geheim hält, und Depeschen sind wohl inzwis­chen kein geeignetes Mit­tel mehr. Was der Pri­vat­mann geheim hal­ten will, schreibt er am besten nicht ins Inter­net. Sein Haus darf aber rein, das kann man von der Straße aus sehen, eben­so darf es ins Internet.
Jarvis nen­nt das Ver­hal­ten, wenn Deutsche ihr Recht auf infor­ma­tionelle Selb­st­bes­tim­mung in Anspruch nehmen, man­isch. Das ist es aber grund­sät­zlich nicht. Zwar sind manche ver­pix­elte Bilder in Google Maps in ihrer Sinnhaftigkeit stre­it­bar, wenn z.B. ein erster Stock eines Haus­es ver­pix­elt ist, das Erdgeschoss des Haus­es nicht. Staat­en haben nicht das Recht, Men­schen in all ihre Pri­vat­sphäre hineinzus­pi­onieren, nur weil sie ihre Staat­en sind.
Das Innere ein­er Woh­nung gehört in Deutsch­land zur schutzw­erten Pri­vat­sphäre. Das mag man als Ausle­gungssache betra­cht­en. Man sollte es nur zunächst fes­thal­ten. Und diese Pri­vat­sphäre soll am Putz des Haus­es sein Ende find­en? Das halte ich für frag­würdig. Häuser geben durch ihr Äußeres in unter­schiedlich­er Weise Auskun­ft über ihre Besitzer. Ich kann mir Ver­hält­nisse denken, in denen der Bewohn­er eines Haus­es sin­nvoller Weise der Ansicht ist, dass das Betra­cht­en seines Haus­es einen gewis­sen Ein­blick in seine Pri­vat­sphäre ver­schafft. In einem so umzäunt- und umheck­ten Land wie Deutsch­land ist eine solche Hal­tung sicher­lich auch kul­turell manifestiert.
Das gibt allerd­ings kein­er Fir­ma und keinem Mei­n­ungs­mach­er das Recht, über ein der­art eingeräumtes Recht hin­weg zu gehen, weil man selb­st meint, es sei über­holt. So sim­pel sieht die Sach­lage aus.

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Guten Morgen

morgenkaffee

Der aus­tralis­che Außen­min­is­ter hat im Zuge der Berichter­stat­tung über die Ver­haf­tung von Wik­ileakser Julian Assange zu pro­tokoll gegeben, dass nicht der Weit­er­ver­bre­it­er ille­galer Doku­mente straf­bar sei, son­dern der­jenige, der die Doku­mente zuerst ille­gal zur Ver­fü­gung gestellt habe. Sowas wer­den Betreiber wie kino.to sich­er gerne hören. Anson­sten beschreibt beim Alt­pa­pi­er Chris­t­ian Bar­tels das Behan­deln des Wik­ileaks in der Presse schön als feuil­leton­isieren. Schönes Wort!

Die Ver­lei­hung des Frieden­sno­bel­preis­es an Liu Xiamo am 10. Dezem­ber boykot­tieren bis­lang 19 Län­der durch Nich­tan­we­sen­heit.

Heute vor 30 Jahren ist John Lennon in New York auf offen­er Straße erschossen wor­den. Die Zeit schreibt eine Würdi­gung.

Die CDU in NRW verk­lagt ihren eige­nen Land­tagspräsi­den­ten.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man Frak­tion­szwang ein­kla­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Sarah Palin meint, ihre Seite und ihre Kred­itkar­tendat­en seien von Wik­ileaks gehackt wor­den, weil sie sich kri­tisch zu Wik­ileaks geäußert habe. Als ob sowas nicht irgend­je­mand anders machen kön­nte. Allerd­ings hat­te sie sich mit sel­ten däm­lichen Aus­sagen zu Wik­ileaks auf die Liste möglich­er Ziele der Oper­a­tion Pay­back geset­zt .

Bei Anne Roth kann man den Wik­ileaks-Song mitsin­gen.

Der Klatschkri­tik ist ein Pho­to­shop-Desaster auf der Par­ty von Vic­to­ria Beck­ham aufgefallen.

Und während ich mir noch die Frage stelle: Kann in den USA eigentlich jemand Präsi­dent wer­den, der bei der Presse gän­zlich durch­fällt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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