Guten Morgen

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Die Comicze­ich­ner­in Mol­ly Nor­ris ist unter­ge­taucht. Wegen der Zen­sur von South-Park-Fol­gen rief sie zum Jed­er-zeich­net-Mohammed-Tag auf, worauf ein Kopfgeld auf sie aus­ge­set­zt wurde. Nun lebt sie unter einem anderen Namen woanders.

Recht­san­walt Thomas Stadler rückt die Diskus­sion um Urhe­ber­rechte auf Tweets zurecht: Natür­lich seien diese urhe­ber­rechtlich schützbar, wenn eine bes­timmte Schöp­fung­shöhe gegeben sei, aber das Retweet­en sei erlaubt, da dies die Zweckbes­tim­mung eines Tweets sei.

Die Opalkatze beschäftigt sich damit, wie die erforderten Änderun­gen zu Hartz IV in Gang kom­men — oder auch nicht.

Und während ich mir die Frage stelle: Was ist dann rechtlich eigentlich mit in Twit­ter kopierten Tweets, die keine Retweets sind? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Die Killerspieldoppelmoral der CDU

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Die CDU erweist sich in der Gewalt­de­bat­te nach dem Amok­lauf von Lör­rach wieder als Spezial­ist in Sachen Dop­pel­moral. Nach dem Amok­lauf von Win­nen­den sahen die Ver­bot­sphan­tasien der Kon­ser­v­a­tiv­en noch so aus:

Anders sieht das der stel­lvertre­tende Unions­frak­tionsvor­sitzende Wolf­gang Bos­bach. “Sollte sich tat­säch­lich her­ausstellen, dass der 18-jährige Täter sich über einen län­geren Zeitraum und inten­siv mit soge­nan­nten Killer­spie­len beschäftigt hat, müsste der Geset­zge­ber nun endlich han­deln”, sagte er. PC-Killer­spiele wie “Coun­ter­strike” müssten ver­boten werden.

Bos­bach forderte in der “Net­zeitung” eine Ver­schär­fung des Jugend­schutzes: “Wir brauchen einen wirk­samen Jugend-Medi­en­schutz, aber keine Killer­spiele, die zur Ver­ro­hung führen kön­nen.” Ähn­lich äußerte sich Bran­den­burgs Innen­min­is­ter Jörg Schöhn­bohm (CDU): “Killer­spiele leis­ten einen ver­häng­nisvollen Beitrag zur lei­der wach­senden Gewalt­bere­itschaft und fördern aggres­sives Ver­hal­ten. Deshalb muss kon­se­quent gegen Spiele vorge­gan­gen wer­den, die Gewalt verherrlichen.”

Was aber tun, wenn ein Amok­läufer die eigene Wäh­ler­schaft repräsen­tiert? Gott­sei­dank ver­her­rlichen Schiesss­port­spiele nicht die Gewalt oder erle­ichtern den Abzug der Waffe im All­t­ag. Deswe­gen kann Wolf­gang Bos­bach hier meinen:

Wegen ein­er solchen Tat kann man nicht Mil­lio­nen von Sportlern die Ausübung ihres Sports verbieten.

Da kann der Kon­ser­v­a­tive auf ein­mal dif­feren­zieren. Da braucht er keine Unter­suchun­gen, keine Gewalt­be­förderung­s­ten­den­zen, keine vor­beu­gen­den Geset­zesän­derun­gen. Man darf lediglich nur nicht das Spaßhaben ein­er Mehrheit wegen eines Einzelfalls ein­schränken. Für Geset­zesän­derun­gen ist es somit von ganz großer Bedeu­tung, ob sie eine Mehrheit und dann auch noch die eigene Wäh­lerk­lien­tel betreffen. 

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